Die fiesen 7 – Spielkritik

Die fiesen 7 – das Kartenspiel wurde mir tatsächlich von einem fremden Verlag empfohlen. Unbedingt anspielen, hiess es. Da lasse ich mich nicht zweimal bitten. Nun hausen also sieben Ganoven bei mir zu Hause und strapazieren gehörig meine Lachmuskeln.

Die fiesen 7Erst ein wenig kleine Mathematik: Sieben Ganoven tummeln sich auf fünf Karten, da sie sich auch mal gern doppelt bewegen. Das Durchzählen der Ganoven gestaltet sich daher schwierig. Um ein wenig Ordnung ins Ganovenchaos zu bringen, zählt man immer auf 7 und gleich wieder zurück. Das macht das Ganovenleben einfacher… vielleicht…

Jeder Spieler erhält einen Stapel Ganoven, den er verdeckt in seiner Hand hält. Der Reihe nach deckt jeder einen Ganoven auf und zählt laut mit, wie viele Ganoven denn nun schon gesichtet wurden. Immer schön von der 1 zur 7, rauf und runter, so weit man eben kommt. Nicht jeder Ganove auf seiner Karte lässt sich aber gerne zählen. Ist einer gerade am Telefon, darf nicht laut gezählt werden, man räuspert sich nur: Hmmmhm! Sind gleich zwei Ganoven gleichzeitig mit ihrem Telefon beschäftigt, benötigt das sogar einen Doppelräusperer. Bei Doppelkarten ist zudem der nächste Spieler gesperrt. Er darf dann keine Karte legen. Bleibt nur noch eine Spezialkarte übrig: Ein Ganove mit einer Pistole am Kopf bleibt stumm. Wer wird denn in so einer Situation schon laut mitzählen?
Die fiesen 7, man ahnt es bereits, zielt auf die Fehler der Spieler ab. Ob nun laut gezählt werden darf oder nicht, vielleicht sogar doppelt oder nur stumm – das entscheiden die Spieler innert Sekunden beim Aufdecken ihrer Karte. Richtig zählen sollte man auf jeden Fall. Ein falsche Zahl kann von den Mitspielern angezweifelt und überprüft werden. Ein Fehler (falsches Legen, falsche Zahl, laut statt stumm oder auch falscher Verdacht) hat zur Folge, dass man den bisher gelegten Kartenstapel zu sich nehmen muss.
Es gewinnt, wer zuerst alle seine Karten ablegt.

Die fiesen 7 2

Und Die fiesen 7 können noch fieser. Statt eines Räusperers bei einer Handy-Karte bestimmt der erste Spieler, der eine solche Karte legt, ein eigenes Wort oder Geräusch. Dieser Code gilt in der aktuellen Spielrunde für alle Spieler beim Legen einer Handy-Karte. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob nun „Hatschi“, „Acht“ oder einfach „der Nächste bitte“, das Durcheinander ist vorprogrammiert.

Fazit:
Der Geheimtipp mit den fiesen Ganoven war einfach spitze. Schon lange wurde nicht mehr so herzhaft gelacht, wie in den Testrunden von Die fiesen 7. 5 Spielkarten und nur bis 7 zählen – geht es noch einfacher? Ausprobieren! Selbst bei äusserster Konzentration unterlaufen immer wieder Fehler. Eine kleine Unachtsamkeit lässt den eigenen Ganovenstapel wieder ansteigen. Oder wie war noch mal das Geräusch dieser Runde? Bei welcher Zahl sind wir stehen geblieben? Lacht man zu früh, erwischt es einen gleich selber beim nächsten Mal. So kann also auch das Ganovenleben äusserst amüsant sein. Denn diese Ganoven sind echt fies!

Die fiesen 7 | Autor: Jacques Zeimet | Verlag: Drei Hasen in der Abendsonne
Kartenspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: 15-25 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Konzentrierte Ganoven mit Verstand | Wiederspielreiz: sehr gross 

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