Dr. Shark – Spielkritik

Bei Dr. Shark taucht man ins Agentenleben ein. Die Beweise für die Verbrechen des skrupellosen Dr. Shark liegen im Haifischbecken verborgen. Aber nicht mehr lange. Denn an einer Cocktailparty tauchen die Agenten immer wieder ab, um die Schätze zu heben. Wer die wertvollsten Beweise sichern kann, wird zum besten Agenten gekürt.

Ja, die Cocktailparty bei Dr. Shark hat es echt in sich. Die Agenten streiten sich um die besten Indizien. Diese befinden sich auf dem Grunde des Pools, in dem sich leider auch Haifische tummeln. In spielerischer Wirklichkeit sind die Indizien in Form von Puzzleteilen in einem Beutel versteckt. Dabei haben die Puzzleteile verschiedene Formen und Rückseiten, damit sie im Spiel ertastet werden können. Denn so ein Job als Geheimagent – das weiss man seit Johnny English – benötigt Fingerspitzengefühl.

So entscheidet jeder Agent Runde für Runde nach welchen Kriterien er die Indizien aus dem Pool fischen will. Etwa 30 Sekunden bleiben jedem Spieler, um im Beutel nach passenden Puzzlestücken zu tasten. Die Aufgaben verändern sich immer wieder. Einmal sollen möglichst viele unterschiedliche Formen gesucht werden, ein anderes Mal sollen sie gleiche Rückseiten haben und ein drittes Mal möglichst unterschiedliche. In einer Variante darf man sich eine Handvoll Puzzleteile ziehen, sie anschliessend sortieren und darf eines in jeder Farbe behalten – wohlgemerkt: in 30 Sekunden. So wird selbst die einfachste Variante „Suche dir ein passendes Teil aus dem Beutel!“ unter Zeitdruck zu einer schwierigen Aufgabe.
Alle gefundenen Puzzleteile darf man behalten, sofern sie die aktuellen Bedingungen erfüllen. Fischt man ein falsches Teil, endet die Indiziensuche in dieser Runde vorzeitig. Und natürlich sind auch Haie im Puzzlebeutel. Denen sollte man logischerweise ausweichen. Auch hier endet die Indiziensuche, wenn man einen Hai erwischt.

Nach der Tauchaktion im Pool hat jeder Agent die Möglichkeit seine Puzzleteile zu einem ganzen Beweis zusammenzusetzen. Gelingt das, erhält man einen Punktechip. Mit niedrigen Punktechips kann man bei einem anderen Agenten gleich noch ein Puzzleteil stehlen oder eintauschen. Traue nie einem Agenten. Eine Partie Dr. Shark dauert eine gewisse Anzahl Runden, die von der Spielerzahl abhängt.

Wer die meisten Beweispunkte ertastet hat, gewinnt Dr. Shark.

Mit 4 oder 6 Spielern kann Dr. Shark auch in Agenten-Teams gespielt werden. Das bringt zusätzlich Spass in die Runde, denn nicht jeder Agent hat bei jeder Aufgabe gleich viel Fingerspitzengefühl. Es ist auf jeden Fall eine sehr schöne Variante.

Fazit:
Bei Dr. Shark muss man sich vor allem auf sein Fingerspitzengefühl verlassen können. Es ist ganz klar ein Spiel, das einen guten Tastsinn benötigt. Die gestellten Aufgaben sind witzig, machen Spass und benötigen auch etwas Glück zur Lösung. Natürlich kann man mit der Wahl der Aufgabe ein wenig strategisch eingreifen. Die Strategie ist allerdings nicht so tief wie das Haifischbecken Dr. Sharks. Als Gesamtwerk passt bei Dr. Shark aber alles zusammen. Ein Gefühl von James Bond und Austin Powers verbreitet sich sofort in jeder Spielrunde. Die Illustrationen und das Spielmaterial sind top. Alleine der Haifisch zur Zeitmessung ist sein Geld wert.
Wer also mal ein erfrischend anderes Brettspiel kennenlernen will und sich auf seinen Tastsinn verlassen kann, sollte sich Dr. Shark unbedingt ansehen.

Dr. Shark | Autoren: Antoine Bauza / Bruno Cathala | Verlag: Hurrican Games
Tastspiel für 2-6 Agenten | Spieldauer: ca. 45 Minuten | Benötigt: Fingerspitzengefühl gerührt, nicht geschüttelt | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Swissgames und Hurrican Games für ein Rezensionsexemplar von Dr. Shark!

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Pflichtfelder sind mit * markiert.