Dungeons, Dice & Danger – Spielkritik

In den verwinkelten Dungeons vermutet man Gold und Edelsteine. Doch man munkelt auch von gefährlichen Monstern. So wird Dungeons, Dice & Danger zu einem Würfelspiel für mutige Ritter, die sich furchtlos durch die Labyrinthe bewegen.

Dungeons, Dice & Danger

Vom Ravensburger Vielspieler-Verlag alea erwartet man eher komplexere Spiele wie Die Burgen von Burgund oder Carpe Diem. Das Roll & Write – Spiel Dungeons, Dice & Danger bewegt sich eindeutig nicht in diesen Sphären. Hier wird gewürfelt und angekreuzt, die Labyrinthe der Dungeons verändern sich, ebenso gewisse Effekte. Wer schon andere Roll & Write – Spiele absolviert hat, findet sich mit dem Werk von Richard Garfield aber schnell zurecht. Der Autor arbeitet mit vielen bekannten Elementen und arbeitet sie thematisch in die dunklen Keller monströs ein. Auf vier Spielplänen findet man verwinkelte Wege, Edelsteine, Monster und einen Big Boss. Die mutigen Ritter stürzen sich in die Keller und versuchen, das Optimum herauszuholen. Mit etwas Würfelglück absolviert man den gewählten Parcours noch vor den Mitspielern.

Der aktive Spieler würfelt mit vier weissen und einem schwarzen Würfel. Er kombiniert die Würfel zu zwei Paaren. Die Summen trägt er auf dem Spielplan ein. Die Mitspieler müssen aus den vier weissen Würfeln ihre eigenen Summen kombinieren, die sie verwenden möchten. Der Weg im Labyrinth ist vorgegeben mit vielen Räumen, die alle mit einer Zahl versehen sind. Auf grünen Feldern steigt man ins Dungeon ein und würfelt sich von Raum zu Raum weiter. Neue Felder kreuzt man an bestehende Räume an. In einigen Räumen findet man Edelsteine oder Gold. Das notiert man mit einem Kreuz in den Feldern am unteren Rand des Spielplans.

Bei Monstern wird es schon schwieriger, denn sie benötigen mehrere Treffer mit den entsprechenden Summen. Zudem versperren sie den Weg. Bei einigen Monstern spielt man die Trefferzahlen erst in den Vorräumen frei, um die nötige Angriffsfläche zu finden. Besiegt man ein Monster vor den Mitspielern, erhält man zusätzliche Edelsteine.

Dungeons, Dice & Danger

Beim Einsatz im Dungeon kann auch etwas schiefgehen. Ist es nicht möglich, zwei Summen anzukreuzen, verliert man ein Herz in seiner Lebensleiste. Zu viel Schaden generiert am Ende Minuspunkte.
Da lohnt es sich, auf dem Weg Schatztruhen einzusammeln. Sie verleihen besondere Effekte wie zusätzliche Herzen, beliebige Kreuze oder schwarze Würfel des aktiven Spielers. Drei Mal im Spiel darf man auf jeden Fall vom schwarzen Würfel profitieren. Den Zeitpunkt wählt man selber. Mit einer Schatztruhe erhält man drei zusätzliche Möglichkeiten zugesprochen.

Auf den vier Spielplänen findet man unterschiedliche Herausforderungen, Sammeleffekte und Monster. Eine Partie endet, wenn das letzte Monster auf dem Zettel getötet wurde. Das muss nicht von einem Spieler allein geschehen. Am Ende bringen Edelsteine und Gold Punkte, allfälliger Schaden Minuspunkte. Wer die meisten Punkte ergattert, ist der Ritter der Stunde bei Dungeons, Dice & Danger.


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Fazit

Dungeons, Dice & Danger ist kein typisches alea-Spiel. Es ist ein solides, gut gemachtes Roll & Write. Man würfelt sich durch das Labyrinth, sammelt Gold und Edelsteine und besiegt Monster. Die Herausforderungen sind abwechslungsreich, für erfahrene Spieler aber nicht neu. Auch der Auswahlmechanismus mit den Würfeln ist bekannt. Dungeons, Dice & Danger ist grosszügig und lässt sogar drei Mal eine Ausnahme zu. Ein kleines Manko hat das Spiel bei der Übersichtlichkeit. Die Spielpläne sind gut gefüllt, die Räume mit Schätzen und Monstern versehen. Streicht man dort die Zahlen durch, muss man gut überprüfen, wo sich Räume für die gewürfelten Summen finden. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich ein wenig daran, aber optimal ist das nicht, da man doch die vielen Zahlenkombinationen nach jedem Wurf abchecken muss. Mit vier Labyrinthen bietet Dungeons, Dice & Danger leichte Familienunterhaltung, ungewohnt für den Verlag, aber für ein lockeres Würfelspielchen zwischendurch jederzeit geeignet.

Alles über Dungeons, Dice & Danger

Dungeons, Dice & Danger | Autor: Richard Garfield | Illustrationen: Cam Kendall | Verlag: alea

Spielerzahl: Würfelspiel für 1 – 4 Personen
Spieldauer: 30 – 45 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Mutige Rittel im Würfelglück
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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