Espresso Doppio – Spielkritik

Einmal im Leben mit Geschirr spielen. Tassen und Teller sind bei Espresso Doppio tatsächlich echt, die Löffel aus Plastik. Sollte man spielerisch nicht zum Ziel gelangen, geniesst man eben einen kleinen Espresso zusammen.

Espresso Doppio

Was früher nie erlaubt war, ist bei Espresso Doppio Pflicht. Hier verschiebt man Geschirr auf dem Tisch hin und her, lässt Tassen auf Teller klappern – alles legal. Auf einem Tischläufer sind die 5 möglichen Positionen sichtbar, damit das Servieren nicht eskaliert. Espresso Doppio ist ein Spiel für 2, das auch eine Solospielregel besitzt. Es ist eine Art Knobelspiel, denn Tassen, Teller und Löffel werden nicht wild in der Gegend verschoben. Nein, das hat System. Es gibt verschiedene Aufgaben zu erfüllen und damit das gerecht zu und her geht, spielt man in der zweiten Runde mit den Aufgabenkarten des Mitspielers. Die Auszählung am Ende erfolgt natürlich in Kaffeebohnen – bei einem Espresso in den Original-Spieltassen! Vor Spielbeginn verteilt man das gesamte Geschirr auf dem Tischläufer und schnappt sich 8 Aufgabenkarten, von denen man drei offen aufdeckt. Los geht’s!

Espresso Doppio ist eine Art Schiebepuzzle mit Geschirr. Durch das Verändern der Situation auf dem Tischläufer, möchte man die Bedingungen auf den Aufgabenkarten erfüllen. Das bringt Kaffeebohnen-Punkte – geröstet natürlich.
Die Spielzüge sind überschaubar. Bis zu drei Mal bewegt oder vertauscht man Gegenstände, eine Aktion davon ist Pflicht. Nach erledigter Arbeit wertet man die erfüllten Aufgabenkarten. Es sind selbstverständlich mehrere Wertungen möglich, wenn es die Situation auf dem Läufer am Ende erlaubt.

Espresso Doppio
Es ist angerichtet – aber noch nicht korrekt!

Unter einer Bewegung versteht man das Verschieben eines oder mehrerer Utensilien von einem Feld auf ein anderes. Es dürfen niemals 2 gleiche Gegenstände einer Sorte auf einem Feld stehen. Die Farbe des Geschirrs spielt keine Rolle. Noch unkomplizierter ist ein Tausch: Beliebig viele Gegenstände wechseln mit beliebig vielen Gegenständen eines anderen Feldes den Platz. Und noch einmal: Nie zwei gleiche Dinge auf einem Feld!

Danach kontrolliert man die Aufgabenkarten, für die man unterschiedlich Kaffeebohnen zur Belohnung erhält. Erfüllte Aufgabenkarten ersetzt man und übergibt für den nächsten Spielzug an den Mitspieler. Hat jemand seine 8 Aufgaben gelöst, ist Halbzeit. Die Spieler mischen ihre Aufgabenkarten und geben sie ihrem Gegenüber. Nun kann man mit den “fremden” Aufgaben beweisen, wie gut man sich am Geschirr anstellt.

Espresso Doppio
Aufgabenkarten

Welche Aufgaben muss man lösen? Oft sind es Positionsvorgaben: Hellbraun, weiss, dunkelbraun. Oder: Löffel, Teller, Tasse. Manchmal sind ganz bestimmte Sets gefragt. Aufgaben können mehrfach gelöst werden und bringen dann mehr Punkte ein. Darauf sollte man achten.


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Fazit

Das aussergewöhnliche an Espresso Doppio ist das Spielmaterial. Die Tassen, Teller und Löffel zu verschieben – das ist man sich bestenfalls vom Geschirrspüler gewöhnt. Hier knobelt man im direkten Duell um die besten Positionen zum Lösen seiner Aufgaben. Das geschieht immer auf Augenhöhe. Schliesslich kennt man die offenen Aufgaben des Mitspielers. So versucht man selber viele Kaffeebohnen zu sammeln, dem Mitspieler aber keine Steilvorlagen zu liefern. Besonders schön finde ich den Kniff, mit den gegnerischen Karten eine Art Rückrunde zu spielen. Dadurch kann niemand behaupten, die besseren oder schlechteren Karten zu besitzen. Spielerisch ist Espresso Doppio keine Überraschung. Solche Spiele kennt man schon. Es ist eine Art Knobelaufgabe, mit seinen drei Spielzügen die beste Lösung zu finden, um Punkte zu ergattern. Es gleicht einem Schiebepuzzle – einfach mit originellem Spielmaterial. Im direkten Duell oder solo geniessbar.

Alles über Espresso Doppio

Espresso Doppio | Autor: Walter Obert | Illustrationen: HUCH! | Verlag: HUCH!

Spielerzahl: Geschirrspiel für 1 – 2 Personen
Spieldauer: 30 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Ordnung auf dem Tischläufer
Wiederspielreiz: ok

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 1 – 2 Personen
Richtet sich an: Familie

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