Drachenhort – Spielkritik

Sieben Abenteurer stürzen sich mutig in das Versteck des Drachen und versuchen, ihm seine Juwelen zu klauen. Schon bald sind sie auf der Flucht. Doch welcher Spieler hilft welchem Abenteurer? Drachenhort ist ein bluffendes Laufspiel, bei dem man erst ganz am Ende seine Karten aufdeckt.

Drachenhort 1Die bunte Heldentruppe, alle in einer anderen Farbe, startet gemeinsam. Dicht hinter ihnen spüren sie bereits den Atem des Drachens. Ein wenig ungewohnt: Alle Spieler dürfen mit jedem Abenteurer ziehen. Denn vor dem ersten Wurf ziehen alle geheim eine Spielkarte, auf der drei Helden abgebildet sind. Ab sofort erhalten diese drei persönliche Unterstützung. Sind sie am Ende weit vorne platziert, gewinnen sie mehr Siegpunkte. Doch Vorsicht: Die Mitspieler sollten von der geheimen Hilfe nichts erfahren. Nicht jeder will schliesslich die gleichen Helden an der Spitze sehen.

Drachenhort 2Mit einem Würfel startet die Spielrunde. Ein Held darf pro Durchgang ein Mal gezogen werden. Er verschwindet danach in der Dunkelheit eines Raumes. Nur mit einer 2 darf man auch Helden im Dunkeln bewegen. Waren alle Abenteurer an der Reihe, bewegt sich der Drachen. In der ersten Runde noch ganz sanft, danach darf er immer bis zu 5 Felder fliegen. Holt er dabei einen Helden ein, ist der aus dem Spiel. Wer zuerst fliegt, erhält am wenigsten Siegpunkte. So spielt man Runde für Runde, bis einer der Abenteurer den Ausgang erreicht. Noch einmal werden Siegpunkte verteilt, man wendet das Spielbrett und startet zum 2. Teil der Flucht auf der Rückseite.

Das Laufspiel bietet natürlich noch einige Raffinessen. Die Positionen der Abenteurer können sich ziemlich schnell ändern. Einerseits durch den Würfelwurf, andererseits durch spezielle Felder auf dem Spielplan. Die Falltür wirft einen Helden drei Schritte vor den Drachen. Aus ein paar total verdunkelten Räumen entkommt man nur mit einer 2. Und so richtig schön aufholen kann man, weil besetzte Felder einfach übersprungen werden dürfen. Nichts ist so, wie es scheint. Was zum Vorteil der eigenen Helden ist, kann zum Nachteil der fremden Helden werden. Man versucht sie, möglichst nahe an den Drachen zu bringen.
Juwelen sind in diversen Räumen verteilt. Wer einen Raum betritt, schnappt sich den Edelstein, er ist am Ende einen Punkte wert.

Drachenhort 3

Drache und Abenteurer wechseln sich regelmässig in ihren Spielzügen ab. Auf der zweiten Seite des Spielbretts starten natürlich alle Helden noch einmal zur Flucht, um sich möglichst viele Siegpunkte zu ergattern.
Am Ende zählt man die Punkte „seiner“ Abenteurer aus beiden Runden zusammen, nimmt noch die Juwelen dazu und erhält ein Schlussergebnis. Der mutigste Held mit den meisten Punkte steht nun fest.

Fazit:
Drachenhort ist ein schönes Laufspiel für die ganze Familie. Dazu kommen noch ein wenig Geheimniskrämerei und ein wenig Bluff. Am Ende ist das Erstaunen gross, wenn die unterstützten Helden offengelegt werden. Einige Abenteurer können auch einen doppelten Support erfahren, wenn sie gleich bei zwei Spielern auf der Karte auftauchen. Und nicht immer läuft alles nach Plan. Am Ende einer Runde muss man mit dem letzten übrig gebliebenen Helden ziehen – ob es nun passt oder nicht.
Drachenhort ist ein kurzweiliges Familienspiel und bleibt bis zum Ende spannend. Frust gibt es relativ selten, schliesslich hat man ja gleich drei Helden im Rennen.

Drachenhort | Autor: Reiner Knizia | Verlag: Ravensburger
Lauf- und Bluffspiel für 2-7 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Furchtlose Helden beim falschen Spiel | Wiederspielreiz: gross 

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