Faulpelz – Spielkritik

Nicht nur wir Menschen mögen es gerne gemütlich, auch die Tiere. So trifft man denn bei Faulpelz nur auf Tiere, die gerade vor sich hin dösen. Damit sich der Schlafzimmerblick nicht direkt auf die Spieler überträgt, beginne ich sofort mit der Rezension.

Faulpelz 1Faultier, Panda, Löwe etc. strahlen nicht die ganz grosse Aktivität aus. Sie liegen vielmehr so rum. Müssen sie vorerst auch. 105 (!) Tierplättchen liegen in einem Raster auf dem Spieltisch bereit. In schnellen Spielrunden dauert das Mischen und Legen der Plättchen tatsächlich schon fast länger als das eigentliche Spiel. Doch man nimmt es gemütlich – Faulpelz heisst schliesslich das Spiel. Jeder Spieler erhält 6 Handkarten, auf denen jedes faule Tier einmal abgebildet ist. Tier-Sets muss man bilden. Genügend Plättchen einer Tierart sammeln, damit sie am Ende auch Punkte einbringen. Die Tiere werten sich unterschiedlich. Während es vom Walross nur 2 Tiere braucht, benötigt ein Faultier-Set gleich 7 Tiersymbole. Zudem ist nicht jedes Plättchen gleich viel wert. Da gibt es Faultiere mit einem Symbol und solche mit 3 Symbolen.

Ist ein Spieler an der Reihe, so spielt er eine seiner Handkarten und nimmt sich ein Tierplättchen aus dem Raster. Es muss mit mindestens einer Kante frei am Rand liegen. Zusätzlich darf er sich ein zweites Plättchen nehmen, das waagrecht oder senkrecht daneben liegt. Hier spielt die Sorte keine Rolle. Ein paar Joker liegen ebenfalls im Raster bereit. Sie kann man beliebig einsetzen, darf sie aber nicht im selben Set mischen.

Faulpelz 2

Die Spieler versuchen also möglichst viele, punktereiche Sets zu sammeln. Wenn man dabei den Mitspielern nicht gleich eine gute Vorlage liegen lässt, hat man gute Chancen, um auf viele Punkte zu kommen. Je mehr Spieler, desto knapper wird die Auswahl. So schafft man es nicht sicher zu einem kompletten Set. Und nur die bringen am Ende Punkte. Zwei Mal spielt man die Handkarten durch, dann wird der Sieger ausgezählt.

Fazit:
Faulpelz ist ein wirklich schönes Familienspiel. Die Faulheit der Tiere dringt über die Augen zum Betrachter. Herrlich! Der einfache Mechanismus ermöglicht einen schnellen Spieleinstieg. Nur das Legen der vielen Plättchen zu Beginn ist für die kurze Spieldauer doch etwas mühsam. Der Zufall spielt ab und zu mit. Wie liegen die Plättchen? Welche Karten haben die Spieler? Wer aber aufmerksam spielt, kann doch ein klein wenig mitbestimmen. So findet man heraus, welche Karten die Mitspieler noch in den Händen halten. Oder man versucht keine schönen Vorgaben im Raster liegen zu lassen. Faulpelz ist ein unkompliziertes Spiel für die ganze Familie. Tier-Sets sammeln und punkten.

Faulpelz | Autor: Rüdiger Dorn | Verlag: Kosmos
Sammelspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Aufgeweckte Mitspieler und faule Tiere | Wiederspielreiz: ok

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