Furcht – Spielkritik

Einen schnellen Spieleinstieg garantiert das Kartenspiel Furcht. Daher muss man sich zumindest zu Beginn überhaupt nicht fürchten. Kartenstapel bereit legen und los geht’s!

FurchtDie Karten führen die Spieler langsam in die Geisterwelt ein. Obwohl sich die Furcht kaum auf das Thema beziehen kann, das ist eher zweitrangig. Grundsätzlich handelt es sich um ein Zahlenspiel, daher befinden sich auch sehr viele Zahlenkarten im Stapel, die dann ein Spiel nach bekanntem Muster ermöglichen. Der Reihe nach müssen die Spieler eine ihrer Handkarten ablegen oder sie ziehen eine Karte nach, bis zu einem Limit von 3 Handkarten. Mehr möchte ich zum Spielablauf nicht verraten, denn Furcht lebt von überraschenden Momenten und wechselnden Sonderregeln. Oder anders ausgedrückt: Furcht will entdeckt werden.

Das Kartenspiel startet mit zwei Grundregeln, die später noch bis auf 12 erweitert werden. Das ermöglicht tatsächlich einen schnellen Spieleinstieg, überhaupt nicht komplex. Man spielt Furcht nach aktuellen Regeln so lange, bis neue Hinweiskarten auftauchen. Die neuen Hinweise können die Grundregeln erweitern oder Sonderregeln tauchen auf. Sonderregeln sind nur temporär gültig. Taucht eine neue Sonderkarte auf, ersetzt sie die bisherige und ein neues Ziel steht im Zentrum.

Furcht

Gespielt wird in mehreren kleinen Runden, bis ein Spieler die aktuell gültigen Vorgaben nicht mehr erfüllt und ausscheidet. Gleichzeitig verschwinden dann auch einzelne Karten aus dem Spiel. Diese Ausdünnung ist nötig, sonst wären bald die gesamten 90 Spielkarten in der Partie aktiv. Furcht kann jederzeit unterbrochen werden. Bei einem Wiedereinstieg spielt man mit den bisher bekannten Regeln und dem aktuellen Kartenstapel weiter.

Ist der ganze Stapel durchgespielt, besitzt man ein Kartenspiel, das man mit den Sonderregeln immer wieder neu auflegen kann. Es entfallen zwar die überraschenden Elemente, weil man schon alles kennt. Das Spiel funktioniert trotzdem.

Fazit

Furcht spielt sich ganz klar in zwei Phasen. Kennt man es nicht, lebt es von der Überraschung. Was kommt noch? Wie entwickelt es sich weiter? Obwohl man jederzeit abbrechen könnte, in unseren Testrunden war die Neugierde zu gross. Der Stapel wurde durchgespielt – mit Spass und (Schaden-)Freude. Das System überzeugt. Schneller Einstieg, einfach gehaltene Regeln, die stetig erweitert werden. Dazu kommen noch Sonderregeln, die auch mal auf total gegenteilige Ziele setzen. So bleibt das Spiel spannend, Karten kommen und gehen. Hat mal alle Karten durchgespielt, gibt es zwei Möglichkeiten. Durch die Kartenummerierung kann man komplett von vorne beginnen und eine neue Spielgruppe damit überraschen. Oder man spielt Furcht mit den bekannten Regeln immer wieder neu. Dann fehlt es zwar am ursprünglichen Spannungselement, trotzdem bleibt ein gutes Zahlenspiel für die ganze Familie, ein Spiel um Punkte und mögliches Ausscheiden.

Furcht | Autor: Friedemann Friese | Verlag: 2F
Kartenspiel für 2-5 Personen | Spieldauer: ca. 15 Minuten für eine einzelne Partie | Ab 8 Jahren | Benötigt: Gute Karten zu veränderten Bedingungen | Wiederspielreiz: gross 

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