GAP – Spielkritik

GAP ist ein minimalistisches Kartenspiel. Einfache Regeln und Karten mit Zahlenwerten, die durch ihren Glanz auffallen, sorgen für kurzweilige Unterhaltung in einem flotten Kartensammelspiel. Der Verlag Funbot steht für kurzen, schnellen Spielspass.

GAP

Dem Verlag gelingt es richtig gut, sich mit kleinen Spielen zu etablieren. Magic Rabbit oder Drebo haben bereits Spuren hinterlassen. GAP steht da nicht hinten an. Das Kartenspiel schafft mit einfachen Mitteln eine Sammel-Atmosphäre, bei der man bis zur letzten Karte zittert. Insgesamt 50 Karten in 5 Farben und den Werten von 0 bis 9 sind im Spiel. Je nach Spielerzahl sind allerdings nicht alle Farben in der Partie. Mit einer Kartenhand von 5 oder 6 Karten spielt man eine komplette Runde durch, nachgezogen wird nie. Auf dem Spieltisch liegen 4 Karten aus, dort wird nach jedem Spielzug aufgefüllt.

Bei GAP sammelt man Karten nach ihren Werten, sortiert sie danach aber nach ihren Farben. Für die Endwertung sind die gesammelten Farben massgebend. Gespielt wird reihum, die aktive Person legt in ihrem Spielzug eine ihrer Handkarten aus, um mit ihr Karten aus der Tischmitte einzusammeln. Gibt es gleiche Zahlenwerte, muss man diese einsammeln. Liegen mehrere gleiche Werte aus, umso besser.

Gibt es keine gleichen Werte in der Auslage, bedient man sich an den Nachbarzahlen. Mit einer ausgespielten 2 holt man sich also eine 1 und eine 3 zu sich. Gibt es nur eine Nachbarzahl, holt man sich wenigstens diese.

GAP

Im schlechtesten Fall liegen keine Karten aus, die man einsammeln kann. Dann legt man die ausgespielte Karte zu den anderen in die Auslage und es gibt für einmal eine grössere Auswahl.
Die Auslage wird sonst in jedem Fall immer auf 4 Karten aufgefüllt. Gespielt wird so lange, bis alle ihre Handkarten losgeworden sind.

Speziell an GAP ist die Wertung. Am Ende vergleicht man die Farben. Die Farbe mit den meisten Karten bringt Pluspunkte für jede Karte. Der Wert ist nun egal. Die Farbe mit den wenigsten Karten bringt Minuspunkte. Das kann ganz ungeahnte Ausmasse annehmen, denn mehrere Farben mit der gleichen Anzahl werden addiert. Zwei Farben mit nur zwei Karten bringen 4 Minuspunkte, wenn man sonst nur grössere Gruppen besitzt. Eine Partie kann so ganz unterschiedlich enden. Von vielen Pluspunkten bis zu Minuspunkten ist alles möglich.
Bei GAP vereinbart man eine Zielzahl. Erreicht man sie mit den Punkten, endet das Spiel. So spielt man mehrere Partien mit neuen Handkarten. Das geht bei diesem Kartenspiel sehr flott.

GAP

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Fazit zu GAP

Das kleine Kartenspiel ist ein total abstraktes Spiel: Karten, Zahlen, Farben, einzig der Glanz sorgt für Aufmerksamkeit. Auch die Spielregeln sind einfach gehalten, der Ablauf ist klar. Mit seinen Handkarten versucht man eine möglichst grosse Lücke in seine Kartensammlung zu bringen. Wobei… eine Sammlung mit einem totalen Gleichstand punktet ebenso gut. Doch das Sammeln bei GAP ist eben so eine Sache. Man bedient sich an der Auslage, weiss aber nie, was später noch ausliegt. Und gerade mit den letzten Karten muss man nehmen, was übrig ist. Das Ausweichen ist mit den ersten Karten eine gute Strategie. Kann man eine Karte abwerfen, wenn man die Farbe nicht will? Die Situation in der Auslage kann sich eine Runde später markant verbessern oder verschlechtern. Man lernt schnell dazu bei GAP. Wer aufmerksam verfolgt, welche Karten aus dem Spiel sind, zieht seine Schlüsse für den weiteren Verlauf. GAP ist ein kurzer und knackiger Kartensammelspass und gefällt mir richtig gut.

Fakten zu GAP

Autoren: Frank Noack, Rico Besteher | Illustrationen: Ronny Libor | Verlag: Funbot

Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Spieldauer: 10 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Farben in grosser und kleiner Anzahl
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 2 – 6 Personen
Richtet sich an: Familie

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