Fairy Trails – Spielkritik

Zwerge und Elfen möchten ihre Ruhe im Zauberwald. Daher bauen beide an ihrem eigenen Wegenetz zu ihren Behausungen. Es beginnt ein Duell in einem klassischen, aber verschlungenen Legespiel – Fairy Trails.

Fairy Trails

Das kleine Legespiel für 2 ist in wenigen Minuten erklärt. Quadratische Legekarten mit verschlungenen Wegen in den Farben gelb und lila und je 19 Spielsteine in denselben Farben bilden das gesamte Spielsortiment. Eine Startkarte liefert die Vorlage auf dem Tisch, die Spieler halten immer 2 Karten in der Hand und ergänzen, wenn sie eine in ihrem Spielzug angelegt haben. Viele Elemente aus Fairy Trails sind bekannt. Abwechselnd legt man seine Karten an, Seite an Seite. Der Zauberwald wächst auf dem Spieltisch zu einem grossen Ganzen.

Neben den Wegen findet man auf den Karten vor allem Behausungen der lila Elfen und der gelben Zwerge. Die beiden Parteien möchten gerne in Ruhe leben und sondern sich daher von der Aussenwelt ab. Das Ziel: Die Hütten sollen in ein abgeschlossenes Wegenetz der eigenen Farbe eingebaut werden. Schliesst man im eigenen Zuge einen Weg ab, legt man einen Spielstein auf die eingeschlossenen Hütten. Wer zuerst sämtliche Spielsteine ablegen kann, gewinnt das direkte Duell im Zauberwald.

Fairy Trails

Die Legekarten bieten allerlei Kniffe: Abzweigungen, Brücken, Endungen. In der Seitenmitte treffen sich die Wege der beiden Spielfarben immer. Daher passt alles in den Zauberwald – mal besser, mal schlechter. Abgeschlossene Verbindungen, die aus Missgeschicken entstehen, wenn der Gegner einen Weg abschliesst oder man einen Abschluss übersehen hat, darf man erst im nächsten Spielzug nachtragen. Der Zauber im Wald gehört bei Fairy Trails dazu.

Fairy Trails

Das Solospiel gleicht einem Puzzlespiel, bei dem man sämtliche 38 Steine besitzt. Die Karten zieht man einzeln und muss sie sofort anlegen. Spätestens nach drei Karten muss man einen Spielstein legen können, sonst verliert man die Partie. Liegen alle Steine einer Farbe im Wald, gewinnt man den Solomodus.


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Fazit

Das Spielprinzip ist simpel, bestehend aus bekannten Spielmechanismen. Speziell sind die Wege auf den Legekarten. Der Zauberwald bietet ein kleines Verwirrspiel, bei dem man die Augen offen halten muss, um den Überblick nicht zu verlieren. Doch die verschlungenen Elfen- und Zwergenwege sind die besondere Herausforderung in diesem Spiel. Sich eigene Behausungen in möglichst grossen Netzen zurecht legen und dem Gegenspieler zahlreiche Kreuzungen andrehen, um ihn bei Laune zu halten. Fördern und verhindern – dieser Plan geht bei Fairy Trails natürlich selten auf. Die gesuchten Teile fehlen oft und so muss man sich auf die Stellen im Zauberwald konzentrieren, für die die Wege passen. Meist lösen sich die Knoten früher oder später und man freut sich, wenn man gleich mehrere Spielsteine miteinander los wird. Ein einfaches Legespiel für 2, bei dem man sich nichts schenkt, hin und wieder vom Kartenglück getrieben. Spielt sich locker durch. Die Solovariante hat weniger Pfiff. Zieht man einzeln die Karten und puzzelt sich einen Wald, fehlen die spielerischen Möglichkeiten und der Glücksfaktor steigt.

Alles über Fairy Trails

Fairy Trails | Autor: Uwe Rosenberg | Illustration: Nicolas Demers | Verlag: HUCH!

Spielerzahl: Legespiel für 1 – 2 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Abgeschlossene Wege im Wald
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 Personen
Richtet sich an: Familie

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