Farmerama – Spielkritik

Farmerama gibt es nun als Brettspiel zum gleichnamigen Browsergame. Inhaltlich geht es um dasselbe: Der eigene Hof wird bewirtschaftet, die eigene Farm soll florieren. Dabei dreht sich bei Farmerama alles im Kreis. Das Aktionsrad bestimmt die Möglichkeiten – sowohl für alle Spieler, als auch auf dem eigenen Hof.

Graphisch ist Farmerama ganz klar dem Browserspiel nachempfunden. Der Wiedererkennungswert ist gross, für alle diejenigen, die das Spiel am Computer schon gespielt haben. Doch dieses Farmerama wird ganz auf dem Brett gespielt. Ein Aktionsrad in der Tischmitte zeigt für die Spieler die jeweilige Anzahl der Aktionen pro Spielrunde an. Nach jeder Runde verändert sich der Wert.
Gearbeitet wird aber auf der eigenen Farm. Auch sie ist mit einem Spielerrad ausgestattet, das sich rund um die Felder drehen lässt. Auf den Feldern lassen sich verschiedene Pflanzen anbauen: Mais, Karotten, Hafer und Heu. Sie werden benötigt, um die Tiere auf die Weide zu bringen. Denn nur zufriedene Tiere bringen in Farmerama Punkte, wenn sie weiter verarbeitet werden können. So einfach ist das Landleben!

Aus 5 Aktionskarten wählt man Runde für Runde zwei aus, die man nutzen will: Aussäen, ernten, Wasser holen, Tiere füttern oder neue Samen für die Futterpflanzen besorgen. Verdeckt wählt man seine Aktionen und schreitet schnell zum einzigen Vergleich, den man mit seinen Mitspieler während der Arbeit hat. Haben sich mehrere Spieler für dieselbe Karte entschieden, so wird ein Ziergarten vergeben. So ein Ziergarten ist praktisch und bringt zusätzliche Vorteile, z. B. zusätzliche Futterpflanzen.
Danach führt jeder Spieler seine zwei Aktionen aus. Das kann man ruhig alleine machen, denn nun spielt sich alles wieder auf der eigenen Farm ab. Wie häufig man eine säen oder ernten darf, bestimmt das Aktionsrad. Hat man die Aktion als einziger Spieler gewählt, so darf man sie häufiger durchführen.
Das Spielerrad auf dem Hof dreht sich nur mit Wasser. Und drehen soll es sich häufig, denn die Position bestimmt, auf welchem Feld gesät, geerntet oder Tiere auf die Weide geschickt werden. Drehen darf man das Rad allerdings nur über Felder, die leer geräumt sind. Eine gute Planung ist also wichtig.

 

Landet der Schnuller auf dem Spielerrad bei einem Tier auf der Weide, so kommt es automatisch zurück in den Stall und bringt viele Sternchen (Punkte) ein. Das ist auch das grosse Spielziel: Mit den Tieren wird gepunktet und gelandwirtschaftet. Das Spiel endet, wenn die Zierbauten ausgehen. Neben den Tiersternchen gibt es auch noch welche für übrige Futterplättchen, Tiere auf der Weide und Sonderpunkte aus den Zierbauten. Der Gewinner steht nach Sternchen fest.

Geübte Bauern spielen nach den Profiregeln. Zusätzliche Zierbauten bringen neuen Schwung und mit Wasserplättchen kann man die Anzahl der auszuführenden Aktionen erhöhen. Das lohnt sich, der Spielraum wird mit diesen Regeln grösser.

Fazit:
Farmerama ist ein eingängiges Brettspiel. Da sich der Rundenablauf stetig wiederholt, ist man schnell ins Bauernleben integriert. Für Vielspieler bietet es wohl zu wenig und nichts Unerwartetes. Bis auf den Kartenvergleich für die Zierbauten spielt man Farmerama sowieso vor sich hin. Kenner des Computerspiels freuen sich trotzdem über die Umsetzung aufs Brett. Vieles ist bekannt. Farmerama endet meist sehr knapp. So ist Farmerama ein solides Brettspiel, das im wahrsten Sinne des Wortes rund läuft.

Farmerama | Autor: Uwe Rosenberg | Verlag: Ravensburger
Brettspiel für 1-4 Personen | Spieldauer: ca. 60 Minuten | Benötigt: Ein rundum geplantes Landleben | Wiederspielreiz: ok

Besten Dank an Carlit + Ravensburger AG Schweiz für ein Rezensionsexemplar von Farmerama!

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Habe es auch eine ganze Zeit gespielt, aber auf Dauer fand ich einfach nichts interessantes mehr daran. Mittlerweile gibt es dort ja immer wieder Aktionen, die das alles interessanter gestalten, dennoch hat es mich bisher noch nicht wirklich wieder überzeugt.

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