Die Siedler von Catan – Aufbruch der Händler – Spielkritik

Die Siedler von Catan – Aufbruch der Händler erweitert die bekannte Siedler-Reihe mit einem neuen, eigenständigen Spiel. Bekannte Faktoren und Abläufe mischen sich bei Aufbruch der Händler mit neuen Figuren und erweiterten Handelsmöglichkeiten. So kommt einem vieles bekannt vor und trotzdem spielt sich das Brettspiel anders – in der bewährten Siedler-Manier.

Gleich zu Beginn: Die Siegpunktzählerei gibt es bei Aufbruch der Händler nicht mehr. Hier müssen Kontore und Warenplättchen verbaut werden. Die befinden sich übersichtlich am Spielfeldrand. Wer als Erster alle verbaut hat, geht als Sieger hervor.
Gespielt wird auf der Karte von Europa. Als fleissiger Händler baut man in den Städten Kontore, verbindet sie mit Handelswegen mit dem restlichen Europa und setzt mit Kaufmannszügen seine Warenplättchen in fremden Kontoren ab.

Jeder Spieler startet mit 3 Kontoren in verschiedenen Städten. Sie werden an die bekannten seckseckigen Felder gebaut, die mit einer Zahl versehen sind und den Spielern Rohstoffe für den Handel einbringen. Der Spielablauf unterteilt sich in die Ertragsphase und die Aktionsphase. Dabei ist dem geübten Siedler-Spieler einiges vertraut. In der Ertragsphase wird mit 2 Würfeln gewürfelt. Wer etwas Glück hat, kann sich Rohstoffe in Form von Karten in die Hand nehmen. Neu: Wer leer ausgeht, darf sich ein Gold nehmen als Ausgleich. Bei einer gewürfelten 7 erscheint der Räuber, blockiert ein Ertragsfeld und raubt einem Spieler eine Karte.

In der Aktionsphase darf man verschiedene Aktionen in beliebiger Reihenfolge ausführen. Es wird gehandelt mit den Mitspielern, getauscht mit dem Vorrat. Für 2 Gold darf man sich gar einen beliebigen Rohstoff nehmen. Durch den Bau von Handelswegen erhält man weiteres Gold, wenn eine neue Stadt ans Wegenetz angeschlossen wird. Einen Händler schickt man auf Reisen, um in einer Stadt ein neues Kontor zu eröffnen. Der Kaufmannszug fährt nur über gebaute Strassen und bringt Waren in fremde Kontore. All diese Aktionen kosten Rohstoffe, die gut eingeteilt werden wollen.
Der Kauf von Entwicklungskarten bringt einmalige Vorteile für die Aktionen. Auch sie sind nicht zu unterschätzen.

Um seine Warenplättchen loszuwerden, muss man zuerst seine Kontore gebaut haben. Erst dann sind nämlich die Plättchen frei für den Bau. Bei Aufbruch der Händler kann man mit zunehmender Spieldauer auch seine Mitspieler ärgern: Zahlenplättchen für die Erträge sind irgendwann Mangelware und müssen auf dem Spielfeld verschoben werden. Das freut nicht immer alle.

Fazit:
Die Siedler von Catan – Aufbruch der Händler ist ein wirklich sehr durchdachtes Strategiespiel. Hier passt alles ineinander. In jedem Spielzug stehen neue Entscheidungen an. Die Reihenfolge der Bauten ist ebenso wichtig, wie einfach schneller als die Mitspieler zu sein. Das Spielbrett ist beidseitig bedruckt. So kann man auch nur das Kurzspiel auf der einen Seite wählen. Ähnlichkeiten mit Die Siedler von Catan sind vorhanden. Für den Handel sind die Mitspieler aber nicht mehr so zentral. Der Spielplan lässt sich grosszügiger bebauen und das Würfelglück wird durch die Ausgleichszahlungen etwas minimiert. Aufbruch der Händler ist ein gelungenes, unabhängiges Siedler-Spiel mit neuen Möglichkeiten.

Die Siedler von Catan – Aufbruch der Händler | Autor: Klaus Teuber | Verlag: Kosmos
Strategiespiel für 3-4 Personen | Spieldauer: 60-120 Minuten | Benötigt: Ein gutes Händlernetz in Europa | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Kosmos für eine Rezensionsexemplar von Die Siedler von Catan – Aufbruch der Händler!

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