Die Perlen des Poseidon – Spielkritik

Die Perlen des Poseidon sind unser Ziel. Mit dem U-Boot sind wir im Meer schon weit nach unten getaucht und nun lassen sich komische Gegenstände erkennen. Wo befinden sich die Perlen?

Die Perlen des Poseidon

Die Perlen des Poseidon ist eine Mischung aus Stempelspiel und Rätselspiel, in dem wir die Zeichen des Stempelns richtig deuten müssen, um an die begehrten Perlen zu gelangen. So ist auch das Spielmaterial aussergewöhnlich. Da gibt es Stempelraster, Schablonen, Schatzkarten, Namenskarten und einen Stempel mit Stempelkissen. Für die Spielvorbereitungen legt man den Nautographen in die Tischmitte, legt unbesehen eine Schablone rein und bedeckt sie mit einem Stempelraster, einem Zettel mit kleinen Quadraten. Mit zwei Deckblättern erhält man eine Hilfestellung, dass das geheim abläuft. Alle nehmen sich 12 Namenskarte für den Rätselteil. Auf Schatzkarten findet man die Namen aller Perlen und die Gegenstände, neben denen sie sich befinden. Position und Gegenstand bilden eine Einheit, die beim Rätseln hilfreich sind.

In den ersten Runden wird abwechselnd gestempelt. Dazu wählen alle ein beliebiges Quadrat im Nautographen. Durch das Stempeln erscheinen allenfalls Konturen. Entdeckt man eine erste Perle, bringt das 3 Poseidontaler und eine erste Namensrunde.

Die Perlen des Poseidon
Schwierig zu erkennen: Das Stempelergebnis

In der Namensrunde wird geraten: Wie heisst die eben entdeckte Perle? Durch ihre Position und die Schatzkarte kann man den Namen allenfalls herausfinden. Will man sich festlegen, legt man eine Karte mit dem vermuteten Namen neben die entsprechende Perlenfarbe. Doch Vorsicht: Eine gelegte Karte darf nicht mehr entfernt werden. Ein falsch gelegter Namen kann später plötzlich fehlen. Wer die Perle entdeckt hat, darf in der aktuellen Namensrunde nicht mitmischen.

Noch keine Ahnung, welche Perle sich dort befindet? Kein Problem, denn ab jetzt entscheidet man in jedem Spielzug, ob man stempeln oder eine Namenskarte auslegen will. Bei der Auswertung gilt: Wer zuerst den richtigen Namen nennt, erhält mehr Poseidontaler.

Die Perlen des Poseidon

So erhält die Schablone Runde für Runde mehr Flecken und dadurch mehr Kontur. Mit dem Fund der 4. Perle endet das Spiel nach einer letzten Runde. Schliesslich sind nur 4 Perlen, und damit 4 Figuren, auf einer Schablone versteckt.

Bei der folgenden Auswertung deckt man das Geheimnis der Schablone auf und überprüft Perle für Perle. Mit den Talern aus den Funden und den Rätselkarten ermittelt man den Gewinner von Die Perlen des Poseidon.


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Fazit zu Die Perlen des Poseidon

Eigentlich kennt man das Spielprinzip von Die Perlen des Poseidon. Wer hat nicht schon einmal auf einem Papier eigenes Spielgeld erstellt durch das Nachfahren der Konturen? Dieses Prinzip verfolgt man hier mit dem Holzstempel. Die Idee gefällt mir sehr gut, in der Praxis stellt man aber fest, dass es ein wenig Übung erfordert. Ein guter Druck gelingt nicht immer, man darf nicht zu viel und nicht zu wenig drücken, dafür sehr gleichmässig. Das ist ein erster Stolperstein im Spiel, den man mit etwas Übung allenfalls minimiert. Da das Stempeln der Grundstein für die anschliessende Rätselphase ist, ist das aber sehr wichtig.
Beim Rätseln muss man gut kombinieren können. Zu jeder Figur gehört eine Perle. Je nach Reihenfolge der Entdeckungen kann das ganz schön knackig sein. Man sollte sich nicht zu früh zum Raten verleiten lassen. Mit etwas Kombinatorik findet man auch geeignete Stellen für neue Perlen. Wer sich das räumlich ein wenig vorstellen kann, kann sich schnell Taler verdienen. Die Perlen des Poseidon ist ein unkompliziertes, flottes Ratespiel. Das Stempeln gelingt nicht immer allen perfekt, was dann leider das Spielvergnügen mit schlechten Konturen ein wenig einschränkt.

Fakten zu Die Perlen des Poseidon

Autor: Yohan Goh | Illustrationen: Folko Streese | Verlag: Zoch Verlag

Spielerzahl:  2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Gestempelte Perlen
Wiederspielreiz: ok

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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