Exit – Das Spiel: Die verlassene Hütte – Spielkritik

Bei der Exit – Das Spiel-Reihe weiss man gar nicht so recht, worin das Abenteuer besteht. Ist es die Geschichte selbst? Oder doch vielleicht die Tatsache, darüber zu berichten, ohne auch nur ein kleines Detail zu verraten? Wer genug Mut aufbringt, wagt sich in Die verlassene Hütte.

Die Exit-Reihe orientiert sich an den Escape-Spielen, bei denen man Abenteuer in einem Raum und einer vorgegebenen Zeit lösen muss. Meist gewinnt man durch das Wissen und den Einfallsreichtum der gesamten Gruppe, die zum Spiel antritt. Kosmos bringt solche Spiele nun in einer kleinen Schachtel auf den Tisch. Gespielt wird genau ein Mal, danach sind die Rätsel bekannt, das Material eventuell ruiniert und die Spieler hoffentlich wieder in Sicherheit.

Die Geschichte

Nach einer Autopanne in der Wildnis findet man zum Glück Unterkunft in einer verlassenen Hütte. Erst am nächsten Morgen bemerkt man: Die Hütte ist verschlossen, verriegelt und mit Eisenstäben gesichert. Wie kommt man aus dem dubiosen Gefängnis wieder raus, bevor noch Schlimmeres geschieht?

Der Spielablauf

Nachdem die kurze Anleitung allen bekannt ist, beginnt das Rätselabenteuer auch schon. Eine Decodierscheibe hilft beim Ermitteln von Zahlencodes. Nur wer zahlreiche Schlösser knackt, entflieht dem Gefängnis. Hinweise liefert ein Buch, das auf den ersten Blick ziemlich wirr und undurchsichtig erscheint: Einiges an Inhalt, wenig an Aussagekraft. Und dann gibt es noch zahlreiche Karten. Rätsel-Karten nimmt man sich, wenn man auf entsprechende Hinweise stösst. Mit Hilfe der Lösungs-Karten überprüft man das Rätselgeschick – oder erhält anstachelnde Sprüche, wenn man sich in die falsche Richtung verlaufen hat. Die Hilfe-Karten geben Tipps in Notsituationen. Sie sind schön abgestuft. Sollte ein erster und ein zweiter Tipp nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann man ein Rätsel auch komplett auflösen, um in der Geschichte voranzukommen.

Am Ende entscheiden die Zeit und die Anzahl der benötigten Hilfe-Karten über die Teamleistung. Als kleiner Tipp: Mit der Kosmos-App erhält man eine Stoppuhr, passende Hintergrundgeräusche und die Auswertung gleich mit serviert.

Fazit

Keine Frage: Wenn man sich umhört, ist die Exit-Reihe ein totaler Erfolg. Einzelne Abenteuer waren zwischenzeitlich nicht verfügbar und im Frühjahr sind bereits neue Abenteuer angekündigt. Weshalb ist das so, bei einem Spiel, das man nur ein Mal erleben kann? Das Geheimnis ist schnell gelüftet. Das Rätsel-Abenteuer fasziniert und zieht die Spieler sofort in ihren Bann. Die Spielzeit (wir haben die Stunde ganz knapp unterboten) vergeht wie im Flug. Man hangelt sich von Rätsel zu Rätsel, puzzelt sich seine Gedanken zusammen, verfolgt die eine oder andere Spur – und keiner traut sich vom Tisch weg. Der Schwierigkeitsgrad der zu lösenden Codes ist unterschiedlich, trotzdem wird keine Lösung auf dem Silbertablett serviert. Dazu kommen noch überraschende Momente. Das Autorenduo hat tatsächlich alles ins Spiel verarbeitet, was es zur Verfügung hatte. Die verlassene Hütte ist auf jeden Fall grossartige Unterhaltung, und leider auch einmalig. Es bleibt die grosse Lust auf weitere Abenteuer, der nächste Spieltermin ist gesetzt.

Exit – Das Spiel: Die verlassene Hütte | Autoren: Inka und Markus Brand | Verlag: Kosmos
Escape-Spiel für 1-6 Personen | Spieldauer: 45-90 Minuten | Ab 12 Jahren | Benötigt: Verstand, Intuition und starke Nerven | Wiederspielreiz: sehr gross, wenn auch leider nicht mehr im gleichen Abenteuer

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