Dream Runners – Spielkritik

Wie war noch gleich der Traum der letzten Nacht? Gab es zwischen all den schönen Momenten auch gruselige Phasen. Bei Dream Runners räumt jeder Spieler auf mit seinen Träumen und holt sich die schönen Momente zurück, wenn er schnell genug puzzelt.

Dream Runners

Es kommt doch einiges an Spielmaterial zusammen bei Dream Runners, doch das findet in einem perfekten Inlay in der Spielschachtel Platz. Auf dem Tisch präsentiert sich das Spiel erstaunlich übersichtlich. In seinem inneren Kern besitzt es ein Puzzle-Spiel, an dem alle gleichzeitig formen. Daher erhalten die Spieler zu Beginn 4 Fragmentplättchen und eine Ruheskala, um zu schönen Träumen zu kommen. Die Aufgabe erscheint im ersten Moment simpel: Mit den Fragmentplättchen puzzelt man sich möglichst eine 3×3 – Form nach Traumvorlage zusammen. Auf den Plättchen befinden sich neben leeren Feldern auch nützliche Aktionen. So kann man einen bösen Traum vertreiben oder Dinge einsammeln, wenn man sie passend platziert.

Über 8 Spielrunden arbeitet man seine letzten Träume ab. Die entstehen zufällig aus einer Auswahl an unterschiedlich komplexen Traumvorlagen. In einer neuen Spielrunde dreht man eine Traumkarte auf die sichtbare Seite, sofort puzzeln die Spieler mit ihren Fragmentplättchen nach der besten Lösung. Die Plättchen baut man so schnell wie möglich vor sich auf dem Tisch zusammen. In dieser ersten Phase zählt die Zeit. Um eine gelungene Lösung zu erhalten, deckt man Ereignisfelder der Vorlage mit seinen Plättchen an der entsprechenden Position vor sich ab. Die Auswahl fällt schwer. Da gibt es einerseits viele gute Gegenstände, die man mit einem Handsymbol gerne einsammeln möchte. Andererseits gibt es die Albträume, die Ruhepunkte oder gar Fragmentplättchen kosten, wenn man sie nicht verscheucht. Wer sein Raster fertig gepuzzelt hat, schnappt sich die Sanduhr und setzt die Mitspieler unter Druck. Ihnen bleibt nur noch wenig Zeit, um die aktuelle Aufgabe zu erfüllen.

Dream Runners

Die Auswertungsphase fällt wieder gemütlicher aus. Die Felder aller Spieler werden überprüft und ihre Träume abgearbeitet. Für unvollständige 3×3 – Raster (zu viele oder zu wenige Felder) zieht man Ruhepunkte ab. Konnten Albträume nicht verhindert werden, verliert man ebenfalls Ruhepunkte. Doch es gibt auch die guten Seiten. So sammelt man Sternensplitter, Schlüssel, Münzen, Ruhepunkte oder Schatztruhen.

Mit den besonderen Gegenständen verbessert man die eigene Situation. Mit Münzen kauft man sich neue Fragmentplättchen oder zusätzliche Ruhepunkte. 4 unterschiedliche Sternensplitter erhöhen den Punktewert auf der Sternenskala. Mit Schlüsseln öffnet man Schatztruhen und verteilt die Beute unter allen Truhen-Öffnern.

Dream Runners

Im Laufe der Spielrunden erscheinen anspruchsvollere Träume, bei denen man sich entscheiden muss, in welche Richtung man geht. Fährt man eine Vermeidungsstrategie oder sammelt man lieber? Die Ruhepunkte sollten nie auf 0 sinken, sonst wacht man schmerzvoll aus dem Traum auf und das Spiel ist vorbei.

Nach 8 Runden endet Dream Runners mit der Morgendämmerung. Wer mit der Sternenskala, der Ruheskala und seinen Fragmentplättchen die meisten Traumpunkte realisiert, hatte den schönsten und tiefsten Schlaf und geht als Sieger hervor.


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Fazit

Dream Runners ist eine faszinierende Mischung aus Puzzle- und Sammelspiel. Während des gesamten Spiels steht man immer vor kleinen Entscheidungen. Erst lockt das Tempo beim Puzzeln, dann liegt die Entscheidung zwischen verteidigen oder sammeln. Man möchte ganz viele Dinge gleichzeitig erledigen, doch die Traumvorlage oder die Fragmentplättchen lassen es nicht zu. So rüstet man vorsichtig sein Deck auf, holt sich neue Fragmentplättchen, sammelt Sternsplitter und versucht auch, die eine oder andere Schatzkiste zu erwischen. Nicht mal im Traum hat man seine Ruhe, doch die Abläufe sind einfach, die Aufgabe klar. Nach kurzen Knobelphasen handelt man das beste für die kommende Nachtruhe aus und stellt sich der nächsten Aufgabe. Da man das Geschehen immer selber in der Hand hat, ist man für seine Nachtruhe selber verantwortlich. Auch für ungeschickte Puzzler ist die Aufgabe eines 3×3 – Rasters kein Problem. Viel zentraler ist die Frage, worauf man sich spezialisiert. Bei den wechselnden Vorgaben des Spiels gibt es dabei selten ruhige Träume. Ein sehr schöne Aufgabe, aber nichts für Träumer.

Alles über Dream Runners

Dream Runners | Autor: Joan Dufour | Illustration: Jade Mosch | Verlag: Board Game Box

Spielerzahl: Brettspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Schöne und ruhige Träume
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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