Doodle Rush – Spielkritik

Doodle Rush ist kein Spiel für ruhige Gemüter. Hier geht es turbulent zu und her. Wer gerne mehrere Probleme gleichzeitig löst, ist mit diesem Spiel gut bedient: Zeichnen, raten, zuhören – am besten gleichzeitig und miteinander.

Doodle Rush

Damit hätten wir die Zielgruppe einmal bestimmt. Denn Doodle Rush eignet sich nicht für jeden Spieltisch. Wer sich aber gerne amüsiert und eigene Niederlagen nicht zu ernst nimmt, der wird 6 lustige Spielminuten in der Gruppe erleben. 6 Minuten? Genau so lange gibt die Sanduhr den Takt an. Und das gleich in mehren Etappen. Erst präsentiert man seine Zeichnungskünste. Auf sechs kleinen Kartontafeln muss man sechs Begriffe zeichnen. Nicht irgendwelche, sie sind auf Spielkarten vorgegeben. Dazu bleibt genau die erste Minute Zeit.

Es folgt eine erste Rateminute. Nun gilt die ganze Aufmerksamkeit den fremden Zeichnungen. Alle Spieler raten gleichzeitig, was sie wohl auf den fremden Plättchen erkennen. Ist eine Antwort richtig, gibt der Maler seine Zeichnung dem Spieler ab, der sie erkannt hat. Schon stecken wir ziemlich in der Bredouille. Raten und gleichzeitig an unterschiedlichen Ecken des Spieltisches zuhören. Langsam beginnt Doodle Rush Fahrt aufzunehmen.
Sind noch nicht alle Plättchen erraten, folgt eine weitere Zeichnungsminute. Es darf an den eigenen Zeichnungen verbessert, geschraubt und geputzt werden. Denn das Fiese an Doodle Rush ist: Man soll nicht nur möglichst viele Plättchen erraten, die eigenen müssen auch noch weg, sonst gibt es am Ende Strafpunkte.

Doodle Rush

Es zieht sich wie ein Faden durch das Spiel: Doodle Rush ist permanent eine Mischung aus allem. Zeichnen allein macht noch keinen Sieger, wenn die Mitspieler nichts erraten. Bis zu drei Runden spielt man, macht insgesamt 6 Minuten Spielzeit. Die Rechnung am Ende ist ganz einfach: Geratene Plättchen minus übriggebliebene, eigene Plättchen. Wer die meisten Punkt hat, ist Sieger des grossen Zeichnungsdurcheinanders.

Doodle Rush

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Fazit

Doodle Rush ist nichts für gemütliche Spieler. Doodle Rush ist wie Montagsmaler im Temporausch – und das gleichzeitig an zahlreichen Bildern. Mit den Begriffen schraubt man ein wenig am Schwierigkeitsgrad. Zeichnungskünste sind von Vorteil, doch unter Zeitdruck errät man plötzlich auch unkenntliche Bilder. Was macht man nicht alles für Punkte? Zu Ernst sollte man das Spiel aber nicht nehmen. In der Hitze des Gefechtes gehen manchmal Wörter unter, achtet man nicht auf alle Baustellen. Doodle Rush ist ein witziges Partyspiel, ein turbulenter Spielspass für die ganze Familie, bei dem sicher noch kein neuer Künstler geboren wurde – aber vielleicht der eine oder andere Karikaturist? Fast so spannend wie das Spiel sind die Erklärungen der am Ende übriggebliebenen Plättchen.

Alles über Doodle Rush

Doodle Rush | Autor: Adam Porter | Illustration: Reinis Petersons | Verlag: Game Factory

Spielerzahl: Zeichnungsspiel für 3-6 Personen
Spieldauer: ab 6 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Figuren aus dem lockeren Handgelenk
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: Kein 2-Spieler-Spiel
Beste Spielerzahl: 4-6 Spieler
Richtet sich an: Familien

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