Dodelido – Spielkritik

Dodelido! Was wie der neue Hit von Andreas Gabalier tönt, ist ein tierischer Kartenspiel-Spass in Farbe. Nur die Schildkröte hat mal wieder keinen Plan. Wenn das Auge nur immer das sehen würde, was das Hirn denkt.

Dodelido ist wieder so ein richtiger Hirnverzwirbler. Man könnte auch sagen: So wie das geniale Die fiesen 7, einfach ohne Gauner. Kunststück, das Spiel stammt auch aus der Feder von Jacques Zeimet und der ist für beide Spiele verantwortlich. Einiges ist gleich, vieles ist anders. Die Spieler erhalten einige Handkarten, die sie so schnell wie möglich loswerden möchten. Die Karten zeigen Tiere (Flamingo, Kamel, Pinguin, Zebra, Schildkröte und Krokodil) in fünf unterschiedlichen Farben. Doch den Kartenstapel hält man verdeckt, jeder Spieler legt der Reihe nach ein Tier in die Tischmitte und kommentiert die aktuelle Situation.

In der Mitte liegen drei Tierstapel aus, die abwechselnd mit neuen Tieren bedient werden. Nun liegt es an der schnellen Reaktion der Spieler, ob die Ablage erfolgreich ist. Es bleiben drei Sekunden, um die neue Auslage zu kommentieren:
Liegt eine Mehrheit von Tierart oder Farbe aus, ruft man beispielsweise „Flamingo“ oder „blau“. Diese Mehrheit kann auch ganz knapp und im Verhältnis 3:2 ausfallen.
Bei einem Gleichstand (2 Kamele, 2 grüne Tiere) lautet die Ansage: „Dodelido!“
Es kann auch mal gar keine Übereinstimmung vorkommen. In diesem Fall ruft man: „Nix!“
Und schon sind wir bei den Sonderfällen angekommen. Die Schildkröte beherrscht das Spiel durch ihre Langsamkeit. Jede ausliegende Schildkröte meldet sich vor einer Ansage mit einem „ÖH…“. Gestammelt wird aber nur mit ausliegender Schildkröte.
Das Krokodil muss auf jeden Fall schnell vertrieben werden. Die Spieler schlagen auf die Krokodil-Karte. Wer zuletzt schlägt, sammelt alle ausliegenden Karten ein. Strafe muss sein.

Natürlich werden auch alle anderen nur denkbaren Vergehen geahndet: Falsche Ansagen, falsche ÖH’s oder ein Überschreiten der drei Sekunden. Wer falsch reagiert, muss die Karten auf sämtliche Hand nehmen. Damit ist das Spielziel wieder ein wenig weiter entfernt. Wer zuerst keine Karten mehr besitzt, gewinnt. Dodelido!

Fazit

Autor Jacques Zeimet beherrscht solche Spiele einfach. Dazu muss man im gleichen Atemzug auch die Illustrationen von Rolf Vogt erwähnen. Er zeichnet die Tiere in seiner eigenen Art, das sieht einfach toll aus. Die Ähnlichkeit zu früheren Zeimet-Werken ist natürlich nicht zu übersehen. Spielerisch bewegen wir uns zwar im selben Segment, doch das lustige Durcheinander auf dem Spieltisch wird diesmal anders verursacht. Dodelido ist eine Mischung aus Reaktion, Konzentration und der Suche nach korrekten Gedankengängen. Das Spielen auf gleich drei Kartenstapeln vereinfacht die Übersicht nicht wirklich, erhöht aber den Spielspass. Das putzige kleine Spiel lebt von der Schadenfreude, die man aber nicht zu lange ausleben sollte. Schliesslich ist man schnell selber wieder an der Reihe – Konzentration aufrecht erhalten. Dodelido ist ein richtig gutes, kleines Partyspiel und eignet sich besonders auch für grössere Gruppen. ÖH… fertig!

Dodelido | Autor: Jacques Zeimet | Verlag: Drei Magier
Kartenspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: 10-20 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Konzentration und einen wachen Geist | Wiederspielreiz: sehr gross

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