Die Brücke am Rio d’Oro – Spielkritik

Bei Die Brücke am Rio d’Oro machen sich Abenteurer auf den Weg, um sich einen Teil des Schatzes zu sichern, der beim Goldfluss entdeckt wurde. Der Weg führt allerdings über eine Holzbrücke, deren Zustand sich laufend verändert. Zudem behindern sich die Abenteurer auf der schmalen Brücke auch dauernd – was nicht immer nur zum eigenen Nachteil sein muss!

Gespielt wird in der Schachtel. Unten am Boden fliesst der Rio d’Oro. Die steilen Wände der Schlucht sind durch eine Holzbrücke miteinander verbunden. Allein der Aufbau des Spiels lässt das Schatzfieber ausbrechen. Jeder Spieler erhält einen Rucksack für den Schatztransport und ein Camp, in dem er die gefundenen Schätze lagert. Der Weg der Schatzsucher führt über die Brücke auf die andere Seite. Um die Spielfigur zu bewegen, muss gewürfelt werden. Dabei stehen drei Würfel in den Farben rot, gelb und grün zur Auswahl. Nach dem Ampelschema bestimmen sie den Risikograd. Grün geht gut, rot kann gefährlich werden. Auf den Würfeln befinden sich Füsse, Hand, Hammer oder Blitz. Jedes Symbol bringt eine andere Möglichkeit, die man bei seinem Zug in beliebiger Reihenfolge nutzen darf, aber nicht muss. Füsse bestimmen die Anzahl Bretter, die man auf der Brücke laufen kann. Ein Hammer kann ein beschädigtes Brett in Griffnähe reparieren. Mit der Hand klaut man einem Gegenspieler einen Schatz aus dem Rucksack. Und der Blitz bringt den vierten Gefahrenwürfel ins Spiel. Er bestimmt, ob ein Holzbrett der Brücke beschädigt wird oder gar einstürzt. Im schlimmsten Fall geht sogar ein Schatz im Fluss baden.

So würfeln sich die Abenteurer erst zum Schatz auf die andere Seite der Brücke. Dort angekommen, bestimmen sie, wie viele Schätze sie in den Rucksack laden. Bis zu drei Glassteine können dabei eingepackt werden, und die Ladung reduziert die Anzahl der Würfel, die für den Rückweg gewählt werden dürfen. Bei Höchstladung kann man seine Spielfigur nur noch mit einem Würfel bewegen.
 

Die Brücke bringt aber noch mehr Reibungspunkte. So darf nur ein Spieler auf einem Brett stehen. Steht schon ein Spieler dort, schubst man ihn ein Brett weiter. Da man vor seinem Zug entscheidet, in welche Richtung man fährt, schubst man seine Mitspieler manchmal eben auch rückwärts. Wie gewonnen, so zerronnen!
Fällt ein Spieler von der Brücke, so verliert er sämtliche Schätze an den Rio d’Oro und muss zurück ins Camp.

Schätze kann man nur klauen, wenn man auf dem selben Brett steht wie sein Mitspieler. Dann wechselt ein Schatz den Rucksack. Aber Vorsicht, damit verringert man vielleicht auch die eigene Anzahl der Würfel für den nächsten Zug.

Die Brücke am Rio d’Oro endet, wenn sich keine Schätze mehr in der Höhle befinden. Dann löst sich die Brücke in einem grossen Finale langsam auf. Rette sich, wer kann! Das Spiel kann auch schon frühzeitig enden, wenn ein Spieler eine bestimmte Anzahl von Schätzen in sein Camp bringen konnte.

Fazit:
Die Brücke am Rio d’Oro bietet einige taktische Raffinessen. Durch die Würfelabhängigkeit bleibt es aber manchmal ziemlich glückslastig. Das macht es aber dennoch zu einem guten Familienspiel. Kinder haben schnell den Zugang zur Brücke gefunden. Durch die tolle Gestaltung in der Schachtel hebt es sich von anderen Spielen ab. Die Regeln sind nicht kompliziert und Die Brücke am Rio d’Oro passt sich den Mitspielern an. So kann man auch ganz brav seine Schätze sammeln. Am meisten Spass macht es jedoch, wenn in Vollbesetzung so richtig was los ist auf der Brücke. Dann schubst man sich so durch und versucht aus jedem Rucksack noch einen Schatz zu ergattern. Man hinterlässt seinen Mitspielern eine halb zerstörte Brücke oder gönnt ihnen ein Bad im Goldfluss. Schatzsuche kann ja so schön sein!

Die Brücke am Rio d’Oro | Autor: Frederic Moyersoen | Verlag: AMIGO
Brettspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: ca. 30 Minuten | Benötigt: Würfelglück in schwindelnder Höhe auf Schatzsuche | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Carletto und AMIGO für ein Rezensionsexemplar von Die Brücke am Rio d’Oro!

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Danke, die Rezensionen ist echt super. Dachte beim ersten sehen auch so sieht wirklich interessant aus, naja glücksspiele können auch echt viel Spaß machen!

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