Fruddel Muddel – Spielkritik

Eben erst hat uns Daan Kreek mit Flotter Otter zur Verzweiflung getrieben, nun doppelt er mit Fruddel Muddel nach. Dabei haut er in dieselbe Kerbe: Ein schnelle Reaktionsspiel, bei dem man den Blick mal so und mal anders schweifen lassen muss.

Fruddel Muddel

Die kleinen Stofffrüchte in der Spielschachtel fallen auf. Um Erdbeeren, Bananen, Birnen und Trauben geht es gleich beim Geschwindigkeitswettkampf von Fruddel Muddel. Die Früchtchen werden gut erreichbar in der Tischmitte platziert. Zuschnappen lautet die Devise, aber nur bei der richtigen Frucht. Die ändert sich von Runde zu Runde und wird über die Karten aller Spieler definiert. Also noch schnell die Karten gleichmässig an die Spieler verteilen. Jeder platziert seinen Kartenstapel verdeckt vor sich. Auf Kommando wenden alle die oberste Karte, gut sichtbar für jedermann.

Widmen wir uns zuerst den Karten. Sie zeigen allesamt eine Frucht, eine dicke Konturlinie und eine Hintergrundfarbe. Nun muss man die Karten nur noch richtig deuten. Die Hintergrundfarbe steht für eine Frucht. Ist sie blau, meint man die blaue Traube. Die Konturlinien deuten ebenfalls eine Frucht an. Ist die Konturlinie grün, ist die Birne gemeint. Die abgebildete Frucht steht selbstverständlich für sich selbst, leider trägt sie nicht immer die richtige Farbe.

Fruddel Muddel
Was kommt am häufigsten vor? Die Birne!

Mit dem Offenlegen der Karten beginnt ein munteres Zählen: Welche Frucht kommt auf allen Karten am häufigsten vor? Man deutet die Farben und Formen, zählt zusammen und schnappt sich möglichst schnell die am meisten vorkommende Frucht. Kleine Regeln mahnen zur Vorsicht: Nur mit einer Hand schnappen, nur eine Frucht wählen und kein Rückgaberecht. Wer sich entschieden hat, wird die Frucht in der aktuellen Runde nicht mehr los.
Wer keine Frucht schnappen will, vielleicht weil er zu spät ist, legt seine Hand auf den Kartenstapel.

Fruddel Muddel

Bei einem Gleichstand der ausliegenden Karten können mehrere Früchte korrekt sein. Wer eine richtige Frucht geschnappt hat, legt seine Karte unter den Stapel. Wer keine Frucht geschnappt hat, gibt seine Karte ab. Wer sich für eine falsche Frucht entschieden hat, muss die aktuelle und die nächste Karte abgeben.
Die Früchte legt man wieder in die Mitte. Decken alle eine neue Karte auf, geht es in die nächste Runde.

Sobald ein Spieler keine Karten mehr besitzt, endet das Spiel. Wer nun die meisten Karten in seinem Stapel hat, gewinnt Fruddel Muddel.


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Fazit

Fruddel Muddel ist manchmal ein echtes Kuddel Muddel. Die Aufgabe ist eigentlich ganz einfach und trotzdem vergreift man sich immer wieder bei der Früchtewahl. Dazu führt zum Einen die Hektik beim Zählen und der Suche, zum Anderen sorgen die Karten für einen Knoten im Hirn. Während man Hintergrund und Kontur ziemlich gradlinig verfolgen und zählen kann, ist die eigentliche Frucht meist in einer falschen Farbe ausgemalt. Unser Hirn verarbeitet solche unkonventionellen Zählgedanken höchst ungern oder in der Hektik eben falsch. Das führt zu lustigen Momenten am Spieltisch, wenn sich jemand die Banane schnappt und im selben Moment merkt, dass die Traube die bessere Wahl wäre – zu spät! Fruddel Muddel ist ein Reaktionsspiel, bei dem man erst die richtigen Schlüsse ziehen muss. Das Spiel mit den flauschigen Früchten verläuft trotz Zeitdruck ziemlich strukturiert, dank der klaren Regeln. Ein witziger Zeitvertreib für zwischendurch.

Alles über Fruddel Muddel

Fruddel Muddel| Autor: Daan Kreek | Illustration: Oliver Freudenreich | Verlag: Zoch

Spielerzahl: Reaktionsspiel für 2 bis 5 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Schnelle Vitamine
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 bis 5 Spieler
Richtet sich an: Familien

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