Die Zukunft von Camelot – Spielkritik

Die Ritter wandeln in den Räumen von Camelot und erfüllen ihre Missionen. Der heilige Gral ist dabei ebenso im Zentrum, wie Turniere, der Ballsaal oder die Tafelrunde. Mit klugen Vorhersagen sieht Die Zukunft von Camelot sicher rosig aus.

Die Zukunft von Camelot

Das Brettspiel bietet einen Grundspiel an, das man beinahe nach Lust und Laune erweitern oder verändern kann. Wir befinden uns auf Camelot, der Thronsaal und vier Räume stehen uns zur Verfügung. Hinter einem Sichtschirm verbergen wir unsere Ritter, den Magier stellen wir auf die Reihenfolgenleiste. Vor Spielbeginn wird die Reihenfolge zufällig bestimmt, im weiteren Spielverlauf muss man sich eine frühe Aktion im späteren Spielverlauf verdienen. Missionskarten mit einem, zwei oder drei Rittern bilden je einen Stapel. Einige Karten davon deckt man auf. Im Hinterland sind je 2 Ritterfiguren pro Person platziert, dazu einige Gralsplättchen. Damit ist Die Zukunft von Camelot startklar.

Gespielt wird über 7 Runden. Erst deckt man von den Missionsstapeln neue Missionen auf. Dort ist angegeben, wie viele Ritter es benötigt, um sie in die unterschiedlichen Räume des Schlosses zu schicken. Nun muss man sich entscheiden, wie viele Ritter man senden möchte: Keinen, einen, zwei oder drei? Die Ritter nimmt man geheim in die Hand und verbirgt sie in der Faust.

Die Zukunft von Camelot

Nun kommen wir zum Kernmechanismus von Die Zukunft von Camelot. Haben alle ihre Ritter in der geschlossenen Faust, macht man eine Vorhersage. Wie viele Ritter werden in der aktuellen Runde wohl eingesetzt? Den Magier setzt man auf die vermutete Anzahl. Wer richtig tippt, steht ganz zuoberst auf der Reihenfolgenleiste, holt sich ein Magierplättchen mit Punkten und wählt zuerst bei den kommenden Missionen. Je genauer man tippt, desto eher ist man an der Reihe.
Die Reihenfolge ist wichtig, denn um an Punkte zu gelangen, möchte man seine Ritter im richtigen Raum platzieren und möglichst frühzeitig wählen.

In der nächsten Phase schickt man seine Ritter auf eine Mission. Dazu benötigt man die richtige Anzahl an Rittern in der Hand. Die Missionskarten geben an, in welchen Raum und an welchen Platz man seine Ritter setzt. In den Räumen holt man sich Punkte oder weitere Boni. Überzählige Ritter schickt man ins Hinterland. Dort sind sie allerdings nicht verloren. Sendet man in einer Runde keinen Ritter aus, holt man sich stattdessen bis zu zwei Ritter vom Hinterland zurück. Gralsplättchen gibt es gleich dazu. Man kann sie zusammenpuzzeln und so Punkte holen.

Die Zukunft von Camelot

In den einzelnen Räumen des Schlosses gibt es unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Auf den A-Seiten der Räume muss man die Ritter in Linien platzieren, schafft Mehrheiten an der Tafelrunde, gewinnt im Ballsaal das Herz der Königin oder begeht in der Kapelle möglichst schnell den Pfad der Gläubigen. Je besser man seine Ritter einsetzt, desto mehr Punkte sammelt man ein.

Nach 7 Runden Vorhersagen und Aussenden der Ritter zählt man seine Punkte aus gesammelten Plättchen und Rittern. Wer die meisten Punkte sammelt, gewinnt und sichert somit Die Zukunft von Camelot.

Die Zukunft von Camelot ist, wie oben erwähnt, auch ein Spiel der Optionen. So kann man mit Fähigkeiten der einzelnen Ritter spielen, die zusätzliche Spielmöglichkeiten liefern. Oder man wendet die Räume der Burg, um neue Plätze für die Ritter zu schaffen. Das sorgt für Abwechslung und man kann mit den Zusätzen beliebig variieren.


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Fazit zu Die Zukunft von Camelot

Da gibt es viel Spielmaterial in der Schachtel, das Schloss liegt gross auf dem Tisch und die Ritter stapeln sich zu Beginn hinter dem Sichtschirm. Um in den einzelnen Räumen zum Zug zu kommen, muss man seine Ritter bestmöglich platzieren können. Dazu ist eine optimale Vorhersage zwingend, denn nur dann erreicht man die gewünschten Missionen. Das bedingt, dass man das Spiel ein wenig lesen kann. Was machen die Mitspielenden? Wie viele Ritter setzen sie ein? In nur 7 Spielrunden hat man wenig Zeit, seine Ritter auf „Restmissionen“ zu schicken. Der Vorhersagemechanismus gefällt mir gut, liegt man aber ständig daneben, schwindet die Lust am Spiel schnell. Am besten gefallen mir die Aufgaben im Grundmechanismus. Dann ist Die Zukunft von Camelot (erhältlich ab 16.99 Euro) ein schlankes Spiel mit klaren Aufgaben. Sämtliche Zusätze sind gut gemeint, machen das Spiel aber nicht unbedingt besser. Die Räume auf den B-Seiten erfordern manchmal sehr spezielle Dinge und man ist noch mehr auf passende Missionen angewiesen. Das Spiel zu zweit hat mich ebenfalls nicht überzeugt. Dann spielt man mit zwei Farben und in der Endwertung zählt das schwächere der beiden Teams. Das wirkt alles sehr aufgesetzt und konstruiert. Damit will ich Die Zukunft von Camelot aber nicht schlecht machen. Es ist ein gutes Einschätz- und Einsetzspiel und spielt sich am besten mit 3 oder 4 Rittern am Tisch und in der Grundversion. Mehr braucht es ganz einfach nicht zwingend.

Fakten zu Die Zukunft von Camelot

Autor: Emanuele Briano | Illustrationen: Goodname Digital Art Studio | Verlag: Schmidt Spiele

Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 45-60 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Gute Vorhersagen
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: eher weniger
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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