Dice Devils – Spielkritik

Wer hätte schon gedacht, dass die Hölle einmal gefrieren wird. Bei Dice Devils sind die Teufel deswegen in heller Aufregung. Mit allerlei Heizgegenständen versuchen sie die wohlige Wärme zu erhalten. Das höllische Würfelspiel spielt sich knackig kurz, benötigt aber auch höllisch viel Glück.

Dice Devils 1Auch unter den Teufeln gibt es Dienstgrade. Boss Oberteufel regiert mit strenger Hand. Putzteufel, Spielteufel, Fehlerteufel und Springteufel folgen seinen Anweisungen. Nur der kleine Satansbraten, der ist irgendwie unberechenbar und doch immer vom Oberteufel abhängig. Jeder der Teufel hat im Spiel eine seinem Charakter angepasste Eigenschaft. Die gilt es bei Dice Devils zu nutzen.
Toll sehen auch die teuflischen Würfelbecher aus. Mit ihnen würfelt man um verschiedene Heizgegenstände. Sie bringen unterschiedlich Punkte ein, die am Ende den Sieg bringen. Der schnelle Würfelspass ist im Grundsatz auch schnell erklärt. Jeder Teufel würfelt geheim und setzt sein teuflisches Patsch-Händchen auf einen ausliegenden Heizgegenstand. Leider sind die rar, es liegen immer zu wenig Gegenstände aus. Wollen sich mehrere Teufel den gleichen Gegenstand ergattern, gewinnt jener mit der höchsten Wurfzahl.

Dice Devils 2

Zusätzlich Feuer ins Spiel bringen die teuflischen Eigenschaften. Man kann sie in verschiedenen Spielphasen einsetzen. Der Spielteufel kann beispielsweise zu einem erneuten Wurf zwingen, der Fehlerteufel klaut nach einem gewonnenen Duell einen weiteren Heizgegenstand. Die Vorteile sind aber nicht ins höllische Feuer gemeisselt. Gewinnt man ein Duell gegen einen anderen Teufel, entscheidet man, ob die Dienstgrade getauscht werden müssen. So wird aus einem Satansbraten ganz plötzlich ein Oberteufel.

Hat ein Spieler 10 Heizgegenstände gewonnen, ist die Hölle temporär gerettet. Der Gewinner wird nach Punkten bestimmt. Ein Trio eines Heizgegenstandes wird mit Bonuspunkten belohnt.

Fazit:
Dice Devils ist ein einfaches, rasantes Würfelspiel. Der hohe Glücksfaktor ist dabei nicht zu unterschätzen. Das Spielmaterial ist klasse – ein teuflisches Vergnügen. Einzelne Partien spielen sich schnell. Spass macht es, wenn die Identitäten im Spiel wechseln. Das machen sie jedoch nicht immer. Mit Würfelpech kommt ein vermeintlich schwacher Teufel nicht aus seiner Rolle. Schafft man es endlich, ist die Partie beinahe beendet. Neben tollen Spielrunden erlebt man ab und zu auch ziemlich langweilige, ohne jeglichen Einfluss. So gesehen ist Dice Devils ein knallhartes Würfelspiel mit den gewohnten glücksabhängigen Vor- und Nachteilen. In Testrunden hat es vor allem im Familienbereich und im Spiel mit Kindern überzeugt. Spielrunden in Vollbesetzung heizen der Hölle zusätzlich ein.

Dice Devils | Autor: Reinhard Mensen | Verlag: Kosmos
Würfelspiel für 3-6 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Benötigt: Hitzebeständiges Glück in höllischen Tiefen | Wiederspielreiz: ok

Besten Dank an Kosmos für ein Rezensionsexemplar von Dice Devils!

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Das Spiel haben wir jetzt zu weihnachten bekommen. Hört sich gut an,aber leider noch Net gespielt..

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