Game of Trains – Spielkritik

Bei Game of Trains lässt sich thematisch nicht viel verbergen – es geht um Züge. Doch die schönen Lokomotiven sind nur Dekoration. Die Waggons müssen nämlich sortiert werden. Sind sie zwar schon, aber irgend ein Lehrling scheint den Plan verkehrt herum gelesen zu haben. Das lässt sich doch leicht korrigieren.

game-of-trains-1Jeder Spieler startet mit einer schönen Lok und 7 Waggons, die in absteigender Reihenfolge angehängt sind. Jeder Waggon besitzt nämlich eine Zahl von 1 bis 84. Da wohl jemand äusserst schlampig gearbeitet hat, muss nun umsortiert werden. Die Waggons sollen nämlich in aufsteigender Reihenfolge angehängt sein.
Bevor das Spiel startet, darf jeder Spieler bereits eine Karte ausbessern. Ein Waggon darf durch eine Karte vom Nachziehstapel ersetzt werden. Aussortierte Karten müssen immer neben den Nachziehstapel gelegt werden. Noch sind sie nicht ganz aus dem Spiel, denn es zählen ab sofort nur noch ihre Kartenfunktionen.

Der Spielzug eines Spielers läuft flüssig und schnell ab. Man muss sich nur entscheiden, ob man eine Karte vom Stapel nachzieht oder die Funktion einer ausliegenden Karte nutzen will.
Mit der Karte vom Nachziehstapel muss man einen Waggon in seinem eigenen Zug ersetzen. Das Ziel dabei nie aus den Augen verlieren: Aufsteigende Reihenfolge.
Die Funktionen verleihen dem zusätzliche Möglichkeiten. Jede Karte besitzt eine Funktion: Benachbarte Waggons tauschen, einen Waggon um 2 Positionen nach links oder rechts verschieben. Besonders fiese Funktionen müssen alle Spieler befolgen: Den ersten, mittleren oder letzten Waggon der eigenen Zugreihe entfernen und mit einer zufälligen Karte vom Nachziehstapel ersetzen. Diese „wackligen“ Waggons lassen sich aber mit einer Schutzkarte schützen. Doch Vorsicht: Verschiebt man den eigenen Schutz, fliegt er wieder aus dem Spiel.

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Liegt eine Funktionskarte doppelt in der Auslage, muss sie entfernt werden. In seltenen Momenten können Funktionen gleich mehrfach ausliegen, dann verschwinden immer zwei davon. Damit lässt sich natürlich taktisch spielen. Die Mitspieler sollten möglichst keine grosse Funktionsauswahl haben. Denn die damit verbundenen Möglichkeiten bringen die Waggons schnell in Position.

Wer zuerst seine Waggons in aufsteigender Reihenfolge rangiert hat, gewinnt Game of Trains sofort.

Fazit:
Die Regeln sind klar und einfach. Die erste Partie Game of Trains startet sofort und man denkt sich: War’s das? Doch schnell merkt man, dass nicht die Möglichkeit eine Karte nachzuziehen massgebend ist für den Erfolg. Entscheidend ist, was man ablegt und den Mitspielern als Funktion zur Verfügung stellt. Hier kann man gute Vorlagen legen oder eben strategisch darauf achten, was andere Spieler sicher nicht brauchen können. Dazu benötigt das Spiel immer auch einen Blick auf die Züge der Mitspieler. Dass doppelte Funktionskarten verschwinden, ist ebenfalls ein taktischer Kniff. Man legt viel lieber eine Funktionskarte rein, bei der man weiss, dass sie sofort aus dem Spiel kommt und keinen Schaden mehr anrichtet. Game of Trains ist ein schnelles Kartenspiel für die ganze Familie mit einfachen, taktischen Kniffen und meist sehr knappem Ausgang.

Game of Trains | Autor: Autorengruppe Trehgrannik | Verlag: Abacusspiele
Kartenspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 20 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Eine funktionale Reihenfolge | Wiederspielreiz: gross

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