Dragonwood – Spielkritik

Im Dragonwood, dem mysteriösen Wald, lauern einige Kreaturen. Nur mutige und tapfere Helden stellen sich den mitunter witzigen Figuren und setzen auch einmal unkonventionelle Waffen ein.

DragonwoodDragonwood verbreitet auf den ersten Blick eine mystische Stimmung. Der Wald ist voll von äusserst ungewöhnlichen Kreaturen: Irre Fledermäuse drehen ihre Runden, gefrässige Bären schmatzen vor sich hin oder ein Schleimhaufen blubbert unter einem Baum. Egal, wir bewegen uns als Waldpolizei mutig vorwärts und wollen im Dragonwood aufräumen. Für jede besiegte Kreatur erhalten wir Siegpunkte.
Nebst dem eigenen Mut nutzt man drei Möglichkeiten zur Beseitigung: Ein Schlag, ein Tritt oder ein Schrei! Je nach Kreatur ist der Aufwand grösser oder kleiner. Der Schleimhaufen ist Schlägen gegenüber äusserst robust, mit einem Tritt jedoch schneller bezwingbar. Die Stärke ist mit einem Zahlenwert auf jeder Karte zu sehen.

Um überhaupt in den Kampf zu treten, sammelt man Mut mittels Handkarten. Bis zu 9 Abenteurer darf man um sich scharen, in jeder Runde kommt höchstens einer dazu. Ist die Kartenhand stark genug, startet man einen Angriff. Eine Kartenreihe (3,4,5) setzt einen Schlag ein, gleiche Zahlenkarten (3,3,3) simulieren einen Tritt und Karten einer Farbe (alles orange) lösen einen Schrei aus. Je nach Anzahl eingesetzter Karten, nimmt man sich Würfel und versucht sein Glück. Ist der Zahlenwert mindestens gleich gross, wie die Stärke der Kreatur, hat man sie besiegt und nimmt die Karte zu sich.
Verliert man den Kampf, nimmt man die eingesetzten Karten wieder zu sich, muss allerdings zur Strafe eine Abenteurerkarte ablegen.

Dragonwood

Immer 5 Dragonwood-Karten liegen aus, mit denen man sich messen kann. Im Zauberwald findet man aber auch Hilfsmittel. Zaubertrank, Tarngeist oder Silberschwert sind wichtige Helfer gegen stärkere Kreaturen. Die Hilfsmittel holt man sich ebenfalls über Abenteurerkarten und Würfel.

Neben den Siegpunkten der besiegten Kreaturen holt sich der Sammler der meisten Kreaturkarten noch einen Bonus von drei Punkten. Das Spiel endet, wenn der Abenteurer-Stapel zwei Mal durchgespielt oder die beiden mächtigen Drachen im Dragonwood besiegt wurden.

Dragonwood

Fazit

Dragonwood ist ein sehr stimmiges Kartenspiel, toll illustriert. Die Kreaturen besitzen einen eigenen Charme, so richtig böse können die eigentlich gar nicht werden. „Ein Spiel voll Glück & Wagemut“ – so wird Dragonwood angepriesen. So ist es auch. Das Glück hat hier sogar einen doppelten Boden. Denn erst benötigt man die passenden Karten beim Nachziehen der Abenteurer, danach fordert man das Glück beim Würfeln erneut heraus. Natürlich lässt sich das Risiko ein wenig eindämmen, indem man mehr oder weniger Würfel wählt. Nur auf die starken Kreaturen sollte man sich nicht verlassen, an den Schlussbonus kommt man nur, wenn man auch kleinere Kreaturen aus dem Verkehr zieht. Das Timing zwischen Sammeln und Angriff ist wichtig. Die Spielregeln sind eingängig. Ereigniskarten oder Verstärkungen lockern die Spielrunden auf. Nach kurzer Zeit bewegt man sich ganz flink im Dragonwood und stellt sich den Kreaturen mutig entgegen. Ein lockerer Kartenspiel-Spass, der gleich im doppelten Sinn auf die Glückswelle setzt.

Dragonwood | Autor: Darren Kisgen | Verlag: Game Factory
Kartenspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Glück im Spiel | Wiederspielreiz: gross

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