Dragon Market – Spielkritik

Prinzessin Xue will heiraten. Also schnell noch auf dem schwimmenden Markt die letzten Geschenke einsammeln. Bei Dragon Market sucht man sich den schnellsten Weg über die Boote, oder schiebt ihn sich passend zusammen.

Dragon Market

Bei Dragon Market fällt erst einmal das Spielmaterial auf. Die dreiteiligen Boote liegen auf dem Wasser mit einem Händler in der Mitte oder der Randposition. Alles ist perfekt verpackt in einer Spieleschachtel mit passendem Inlay. Die Spieler starten mit ihrem Boten vom Steg und suchen sich den Weg zu „ihren“ Geschenken, die zufällig auf den Booten ausliegen. Das Wasser darf dabei nicht berührt werden, schliesslich möchte man trockenen Fusses wieder an Land gelangen. Doch was soll man sich besorgen? Auf einer zufällig gezogenen Auftragskarte findet man die Wünsche der Prinzessin, die so ausgefallen, wie einfach sein können.

So schnell wie möglich versucht man nun seine Geschenke einzusammeln und sie am Steg abzuliefern. Erst würfelt man die Anzahl seiner Bewegungsmöglichkeiten aus. Die liegen in jedem Fall zwischen 6 und 8 – die Würfel meinen es gut mit den Spielern. Danach gibt es verschiedenen Möglichkeiten.
– Man verschiebt die Spielfigur um eine Position. Über Händler darf man nicht ziehen.
– Man fährt mit einem Boot so weit man will, vorwärts oder rückwärts.
– Man dreht ein Boot um 90 Grad. Drehpunkt ist der Händler.

Dragon Market

Der Markt mit seiner Bootlandschaft verändert sich nun ständig. Auch die Waren verschieben sich. Erreicht man eine benötigte Ware, nimmt man sie mit. Das kostet keinen Bewegungspunkt. Verzichtet man auf einzelne Bewegungen, nimmt man sich dafür eine Münze, die man bei einem späteren Zug als zusätzlichen Bewegungspunkt einlösen kann.
Genau 2 Auftragskarten muss jeder Spieler erfüllen. Wer als Erster zurück auf dem eigenen Anlegesteg ist, gewinnt die Partie.

Für Fortgeschrittene liefert Dragon Market neue Auftragskarten mit. Während im Grundspiel die Karten offen ausliegen, bleiben sie im Spiel für Fortgeschrittene geheim. Dafür benötigt man nur 3 Waren für Prinzessin Xue und erhält eine tolle Bonusaktion dazu, die man nach Erfüllen des Auftrages nutzen kann. Da sind tolle Sachen drin, die spielerische Vorteile liefern: Der Bote darf diagonal gezogen werden, ein Boot bewegt sich seitwärts oder ein Sprung über ein Wasserfeld ist erlaubt. Aus jeweils 2 Karten zieht man sich den nächsten Auftrag und hat so ein wenig Einfluss auf den kommenden Einkauf.

Dragon Market

Und ebenfalls zu empfehlen, ist Dragon Market in der Team-Variante. Dann sammelt man gemeinsam, die Boten lassen sich besser auf dem Spielfeld verteilen.
Je nach gespielter Variante endet eine Partie mit einer gewissen Anzahl an erfüllten Aufträgen.


Spielend auf dem Laufenden sein? Kein Problem, mit dem Newsletter von brettspielblog.ch.
Hier für den Newsletter anmelden


Fazit

Dragon Market ist für mich ein klassisches Familienspiel. Einfach in den Regeln, wenige Entscheidungen und eine Knobelaufgabe beim Suchen nach dem besten Weg zur gewünschten Ware. Dabei versalzen die Mitspieler die Suppe regelmässig, denn ihre Wege decken sich selten mit den eigenen. Und so sind die Boote auf dem Fluss immer im Fluss. Während man die Grundversion gut mit Kindern spielen kann, liefert die Variante für Fortgeschrittene minim mehr Spielraum mit der Wahl der Boni auf den Auftragskarten. Dragon Market lebt mit der Konkurrenz auf dem Markt. Zu zweit ist das Spiel daher eher lasch und lebt stark vom Glück beim Ziehen der Aufträge. Es ist nicht möglich, den Mitspieler bei der Vollendung seines Auftrages zu hindern. Mehr als Störfeuer liegen nicht drin. Zu dritt, zu viert oder in der Teamvariante ist Dragon Market ein grosses Hin und Her. Räumliche Vorstellungskraft ist natürlich von Vorteil. Man muss sich die Boote vorstellen können und den zukünftigen Weg sehen. Trotzdem lässt sich Dragon Market auch ganz unbeschwert runterspielen. Es gibt immer eine Möglichkeit, sie dauert einfach länger. Ein klassisches Familienspiel eben.

Alles über Dragon Market

Dragon Market| Autor: Marco Teubner| Illustration: Tom Larek | Verlag: Piatnik

Spielerzahl: Brettspiel für 2 bis 4 Personen
Spieldauer: 45 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Kurze Sprünge über Handelsschiffe
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: es geht
Beste Spielerzahl: 3-4 Personen
Richtet sich an: Familie

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.