Die Tore der Welt – Das Kartenspiel – Spielkritik

Die Tore der Welt – Das Kartenspiel ist eine weitere Fortsetzung der Spielereihe nach dem Bestseller von Ken Follett. Kleiner geht es aber wohl nicht mehr. Dieses Kartenspiel komprimiert den Tauschhandel ins Taschenformat. Die Tore der Welt – Das Kartenspiel bringt aber auch interessante und eingängige Mechanismen.

Jeder Spieler erhält einen Satz Güterkarten und eine Siegpunktkarte. Frömmigkeit, Tuch, Baumaterial und medizisches Wissen kann während des Spiels erworben werden. Die Anzeige ist dabei schlau gelöst: Eine aufliegende Karte wird so verschoben, dass sie auf der unten liegenden Karte die Punkte anzeigt.
In der Tischmitte liegen Gunstkarten in einem kleinen Rechteck. Dort erhält man während des Spiels sein Einkommen. Ereigniskarten bestimmen die Rundenzahl. Es gibt genau 2 mal 12 Spielrunden.
Aktionskarten in der Hand sorgen für die Höhe des Einkommens oder ermöglichen einmalige Aktionen.

Der Spielablauf bleibt immer gleich. Ein Spieler zieht eine Ereigniskarte. Einige Ereignisse müssen sofort befolgt werden, andere können am Rundenende mit einem passenden Tausch Siegpunkte einbringen.
Zuerst wird die Ereigniskarte aber in der Tischmitte platziert. Sie zeigt nun an, welche Güter die Spieler erhalten. Jeder Spieler kann pro Runde nur ein Gut erhalten, die Einheiten bestimmt er jedoch selber durch das Ablegen einer Aktionskarte. Erworbene Güter werden sofort auf der eigenen Anzeige eingetragen.
Als Option bieten die Aktionskarten aber auch eine Alternative an. So kann man Siegpunkte in Güter tauschen oder umgekehrt, zwei seiner Güter beliebig umtauschen oder seine gespielten Aktionskarten wieder aufnehmen. Aktionen sind oft eine willkommene Hilfe, wenn passende Güter fehlen.

Hat jeder Spieler sein Einkommen festgelegt, kann er seine Güter in Siegpunkte tauschen. Blaue Ereigniskarten liegen offen aus und zeigen lukrative Tauschmöglichkeiten an. Kann man die Bedingungen erfüllen, darf man sich Punkte gutschreiben.

Am Ende von 12 Spielrunden endet ein Kapitel. Es müssen Steuern bezahlt werden. Wer seine Abgaben nicht entrichten kann, bezahlt 2 Siegpunkte pro fehlendes Gut. Spare in der Zeit…

Nach 24 Spielrunden steht der Sieger nach Siegpunkten fest.

Fazit:
Die Tore der Welt – Das Kartenspiel hat einen eingängigen Mechanismus. Die einzelnen Elemente sind toll ins Spiel integriert. Die Ereignisse liegen in jedem Spiel neu. Die ständige Entscheidung, ob Aktion oder Einkommen, beeinflusst die Spieler jede Runde. Soll man nun Siegpunkte einfahren oder bereits für die Steuern sparen. Nur wer seine Güter klug einsetzt, holt ein Maximum an Punkten heraus. Zwar wirkt der immer gleiche Spielablauf auch manchmal langatmig, die Spannung bleibt aber bis zum Schluss erhalten. Oft sind die Spielstände denkbar knapp. Zu einem tollen Kaufpreis erhält man ein raffiniertes Kartenspiel, bei dem man seine Güter einteilen muss.

Die Tore der Welt – Das Kartenspiel | Autor: Walter Schranz | Verlag: Kosmos
Kartenspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 30-45 Minuten | Benötigt: Meist immer die Güter, die man gerade nicht hat | Wiederspielreiz: gross 

Besten Dank an Kosmos für ein Rezensionsexemplar von Die Tore der Welt – Das Kartenspiel!

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