Die Legenden von Andor II – Die Reise in den Norden – Spielkritik

2013 gewann das sagenhafte Spiel Die Legenden von Andor den Preis des Kennerspiels des Jahres. Nun schickt Michael Menzel seine Helden erneut in den Kampf. In Teil 2, Die Reise in den Norden, sollen die mutigen Helden dem Land Hadria zu Hilfe eilen. Das machen sie natürlich bereitwillig und damit erfährt die spannende Geschichte dieses kooperativen Spiels eine Fortsetzung.

Die Reise in den NordenDie Reise in den Norden ist nur mit dem Grundspiel spielbar. Der 2. Teil orientiert sich in den Grundmechanismen auch beim Vorgänger und bedient sich einiger Materialien. Doch schon beim Öffnen der Spieleschachtel springt einem das Abenteuer förmlich entgegen. Ein neues, doppelseitiges Spieltableau, ganz viele neue Monster, Trolle, Ungeheuer und diverse Plättchen und Gegenstände lassen erahnen, dass die Abenteurer auch diesmal nicht verschont werden.
Bei den Helden ersetzt der Seekrieger zwar den Zwerg, doch viel tiefgreifender ist: Die Helden bewegen sich nun vorwiegend mit dem Schiff. Nun ja, es ist eher ein alter Kahn, der aber im Laufe des Spiel ausgebaut werden muss/soll. Mittels Windkarten steuert man das Schiff und kann gleich mehrere Helden mitnehmen. Die Windstärke verändert sich immer wieder und man bewegt sich unterschiedlich weit für eine Stunde auf der Tagesleiste. Ebenfalls eine Stunde kostet das Ein- oder Aussteigen. Die müssen schon ganz schön viel durchgemacht haben, das dauert bei Helden eben seine Zeit. Doch wie erwähnt: Helden von heute teilen sich das Ruder und bewegen sich effizienter über die Weltmeere. Ein eigenes Schiffstableau simuliert das Schiff und seinen Ausbau. Auf dem Spielplan bewegt man dagegen ein kleines Schiffchen.

Die Reise in den Norden 2Neben Stärke- und Willenspunkten müssen die Helden im 2. Teil auch mit dem Ruhm umgehen können. Der Barde zählt die Ruhmpunkte, die niemals auf 0 sinken dürfen. Die Helden unternehmen natürlich alles, dass das nie geschieht. Besiegte Kreaturen lassen den Ruhm auch schnell wieder ansteigen.

Vier neue Legenden bringt Die Reise in den Norden. Zu viel soll hier nicht verraten werden. Die Andor-Reihe ist eigentlich nicht zum Rezensieren geschaffen. Andor muss erlebt werden, hier herrscht Spannung und Neugierde. Erfolg und Misserfolg liegen oft nahe zusammen. Doch so viel sei verraten: Die neuen Kreaturen verlangen von den Helden einiges ab. Merrik, der Kartograph, soll den Helden helfen, ist aber selber ständig in der Klemme. So helfen ihm eben die Helden, seine Seekarte zu vollenden. Nach einem Sturm und dem Kampf gegen eine der drei grossen Mächte, erreicht man schliesslich Hadria – auf der Rückseite des Spielplans. Im fulminanten Finale wartet in Hadria unter anderem noch ein grässliches Wesen. Und selbst ein grosser Erfolg im Finale nimmt plötzlich ein überraschendes Ende… Doch davon hören wir wohl in Teil 3 der sagenhaften Legenden von Andor.

Die Reise in den Norden 3

Fazit:
Die Reise in den Norden ist allen Andor-Kennern ganz klar zu empfehlen. Nach dem grossen Erfolg des ersten Teils bleibt die Geschichte weiterhin spannend. Mit dem Schiff, den neuen Kreaturen und Hadria erscheinen neue Elemente, die die Spieler sofort in ihren Bann ziehen. Und das ist nach wie vor die grosse Stärke der Legenden von Andor: Diese Geschichte fasziniert. Die neuen Legenden sind nicht einfach zu lösen. Doch selbst ein Scheitern spornt zur nächsten Runde an. Einzelne Legenden führen gar einen unterschiedlichen Verlauf. So kann man eine Legende auch noch einmal in Angriff nehmen und sie wird neu herausfordern. Mit dem Ruhm kommt eine weitere wichtige Ebene ins Spiel. Die Helden kämpfen nicht nur gegen böse Kreaturen, sondern auch um ihren guten Ruf.
Den Spieleinstieg mit einem Aufbau und einer kurzen Erklärung der Neuheiten finde ich übrigens sehr gelungen. Auch nach einer Andor-Pause ist man ganz schnell wieder im Spiel. Die Reise in den Norden ist weiterhin ein Abenteuer, das man nur gemeinsam lösen kann. Die Geschichte fesselt, die Legenden fordern heraus und wer bis zum Ende durchhält, freut sich bereits auf den dritten Teil dieses sagenhaften Abenteuers. Wann ist es nur endlich so weit?

Die Legenden von Andor – Die Reise in den Norden | Autor: Michael Menzel | Verlag: Kosmos
Abenteuer für 2-4 Personen | Spieldauer: 60-90 Minuten | Ab 10 Jahren | Benötigt: Heldenmut und Zeitgefühl | Wiederspielreiz: sehr gross

Die Reise in den Norden ist nur zusammen mit dem Grundspiel spielbar.

Für noch bessere Stimmung: Andor mit der passenden Musik von ELANE

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