Dice Trip – Spielkritik

Diese Reise durch die Schweiz tritt man mit vier Würfeln an. Bei Dice Trip ist Weitsicht gefragt, aber auch ein wenig Würfelglück. Wer die richtigen Kombinationen wählt, reist erfolgreich durch das Land. Ein Roll & Write – Spiel für Zahlenfreunde.

Dice Trip

Die Schweizer Karte dient als Grundlage von Dice Trip. Darauf eingezeichnet: Die bekanntesten Städte als Reisedestinationen, schön vernetzt mit Strassen, auf die man sich spielerisch begeben wird. Der Weg ist das Ziel, je perfekter man ihn ausfüllt, desto mehr Punkte liegen am Ende drin. Vier Farbwürfel begleiten euch auf der Reise. Für alle Spieler gelten dieselben Vorgaben. An welcher Stelle man die Einträge vornimmt, ist jedem Spieler selber überlassen. Typisch Roll & Write eben!

Das Spielprinzip ist schnell erklärt. Um zu verstehen, wohin die Reise führt, muss man sich bei Dice Trip in die Wertung einfühlen. Denn es gibt in verschiedenen Bereichen Punkte zu holen. Doch dazu später mehr. Der Spielablauf ist immer gleich. Die Spieler würfeln abwechselnd mit den 4 Farbwürfeln und kombinieren sie danach zu zwei zweistelligen Zahlen. Alle können unterschiedliche Zahlen zusammenstellen. Die Zahlen notiert man irgendwo bei einer Stadt auf dem eigenen Zettel. Kleine Regeln gibt es: Keine Zahl darf 2x auf dem Zettel stehen. Kann oder will man eine Zahl nicht schreiben, notiert man ein X bei einer beliebigen Stadt. Das wird am Ende Minuspunkte einbringen.

Insgesamt 13 Runden gibt es in dieser Art zu bewältigen. Die Zahlen und Kombinationen werden dabei immer knapper. Um das Würfelglück ein wenig zu mindern, gibt es zwei Spezialzüge, die jeder Spieler irgendwann anwenden darf. Nochmals würfeln ermöglicht eventuell ein besseres Ergebnis, einen Würfel zweimal verwenden bringt vielleicht eine lange gesuchte Zahlenkombination.

Dice Trip

Doch wie absolviert man seine Reise erfolgreich? Auf seinem Routenplan notiert man sich nicht nur Zahlenwerte, sondern auch ständig Punkte. Bonusstädte sind farblich gekennzeichnet. Notiert man eine Zahl mit einem Würfel derselben Farbe einer dieser Städte, erhält man einen Punkt. Schnapszahlen (11,22,33 etc.) sind ebenfalls einen schnellen Punkt wert. Städte mit einem Kreuz bringen einen Minuspunkt.

Die längste Strasse mit aufsteigenden Zahlen zählt am Ende des Spiels ebenso, wie eine Reihe mit fortlaufenden Zahlen. Und sind ganze Regionen ohne Kreuz geblieben? Umso besser für weitere Punkte. Profis spielen mit der 10er-Variante: Ist aus jedem Zehnerbereich eine Zahl auf dem Blatt? Dann erhält man für jede leere Bonusstadt einen Punkt.

Dice Trip

Diese Reise durch die Schweiz gewinnt man mit einem guten Mix aus langen, zusammenhängenden, regionalen und zehnerlastigen Zahlenkombinationen. Klingt einfach, doch man kombiniert sich ganz schön durch die Schweiz.


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Fazit

Dice Trip ist alles andere als ein komplexes Spiel – und trotzdem rauchen die Köpfe. Mit den unterschiedlichen Zahlenkombinationen plant man sich durch die Schweiz, sucht lange Routen, spart sich Städte für später und hofft auf fehlende Zahlenkombinationen. Doch ganz oft ist man auf der Suche nach Plan B. Eine Abzweigung bringt vielleicht doch noch Erfolg und verlängert eine Strasse? Mit fortlaufender Spieldauer wird die Luft dünner. Schliesslich braucht man in jeder Runde zwei Kombinationen, die man noch nicht verwendet hat. So muss man Kompromisse eingehen, vielleicht doch einmal ein Kreuz in Kauf nehmen. Man möchte so gerne das Maximum herausholen, doch alles lässt sich eben nicht beeinflussen. Der Zettel für die Reiseroute ist sehr durchdacht. Er dient als Übersicht für die verwendeten Kombinationen und als Punktezähler. Dice Trip ist eine echte Kombinationsaufgabe und nicht zu unterschätzen. Die Spannung bleibt bis am Ende erhalten, denn erst dann erkennt man, ob die Pläne aufgegangen sind.

Alles über Dice Trip

Dice Trip | Autor: Hartmut Kommerell | Illustration: Odile Sageat | Verlag: HELVETIQ

Spielerzahl: Würfelspiel für 1 – 4 Personen (wäre auch mit mehr Spielern möglich)
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Zweistellige Zahlen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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