Dodo – Spielkritik

Wenn der Dodo sein Ei auf den höchsten Inselberg legt, ist das Volk der Hagulaminapitopasi in Aufruhr. Langsam rollt es den Berg hinunter. Brücken müssen her, um es sanft im Boot am Meer landen zu lassen. Denn der Dodo ist ihnen heilig.

Dodo

Die erste Herausforderung des Spiels: Nennt den Namen des Volkes drei Mal hintereinander fehlerfrei. Danach wendet man sich dem Dodo und vor allem seinem Ei zu. Das Wackel-Ei des Vogels ist DAS Gimmick des Spiels. Es rollt unüblich langsam und total ausserhalb jedes Rhythmusgefühls den Berg hinunter. Doch lange sollte man dem Ei nicht zusehen. Brücken müssen her, damit es nicht vorzeitig auf die Erde fällt. Die Hagulaminapitopasi lieben nämlich ihre Dodos und der Nachwuchs wird freudig erwartet. Als helft in diesem kooperativen Spiel dem lustigen Vogel.

Am Fusse des Berges findet ein klassisches Würfel-Memory statt. Der Würfel macht eine Ansage, die Spieler suchen ein Plättchen mit demselben Symbol aus den vielen, vielen Plättchen, die dort ausliegen. Das funktioniert natürlich nicht immer auf Anhieb, doch die Lernkurve steigt an. Mit der Zeit kennt man die Position gewisser Plättchen, wenn man sie sich in der Hektik merken kann.

Dodo

Der Dodo gibt auf dem Berg sein Ei frei und die Spieler würfeln abwechselnd Motive, die für den Bau von Brücken notwendig sind: Seile, Bretter, Axt, etc. Decken sie danach dasselbe Symbol auf, legen sie es auf das nächste Brückenteil. Dort gibt es eine unterschiedliche Anzahl an Positionen. Ist ein Brückenteil komplett gefüllt, baut man es an den Berg. Das alles sollte geschehen, bevor das Ei schneller ist und an einer freien Stelle in die Tiefe fällt. In so einem Fall wäre das Spiel verloren.

Die Anforderungen steigen. Während die ersten Brückenteile nur wenig Material benötigen, werden es ab Teil 4 immer mehr. Zuletzt muss man auch noch das Boot flott machen. Die Anlegestelle soll auch noch gebaut werden. Kommt das Ei wohlbehalten im Boot am Fusse des Berges an, gewinnen die Spieler.

Dodo

Einige Hagulaminapitopasi-Plättchen dienen als Joker. Deckt man einen Einwohner der Insel auf, nimmt er sofort den Platz eines Bauteiles ein.
Mit der Wegnahme der Joker-Plättchen macht man Dodo ein wenig schwieriger. Und auch die Brückenteile können mit mehr Material gebaut werden. So schraubt man am Schwierigkeitsgrad, wenn die Rettung des Dodo-Eies oft gelingt.


Monatlich den brettspielblog.ch – Newsletter erhalten
Spielend auf dem Laufenden sein. Regelmässige Informationen erhalten. Nichts verpassen. Kurz, knackig und spielend einfach…
» Anmelden


Fazit

Dodo ist ein richtiger Hingucker. Der Berg mit seinen Brücken am Fels präsentiert sich auf dem Spieltisch. Oben thront der Vogel und gibt sein Ei frei. Das Ei ist faszinierend, denn die Kugel eiert. Sie bewegt sich mal schnell, mal langsam, aber sie schleicht stetig nach unten. Das sieht richtig toll aus und setzt die Spieler trotzdem unter Druck. Bis zur ersten Brücke ist es ein knallhartes Wettrennen. Die benötigt zwar nur ein Baumaterial. Findet man das aber nicht nach den ersten Würfen, ist das Spiel schnell verloren. Danach besitzt man etwas mehr Zeit, um voranzukommen. Das Würfeln und Suchen nach passenden Bauteilen ist kein neues Spielelement. Die Verschmelzung mit dem Wettrennen um das Ei macht den Wiederspielreiz bei Dodo aus. Man möchte dem süssen Vogel einfach helfen. Von der Schwierigkeit her ist Dodo ein klares Kinderspiel, aber eines, das man auch als Erwachsener immer sehr gerne mitspielt. Der kooperative Wettlauf ist spannend und man sollte aufpassen, dass man sich mit der eigenen Hektik nicht selber ein Schnippchen schlägt.

Alles über Dodo

Dodo | Autoren: Frank Bebenroth, Marco Teubner | Illustration: Paul Mafayon, Cyril Bouquet | Verlag: Kosmos

Spielerzahl: Kinderspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: ca. 10 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Brücken für das Ei
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Kinder, Familie

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.