Dog Cards – Spielkritik

Als Brettspiel ist DOG sehr erfolgreich, es verbreitet sich als geselliges Spiel durch alle Generationen. Das Spiel im Team gehört zu manchem Spieleabend standardmässig dazu. Die Spielbrett-Varianten sind zahlreich und locken auch zum Eigenbau. Mit DOG Cards versucht nun ein kleines Kartenspiel in die Fussstapfen des grossen Spielbretts zu treten. Schafft es das?

DOG Cards 1120 Karten sind bei DOG Cards im Spiel. Mit zwei und drei Spielern verfolgt jeder eigene Ziele, beim Spiel zu viert spielt man, wie beim grossen Bruder, in Teams. Das Ziel ist ziemlich einfach: Es soll eine schöne Zahlenreihe von 1 bis 14 vor den Spielern entstehen. Zu zweit und zu dritt legt jeder zwei Reihen an. Zu viert baut man eben auch an der Reihe seines Partners mit.
Mit 7 (oder 5) Handkarten steigt man in die Partie. In der Tischmitte liegen 13 Karten offen zum Tausch aus. Die Spielmöglichkeiten sind limitiert, lassen aber doch Spielraum offen. Im Idealfall legt man ein passende Karte in die Auslage der eigenen Reihe und zieht eine Karte nach. Klappt das nicht, versucht man seine Position für die nächsten Runden zu verbessern. Man kauft beispielsweise ein Karte aus der Tischmitte. Mit einer 5 nehme ich genau die Karte, die an 5. Stelle ausliegt. So frischt man die eigene Kartenhand gezielt auf. Als weitere Möglichkeit spielt man eine Sonderkarte und nutzt deren Fähigkeiten. Dazu später mehr. Oder man tauscht eine Joker-Karte in einer beliebigen Reihe aus, indem man sie mit dem richtigen Zahlenwert ersetzt. Klappt alles nicht, legt man eine Karte ab und nimmt sich dafür blind eine neue vom Ablagestapel. Das bleibt wohl eher eine Notlösung.

DOG Cards 2

Die schon erwähnten Sonderkarten bringen die Würze in DOG Cards. Mit ihnen startet man eine Reihenfolge, plündert den Ablagestapel, kann sich aus den ersten acht Positionen eine Karte kaufen, schaut sich die nächsten sieben Karten des Nachziehstapels an oder räubert die letzte Karte seiner Mitspieler. Mit dem Joker spielt man zudem jede beliebige Zahl aus. Diese bunte Mischung bietet für jeden etwas. Von Rückholaktionen bis zum Ärgern der Spieler – Sonderkarten sind nicht zu unterschätzen. Gerade auch gegen Ende des Spiels kann man seine Gegner damit ziemlich aus der Fassung bringen.

Eine komplette Reihe darf nicht mehr angetastet werden. Störende Aktionen sollte man also früher betreiben. Wer seine Reihen zuerst vollständig hat, gewinnt das Kartenspiel.

Fazit:
DOG Cards hat nur im Ansatz etwas mit dem Brettspiel gemeinsam. Zahlenkarten werden bei beiden verwendet, der Teamgedanke und der Austausch einer Karte ist, zumindest bei vier Spielern, gleich. Das war’s. DOG Cards hat dafür eigene Qualitäten: Einfache Spielregeln, kurzweilige Unterhaltung und hilfreiche Special Effects. Jeder Spieler wählt immer eine Spiel-Möglichkeit aus, schon ist der nächste an der Reihe. Natürlich gehört ein wenig Kartenglück zum Spiel, trotzdem sollte man seine Karten mit ein wenig Weitsicht sammeln. Wer früh sein Sonderkarten-Pulver verschiesst, hat am Ende nichts mehr entgegenzusetzen. DOG Cards ist ein kleines, spannendes Kartenspiel für die ganze Familie. Alle spielen bis zum Ende immer munter mit und hoffen auf die komplette Reihe. Das Spiel zu zweit und zu dritt gefällt mindestens ebenso gut wie die Teamvariante zu viert. Bitte mehr davon!

DOG Cards | Autoren: Wolfgang Kramer, Michael Kiesling | Verlag: Schmidt Spiele
Kartenspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Kartenplanung für die Zukunft | Wiederspielreiz: gross

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