Don Carlo – Spielkritik

Don Carlo schickt seine Agenten in die Schurkenstaaten, damit die noch schurkiger werden. Seine Leute sollen natürlich unerkannt bleiben, daher verwendet er Zahlenkombinationen. Ein Kartenspiel, bei dem man in Schwadronien und Absurdistan Einfluss gewinnt.

Don Carlo

Ja, die Zeiten für die Paten dieser Welt sind auch nicht einfacher geworden. So kämpft der grosse Don Carlo um Einfluss in Protzland, Egoistrien oder Abrakadabria. Seine besten Agenten sollen es richten, doch sie sollen unerkannt bleiben. In bewährter 007-Manier vergibt er ihnen daher Zahlencodes. Wessen Einfluss ist am Ende so gross, dass er die Länderpunkte erhält? Jeder Pate erhält einen Kartenstapel mit 25 Agentenkarten mit Werten zwischen 0 und 6. Den mischt man gut durch und zieht sich 4 Handkarten. Auf 4 Karten zieht man nach jeder Runde wieder nach. Je nach Spielerzahl legt man eine Anzahl zu erobernder Länder bereit, danach starten die Agenten ihre Mission.

Gespielt wird reihum. Mit seinen Handkarten bildet man aufsteigende Zahlenkombinationen aus einer bis vier Karten. Die Summe des jeweiligen Agenten bestimmt das Land, in das er geschickt wird. In Protzland halten sich Agenten mit Summe 7 auf, beispielsweise Agent 3/4 oder Agent 1/1/5. Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, darf bei Don Carlo jeder Zahlencode nur einmal in jedem Land vertreten sein.

Don Carlo

Nach jedem Aussenden eines Agenten gibt es Einflusspunkte. Der erste Agent eines Landes erhält 1 Punkt, der vierte vier Punkte. Je später ein Agent ins Land wandert, desto mehr Punkte ist er wert. Dreierkombinationen mit aufeinanderfolgenden Zahlen bringen einen Bonuspunkt, eine Dreierkombo mit gleichen Zahlen sogar 2 Bonuspunkte.
In seltenen Fällen sind keine Kombinationen mit der Kartenhand möglich. Dann zieht man so lange Karten nach bis es eine Möglichkeit gibt. Don Carlo lässt niemanden im Stich.

Don Carlo

Gespielt wird, bis die Agenten aller Spieler ausgesandt sind. Wer zu früh grosse Kombinationen macht, wird die Partie früher beenden. Nachdem alle Agenten weg sind, verteilt man die Länderpunkte. Wer die meisten Agenten in einem Land hat, holt sich die Einflusspunkte ab. Bei einem Gleichstand erreicht der erste Agent vor Ort dieses Ziel.

Wer seine Agenten am besten eingeteilt hat, erhält den Titel Don Carlo.


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Fazit

Don Carlo spielt sich ziemlich flott. Aus seinen 4 Handkarten bildet man geeignete Kombinationen, die in Summe zu den Ländern passen. Es lohnt sich, die Kombinationen klein zu halten, damit man mehr Agenten streuen kann. Doch irgendwann gehen die freien Kombinationen aus. Man spekuliert auf Karten für einen Bonus, sollte aber nicht zu lange warten, da die Mitspieler sonst zuschlagen. Don Carlo ist ein kleines, unkompliziertes Zockerspiel, das ein wenig Kombinatorik erfordert. Man kann sich gut merken, welche Karten schon aus dem Stapel sind und was noch kommt. Oft findet sich eine Anlegemöglichkeit, nur selten muss man mehr Karten vom Familienstapel ziehen. Etwas mühsam ist das ständige Notieren der Einflusspunkte zwischendurch. Don Carlo ist ein kurzweiliges Kartenspiel um Zahlenkombinationen und spielt sich schnell herunter. In allen Ländern kann man nicht mitreden, es reicht aber, ein paar wenige fest im Griff zu haben.

Alles über Don Carlo

Don Carlo | Autoren: Bernhard Lach, Uwe Rapp, Wolfgang Kramer | Illustration: Oliver Freudenreich | Verlag: moses.

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 25 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Kombinationen in allen Ländern
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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