Echoes – Das Orakel – Spielkritik

Wir werden nach Griechenland gerufen bei Echoes – Das Orakel. Dort sind die unsere speziellen Fähigkeiten gefragt. Obwohl – besitzt in Griechenland jemand ähnliche Fähigkeiten und kann sie nicht richtig deuten? Wir hören uns die Sachen einmal genauer an.

Echoes - Das Orakel

Die Echoes-Reihe verfolge ich schon seit Beginn und habe keine Geschichte ausgelassen. Der Mix aus Hörspiel und Krimi ist faszinierend – von der Story und in der professionellen Aufbereitung der einzelnen Fälle. Um das Rätsel zu lösen benötigt man die kostenlose Echoes-App von Ravensburger. Dort findet man sämtliche Audio-Dateien zu den Fällen.
In der Spielschachtel finden wir wieder 6 dickere Kapitelkarten zur Story und 18 dünnere Geschichtskarten. Sämtliche Karten zeigen irgendwelche Gegenstände. An dieser Stelle hilft unsere spezielle Fähigkeit: Wir hören Dinge aus der Vergangenheit, die an den Gegenständen „haften“. Das können Gesprächsfetzen sein oder auch nur Geräusche. Hier greift nun die App ins Geschehen ein. Möchten wir die Informationen am Gegenstand anhören, so scannen wir die Karte und erhalten sofort den entsprechenden Ausschnitt.

In einer ersten Phase versucht man sich einen Überblick zu verschaffen und hört die Kapitel- und die Geschichtskarten einmal an. Ganz ohne Vorwissen geht man allerdings nicht ans Werk. In einem Prolog wird man in die Geschichte eingeführt. Pythia Petrakis bittet uns um Hilfe. Sie hat in Athen einen Mann getroffen, der ein Amulett des Orakels von Delphi verloren hat. Obwohl sie den Mann nicht kennt, tauchen beim Betrachten des Amuletts plötzlich Erinnerungen auf, die sie nicht einordnen kann.
Mit unseren Fähigkeiten wandeln wir ja eigentlich auf denselben Spuren. Also hören wir uns das einmal an.

Echoes - Das Orakel

Schon bald lassen sich einzelne Bilder zuordnen. Stimmen, Geräusche oder passende Kombinationen – wir hören bei Echoes – Das Orakel auf jeden noch so ungewöhnlichen Hinweis und versuchen ihn zu kombinieren. Meist findet man passende Gegenstände, bleibt aber am letzten fehlenden Bild hängen.

Hat man ein Kapitel komplett, löst man über die App. Die gibt auch gleich Hinweise, ob das so korrekt ist. Im schlimmsten Fall nennt sie die Anzahl passender Bilder zum gewählten Kapitel. Sind einmal alle 6 Kapitel mit den richtigen Bildern in der korrekten Reihenfolge versehen, muss man zuletzt noch die 6 Kapitel richtig ordnen.

Echoes - Das Orakel

Am Ende erhält man mit dem Epilog noch den Schluss der Geschichte zu hören. In einer Statistik kann man die benötigte Zeit und die Anzahl der Ermittlungsfehler nachsehen. Echoes – Das Orakel ist ein Fall der Stufe 2 und sollte daher mit ein wenig Kombinatorik gut zu lösen sein.


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Fazit zu Echoes – Das Orakel

Echoes – Das Orakel ist wieder ein wunderbarer Fall mit einer gradlinigen Geschichte, auf die man allerdings erst einmal kommen muss. Nach und nach erwischt man den roten Faden der Story und kann sich plötzlich ziemlich genau vorstellen, was geschehen ist. Ganz ungefährlich scheint die Sache nicht zu sein und so erhält man erst im Epilog die letzten Erkenntnisse, die natürlich an dieser Stelle nicht verraten werden. Geräusche lassen sich weniger gut ordnen als Stimmen. Und oft sind auch die Stimmen so zusammengestellt, dass sie zwischendurch viel Spielraum lassen für Spekulationen. Es lohnt sich, sich bei Echoes – Das Orakel an sichere Details zu halten. Meist ergibt sich eventuell durch das Ausschlussverfahren später wieder eine heisse Spur. Das Audio Mystery ist hervorragend produziert, ein wahrer Hörgenuss, wie man es sich von der Echoes-Reihe gewöhnt ist. Der Fall in Griechenland lässt sich gut nachvollziehen und fordert trotzdem heraus. Die einzelnen Geschichten lassen sich in jeder Epoche geschichtlich ansiedeln. So haben wir in den letzten Fällen schon in der Vergangenheit und in der Zukunft ermittelt, diesmal im Griechenland der Gegenwart.
Der nächste Fall aus der Echoes-Reihe verschlägt uns zum Tatort. Die Ermittler aus Münster benötigen dringend Unterstützung. Darauf freue ich mich schon sehr.

Fakten zu Echoes – das Orakel

Autoren: Dave Neale, Matthew Dunstan | Illustrationen: Samuel Bourguignon, Harnickell Design | Verlag: Ravensburger

Spielerzahl: Audio-Mystery für 1 – 4 Personen
Spieldauer: 40 – 60 Minuten
Altersangabe: ab 14 Jahren
Benötigt: Kombinationsgabe fürs Ohr
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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