Dice Cup – Spielkritik

Bekannte Spielmuster soll man nicht gross verändern. Dice Cup schliesst an die Klassiker von Kniffel oder Yatzy an und sorgt für einen neuen Drive. Mit ein bisschen Merkfähigkeit räumt man ganz viele Punkte ab.

Dice Cup

Wer in seinem Leben schon einmal gekniffelt hat, dem werden viele Elemente bekannt vorkommen: Würfel, Block, Kombinationen. Auch bei Dice Cup sammelt man hochkarätige Würfel-Kombinationen, die viele Punkte einbringen. Doch in diesem Fall würfelt man nicht mehrere Male, sondern man merkt sich die besten Kombis für den eigenen Wertungszettel aus einem Wurf. Das erledigen alle Spieler gleichzeitig. Wartezeiten gibt es also keine, nur einen schnellen Blick für die besten Kombinationen benötigt man. Während 12 Runden sucht man seine Würfel zusammen, danach wird abgerechnet. Ein kurzer Würfelspass also, der es in sich hat. Im Spiel enthalten sind 12 Würfel in 2 Grössen und 6 Farben. Der erste Spieler schüttelt den Würfelbecher und schmeisst die Würfel bei geschlossenem Becher auf den Tisch. Das Spiel beginnt!

Es bleiben nur etwas 3 Sekunden Zeit, um sich einen Überblick zu verschaffen. Mit dem Spruch „Augen auf – Becher drauf!“ zeigt man die ausliegenden Würfel. Dabei darf nichts verschoben oder gedreht werden. Die Würfel müssen für alle gut sichtbar sein. Nach dem Spruch verbirgt der Becher die Vorlage auch schon wieder. Die Spieler haben sich hoffentlich eine gute Kombination gemerkt und kreuzen auf ihrem Zettel die Wertungskategorie an. Nun folgt ganz in Ruhe die konkrete Punktevergabe. Jeder trägt sein Ergebnis in der gewählten Kategorie ein, auch wenn es vielleicht nicht so gut ist, wie erhofft. Der Becher wandert weiter, in der nächsten Runde steht eine Kombination weniger zur Verfügung.

Dice Cup

Ein Blick auf die Kategorien lohnt sich. Da zählt man nur die Werte einer Farbe, nur 4er, 5er oder 6er, nimmt die Farbpasche, addiert alle 1er, 2er und 3er. Einmal pro Partie notiert man mit dem Dice Cup sämtliche Werte, am besten bei einem Wurf mit hohen Zahlen. Zu Beginn ist die Auswahl gross und die Zeit sehr kurz, um sich für eine Kategorie zu entscheiden. Mit jeder Runde nehmen die Kategorien ab und ein gezielter Blick ist eher möglich.

Dice Cup

Nach 12 Runden ist Schluss und man zählt die Punkte aller Kategorien zusammen. Wer die höchste Punktzahl erreicht, gewinnt Dice Cup.

Das Würfelspiel lässt sich beliebig variieren, indem man die Sekundenzahl beim Becher heben verlängert oder verkürzt. Gerade im Spiel mit Kindern macht das Sinn.


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Fazit

Dice Cup ist ein einfaches Würfelspiel, bei dem man für einmal nicht mit der Anzahl der Würfe spielt, sondern aus nur einem Wurf die besten Kombinationen sucht. Obwohl alle Spieler gleichzeitig agieren, wählen alle schnell ihren eigenen Weg. Der kurze Blick auf die Würfel lässt die Augen eben an ganz unterschiedliche Stellen schweifen. Das Hirn entscheidet sich dann mit dem Kurzeindruck für eine Kategorie, leider nicht immer die beste. Am Anfang ist die Auswahl gross, da freut man sich über eine besonders hohe Punktzahl in einer Kategorie. Das ist wichtig, denn gegen Ende muss man in den übriggebliebenen Kategorien punkten. Liegt dann noch etwas Sinnvolles aus? So ist Dice Cup manchmal auch ein Kompromiss bei der Kategorienwahl. Eine Farbe als Letztes zu erfüllen ist deutlich einfacher, als auf ein Farbpasch zu hoffen. Die Mischung aus Merkfähigkeit und den unterschiedlichen Würfeln ist sehr gelungen und löst damit die fixe, bekannte Kniffelstruktur mit einem ähnlichen Modus ein wenig auf. Das ist erfrischend einfach, aber gut! Und man muss deutlich konzentrierter zur Sache gehen, als zuerst vermutet.

Alles über Dice Cup

Dice Cup | Autoren: Christoph Cantzler, Torsten Marold | Illustrationen: Drei Hasen Studio | Verlag: Drei Hasen in der Abendsonne

Spielerzahl: Würfelspiel für 2 – 6 Personen
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Den schnellen Blick für Punkte
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Richtet sich an: Familie

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