Ed, the Cat – Wer fährt seine Krallen aus? – Spielkritik

„Das Leben ist kein Kratzbaum!“ Ja, oft sind es die einfachen Weisheiten, denen man blind vertrauen kann. Das Kartenspiel von Ed, the Cat – Wer fährt seine Krallen aus?  funktioniert exakt nach diesem Prinzip. Nix für Miezekätzchen, jetzt wird gekratzt und gespielt.

Das Spiel ist ziemlich schlicht gehalten. Ed ist der Star und begleitet die Spieler auf den Handkarten durch die Partie. Die Kartenwerte von 1-9 sind am Ende wichtig, um die Strafpunkte zu notieren. Mit 5 Handkarten, Ablage- und Nachziehstapel startet man sofort ins Spiel. Danach ärgert Ed die Spieler regelmässig. Der Reihe nach legt man eine Karte auf den Ablagestapel und führt die entsprechende Aktion aus. Schnell weiss man, was mit dem Krallenuntertitel auf der Spielpackung gemeint ist. Die Aktionen auf den Karten wirbeln das Spiel ganz schön durcheinander:
– Ein Mitspieler zieht eine Karte und legt sie als Strafkarte vor dir ab.
– Jeder der Mitspieler zieht ein Karte vom Nachziehstapel nach.
– Ziehe eine Karte von einem Mitspieler und nimm sie auf deine Hand.
Insgesamt sind neun Aktionen im Spiel, die nach dem ähnlichen Grundmuster verlaufen: Krallen ausfahren!

Strafkarten werden vor sich abgelegt. Ihre Werte zählen mit den übriggebliebenen Handkarten als Minuspunkte. Ed, the Cat – Wer fährt seine Krallen aus? endet, wenn ein Spieler sämtliche Handkarten losgeworden ist. Gespielt werden aber mehrere Runden. Erst wenn 99 Minuspunkte überschritten sind, gewinnt die Katze mit den schärfsten Krallen.

Fazit

Ed, The Cat – Wer fährt seine Krallen aus? ist unberechenbar, kratzbürstig und geht manchmal ins Auge. Toll! Wer ein Spiel für nette Miezekatzen erwartet, liegt total daneben. Das Spiel ist eigentlich selbst erklärend. Auf den Karten sind die Aktionen perfekt beschrieben, neben den bekannten Ed-Cartoons. Man kann sich das Kartenspiel auch als „UNO in Böse“ vorstellen. Es wogt hin und her, die Karten wechseln von Spieler zu Spieler zu Ablegekarten zu Strafstapel. Natürlich versucht man, seine höchsten Werte möglichst bald loszuwerden. Im nächsten Spielzug zieht man bereits neue hohe Karten vom Mitspieler. Wer nur mit wenigen Minuspunkten im Rennen ist, spürt schnell die Krallen der anderen Katzen am Tisch. Trotz vieler glücklicher Wendungen bleibt Ed, the Cat – Wer fährt seine Krallen aus? immer unterhaltsam. Es ist kurz, knackig und eignet sich bestens für eine aufwühlende Partie zwischendurch.

Ed, the Cat – Wer fährt seine Krallen aus? | Autor: Florian Redl | Verlag: moses.
Kartenspiel für 2-6 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Krallen und eine gesunde Härte | Wiederspielreiz: gross

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