Echoes – Der Mikrochip – Spielkritik

In der Zukunft liegt die Welt in Trümmern. Wie kam es so weit? Die Ermittler sind gefragt in diesem Audio-Mystery-Rätsel, bei dem man aus vielen Gesprächsausschnitten auf der Suche nach der Wahrheit ist. Echoes – Der Mikrochip ist der dritte Teil der Reihe.

echoes - Der Mikrochip

Die besonderen Fähigkeiten der Ermittler sind nach wie vor stark gefragt. Aus allerlei Gegenständen lauschen wir Geräuschen und Dialogen und ordnen sie zu einer ganzen Geschichte. Diesmal sieht es in der Zukunft finster aus. Finsternis herrscht auf der Welt, die zuvor noch hochentwickelt und belebt schien. Wie kam es dazu? Lassen sich die kleinen Eindrücke zu einem grossen Ganzen bilden? 6 dickere Objekt-Tafeln und 18 dünnere Objekt-Karten suchen nach Ordnung. Mit dabei: Die Ravensburger echoes-App, die durch die Geschichte führt. Mit einem Scan der Karten hören wir uns Dialoge und Geräusche an und nähern uns Schritt für Schritt der Lösung.

Nach zwei Abenteuern in der Vergangenheit (Die Tänzerin, Der Cocktail) bewegen wir uns diesmal im Genre Science Fiction. Tatsächlich spielt die Wissenschaft, die der Menschheit viele Fortschritte ermöglichte, eine grosse Rolle. Wohl rein zufällig nimmt Echoes – Der Mikrochip auch Anleihen der aktuellen Zeit auf.
Die Aufgabenstellung unterscheidet sich nicht zu den beiden ersten Audio-Mysterys. Einer dicken Tafel müssen drei dünne Objekte zugeordnet werden. Die dünnen Karten sollen zudem in der richtigen Reihenfolge ausliegen.

echoes - Der Mikrochip

Mit einem Scan hört man sich den Gesprächsausschnitt oder die Geräusche der jeweiligen Karte an. In einer einfachen Version kann man die Karten in zwei Stapel aufteilen und jeweils mit der halben Anzahl an Karten spielen. Das vereinfacht die Zuteilung. Profis starten mit dem Gesamtpaket aller Karten.

Eine eher ruhige Ermittlungsarbeit startet. Man hört sich die Audio-Ausschnitte beliebig oft an. Diskussionsstoff liefert das Zusammenstellen der Reihenfolge. Beim Lösungsversuch macht die App Angaben, ob man alles richtig hat oder noch einige Karten verändern muss. Bevor man sich das Ende der Story anhören kann, muss man die sechs dicken Objekt-Karten noch in die korrekte Reihenfolge bringen. Nun erhält man eine Rückmeldung, wie erfolgreich man die Aufgabe absolviert hat. Die Zeit und die Anzahl der Fehlversuche sind dafür massgebend.

echoes - Der Mikrochip

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Fazit

Mit diesem dritten Teil zeigt sich noch einmal die Stärke der Echoes-Reihe. Mit unterschiedlichsten Stories macht man ausgiebige Zeitsprünge und ermittelt mal Anfang des 20. Jahrhunderts, mal in den 60er-Jahren oder eben in der Zukunft. Bei Echoes – Der Mikrochip fällt die Orientierung deutlich schwieriger als in den ersten Teilen. Die Objekte sind unbekannt, in der Story tauchen unbekannte Namen und Gegenstände auf, wir bewegen uns auf Science-Fiction-Ebene. Das durchlebte Szenario kann man sich durchaus vorstellen, wenn man es sich auch lieber ersparen würde. Das zweite Highlight: Die Sprecher der Story. Die Dialoge und Geräusche sind wieder top. Während des Spiels geht es gemütlich zu und her. Wir lauschen der Geschichte, kombinieren sie uns zurecht und freuen uns über einen geglückten Lösungsversuch. Wir spielen also eher eine Audio-Höraufgabe durch als ein Spiel in bekannten Mustern. Das macht Echoes aber auf einem Top-Level. Auch nach drei Abenteuern habe ich noch nicht genug.

Alles über Echoes – Der Mikrochip

echoes – Der Mikrochip | Autoren: Dave Neale, Matthew Dunstan | Illustrationen: Thomas Giles, Samuel Bourguignon, Harnickell design | Verlag: Ravensburger

Spielerzahl: Audio-Mystery für 1 – 6 Personen
Spieldauer: 60 Minuten
Altersangabe: ab 14 Jahren
Benötigt: Kombinationsgabe fürs Ohr
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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