Double Agent – Spielkritik

Sämtliche Geheimdienste sind bei Double Agent (Doppelagent) in Alarmbereitschaft. Als Geheimdienstchef schart man in diesem Spiel die besten Leute um sich. Aber für wen arbeiten sie wirklich? Viele Agenten führen ein Doppelleben. Kann man sie trotzdem auf seine Seite ziehen?

Double Agent ist ein Spiel für 2 Personen. Die Spielzeit ist angenehm kurz. Aber es stecken einige Möglichkeiten in der kleinen Spielschachtel. Der kleine Spielplan zeigt die sechs Agenten. Jeder Spieler legt zuerst auf seiner Seite des Spielplans geheim sechs Loyalitätsmarker zu den Agenten. Sie sind mit Punkten versehen und geben den Doppelagenten schon zu Beginn des Spiels mehr oder weniger Gewicht.

Nun kommen die Karten ins Spiel. Jeder Spieler hält immer 5 Karten in der Hand. Einfache Dokumentkarten sind mit Werten zwischen 0 und 7 versehen. Aktionskarten bieten diverse Möglichkeiten das Spiel zu manipulieren. Bei einem Spielzug legt man nun eine Karte aus. Dokumentkarten werden zu einem beliebigen Agenten gelegt. Bei Aktionskarten darf man entscheiden, ob man die Aktion ausführen möchte oder sie auch einfach als Punktekarte an einen Agenten anlegen will. Der Gegenspieler sieht auf jeden Fall nur die Rückseite der Karten. Die verrät nicht immer, welcher Wert sich darunter verbirgt. So lässt es sich auch gut bluffen und falsche Spuren legen.
Liegen bei einem Agenten insgesamt 4 Karten, so wird seine Loyalität überprüft. Dazu werden alle Karten umgedreht und die Punktzahl inklusive der zu Beginn gesetzten Loyalitätsmarker auf jeder Seite zusammengezählt. Wer mehr Punkte sammeln konnte, sticht alle Karten und behält sie bei sich. Am Spielende gewinnt, wer am meisten Punkte auf seinen Stichkarten hat.

 
Double Agent
hat aber noch einige Kniffe eingebaut. Wurde bei einem Agenten die Loyalität überprüft, so reduziert sich bei seinen Nachbarn der Prüfwert auf 3 Karten. Das kann eine Kettenreaktion auslösen, die vorher gut durchdacht sein will.
Die Aktionskarten bieten Möglichkeiten, um Schwung in die Spionage zu bringen: Loyalitätsmarker austauschen, eine Karte aus dem Stapel wählen, Dokumentkarten des Gegners ansehen etc. Jeder Spieler besitzt sogar einen Sprengkoffer, mit dem man die höchste Punktekarte bei einem Agenten vernichten kann. Nun muss man seine Karten nur noch richtig einsetzen.
Wurden alle sechs Agenten überprüft, so endet Double Agent.

Fazit:
Double Agent ist klein, handlich und schnell gespielt. Die Thematik ist graphisch toll umgesetzt. Man befindet sich sofort in der Agentenwelt. Double Agent bietet viele Möglichkeiten, um Verwirrung zu stiften. Die zufällige Reihenfolge der Karten macht das Spiel aber doch etwas glückslastig. In einigen Spielrunden konnte das gegen Spielende nicht mehr ausgeglichen werden. Dank der kurzen Spieldauer muss man aber nicht lange darüber nachdenken. Als kurzes Spiel für zwischendurch ist die Auswahl an Aktionen gross genug. Und die Agenten sind ja beeinflussbar.

Double Agent | Autoren: Bruno Faidutti und Ludovic Maublanc | Verlag: Matagot
Kartenspiel für 2 Personen| Spieldauer: 15 Minuten | Benötigt: Einen guten Draht zu den Agenten | Wiederspielreiz: ok

Besten Dank an Swissgames und Matagot für ein Rezensionsexemplar von Double Agent!

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