Doppelt so clever – Spielkritik

Ganz schön clever war früher, heute spielt man Doppelt so clever. Das erfolgreiche Würfelspiel hat eine neue Spielfläche und neue Kombinationen erhalten. Muss man sich nun wirklich doppelt anstrengen?

Doppelt so clever

Wer Ganz schön clever kennt, wird keine Mühe mit Doppelt so clever haben. Das Spielprinzip bleibt bestehen. Verändert haben sich lediglich die Farben der Würfel, die Kombinationsmöglichkeiten auf dem Zettel und eine zusätzliche Aktion. Der aktive Spieler würfelt bis zu drei Mal und nimmt nach jedem Wurf einen Würfel weg, um die Zahl auf seinem Zettel einzutragen. Die Mitspieler erhalten am Ende die Möglichkeit, aus den übriggebliebenen Würfeln einen für ihre eigenen Zwecke auszuwählen. So schliesst man seine Reihen möglichst aussichtsreich, um am Ende viele Punkte zu erringen.

Der Sammeltrieb verläuft auch bei Doppelt so Clever wieder ganz unterschiedlich. Im neuen silbrigen Feld sammelt man Werte aller Farben. Gefüllte Spalten bringen Boni, Reihen generieren Punkte. Im gelben Feld wird doppelt gemoppelt. Auf den ersten Blick liegen enorme Punktzahlen drin, doch alle 10 Felder müssen zwei Mal benutzt werden. Im ersten Anlauf schütten Reihen Boni aus, erst danach kommt man in die Punktezone. Blau ist wieder eng mit dem weissen Jokerwürfel verknüpft. Die Werte müssen aber gleich oder kleiner sein, um zu punkten. Im grünen Feld rechnet man Subtraktionen aus zwei Werten. Und pink ist das Feld der verlorenen Würfe. Ist die Zahl genügend gross, liegen trotzdem Boni drin.

Doppelt so clever

Man muss sich auf einzelne Wege beschränken, sollte das grosse Ganze aber nicht aus den Augen lassen. Da es ein Würfelspiel ist, spielt das Glück immer mit. Neben den bisherigen Aktionen „Nochmal würfeln“ und „Zusatzwürfel“ kann man neu auch ausgeschiedene Würfel vom Silbertablett wieder ins Spiel holen. Die Aktionen stehen nur begrenzt zur Verfügung und man holt sie als Boni zu sich.
Einen Bonus sichert man sich, wenn man ein entsprechendes Feld mit einem Zahlenwert füllt, manchmal erst mit einer ganzen Reihe an Zahlen. Es gibt viel zu holen, wenn man die richtigen Felder ausfüllt. Auch in diesem Bereich muss man sich auf das Wesentliche beschränken.

Doppelt so clever

Die Wertung fällt bei jeder Farbe unterschiedlich aus. Auch das ist nicht neu, mal sind es Mehrheitenwertungen, mal direkte Punktewertungen. Die Fuchs-Wertung bleibt erhalten. Mit einem Fuchs holt man sich die Punktzahl seiner schwächsten Farbe nochmal zusätzlich. Wer am Ende die meisten Punkte hat, ist Doppelt so clever wie alle anderen Spieler.


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Fazit

Erst muss man mal sagen, dass Doppelt so clever kaum Neues bringt. Wer Ganz schön clever kennt, muss sich nur in die neuen Kombinationsmöglichkeiten und die zusätzliche Aktion einarbeiten, dann läuft das Spiel ziemlich schnell. Vielmehr ist es also eine Erweiterung mit einem neuen Spielfeld (Zettel), der den Grundmechanismus des Spiels nicht verändert. Braucht es das? Ein klares Ja, wenn man Spiel solcher Art mag und den Vorgänger schon rauf und runter gespielt hat. Die neuen Kombinationen sind insgesamt sogar ein wenig kniffliger als die alten. Man denkt um eine Ecke mehr. Die Partien verlaufen je nach Würfelglück ganz unterschiedlich, man hat aber immer die Möglichkeit viele Punkte zu sammeln, wenn man rechtzeitig auf die richtige Spur wechselt. Ein kleines Problem bleibt: Die Spielzeit verlängert sich enorm, wenn man es in voller Besetzung spielt. Es muss eben gut überlegt sein, welche Würfel man platzieren möchte und das dauert bei einigen Spielern einfach länger. Für mich aber immer noch ein ganz tolles Spiel, die Abwechslung mit neuen Kombinationen ist gelungen. Der Reiz nach immer höheren und besseren Punktzahlen, Kettenreaktionen und den ergiebigsten Würfen ist unvermindert vorhanden.

Alles über Doppelt so clever

Doppelt so clever | Autor: Wolfgang Warsch | Illustration: Leon Schiffer| Verlag: Schmidt

Spielerzahl: Würfelspiel für 1 bis 4 Personen
Spieldauer: 30 – 45 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Farben, Werte und viele Boni
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 bis 3 Spieler
Richtet sich an: Familien, Kenner

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