Dizzle – Spielkritik

Dizzle ist ein Würfel-Einsetz-Spiel, das man über mehrere Level spielt. Ähnlich wie bei Computerspielen verändert sich die Vorlage, der Spielablauf bleibt gleich.

Dizzle

Ein dicker Papierblock liefert die Level-Vorlagen für Dizzle. Dazu die gewohnten kleinen, schwarzen Filzstifte des Schmidt-Verlages, die schon bei anderen Spielen zum Einsatz kamen. Bis zu 13 Würfel nutzt man, je nach Spielerzahl. Zu zweit sind es gerade noch 7 Würfel. Die Anzahl der Spielrunden variiert ebenfalls mit der Spielerzahl. Aktiv sind bei Dizzle immer alle Spieler dabei. Dem Startspieler bleibt lediglich die Ehre des ersten Wurfes, danach wählen reihum alle Spieler jeweils einen Würfel aus, den sie auf ihrer Vorlage einsetzen möchten.

Auf den Zetteln der Spieler findet man einen Raster aus vielen quadratischen Feldern. Dort platziert man die Würfel, streng nach Vorgabe natürlich, denn die geforderten Werte sind ebenfalls eingetragen. Häufig findet man zudem gewisse Objekte in den Feldern, die Aktionen auslösen oder am Ende Punkte einbringen. Worauf sollte man auch achten? Komplette Spalten und Reihen, Edelsteine und Puzzleteile sind gute Punktelieferanten. Geordnetes Sammeln lohnt sich also, wenn die Würfelwerte mitspielen. Den ersten Würfel legt man ein Kreuz auf seinem Zettel. Alle weiteren müssen an einen Würfel anschliessen – waagrecht oder senkrecht.

Dizzle

Die Spieler legen so lange Würfel an, wie das mit den vorgegebenen Werten möglich ist. Kann ein Spieler nicht mehr anlegen, hat er zwei Möglichkeiten: Mit den restlichen Würfel erneut Würfeln oder passen. Mit dem Passen nimmt man sich für die aktuelle Runde aus dem Spiel. Würfelt man erneut, geht man ein gewisses Risiko ein. Hat man danach einen Wert, den man braucht, geht Dizzle wie gewohnt weiter. Ist aber immer noch kein brauchbarer Wert zu sehen, muss man einen bereits gelegten Würfel zurücklegen. Ob sich ein möglicher Verlust lohnt oder nicht, muss man selber entscheiden, Wahrscheinlichkeiten lassen sich ja berechnen. Sind alle Würfel aus dem Spiel oder sämtliche Spieler haben gepasst, setzt man die Kreuze auf dem eigenen Zettel und löst allfällige Aktionen ein.

Dizzle

Level 1 ist zum Aufwärmen gedacht, ein geradliniges Sammeln. Bei Level 2 erscheinen Schlüssel, mit denen man Türen zu weiteren Feldern öffnen kann. Level 3 bringt die Rakete ins Spiel, mit der man auf andere Planeten fliegt. Bei Level 4 liegen Häufchen herum, in die man auf keinen Fall treten möchte. Das Sammeln wird von Level zu Level vielfältiger. Und Bomben bringen den Mitspielern Minuspunkte, sobald sie der erste Spieler ausgelöst hat.
Wer am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt Dizzle.


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Fazit

Dizzle ist ein munteres Würfel sammeln und einsetzen mit einfachen Regeln. Durch die Level schraubt man ein wenig am Schwierigkeitsgrad. Einsteiger-Level 1 wird man aber schon bald vernachlässigen. Bei den weiteren Level muss man die Spielfläche lesen können: Wo soll man sammeln? Was machen die Mitspieler? Benötigen alle dieselben Zahlen, darf man sich auch mal entgegengesetzt verhalten. Dizzle vermag die Spielgruppen eine gewisse Zeit faszinieren, danach flaut das Spielvergnügen aber ab. Das hat zwei Gründe: Kennt man die Level, weiss man, wie man am geschicktesten vorgeht. Neue Level sind aber in Vorbereitung und das ist gut so. Das Würfelglück schlägt eine grössere Kerbe in das Spiel. Läuft es nicht so, wie man möchte, ist man schnell raus. Und die Würfel können es echt schlecht mit einem meinen. Dann nützt kein Taktieren mehr, keine strategischen Meisterzüge. Wenn man über mehrere Runden weniger Würfel als die Mitspieler nehmen kann, fehlen die Kreuze zum Ziel – allein durch das Würfeln.
Dizzle stellt durch die Level schöne Knobelaufgaben, es bleibt aber ein Würfelspiel, das zu Frustmomenten führen kann, aus denen man spielerisch nicht rauskommt.

Alles über Dizzle

Dizzle| Autor: Ralf zur Linde | Illustration: Anne Pätzke| Verlag: Schmidt

Spielerzahl: Würfelspiel für 1 bis 4 Personen
Spieldauer: 20 – 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Würfel, Werte, kluge Wege
Wiederspielreiz: ok

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 bis 4 Spieler
Richtet sich an: Familien

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