Gauner – Spielkritik

Gauner heisst das Kartenspiel von Florian Racky, bei dem es um Verbrecher geht. Oft lassen jedoch nur kleine Details auf den Bildern auf richtige Gauner schliessen. Einige hinterlassen einen geradezu harmlosen Eindruck, wohl weil sie nicht ins Gefängnis möchten. Das haben jedoch nur die Spieler selber in der Hand.

Gauner 1Bei Gauner spielt man um Punkte. Wer möglichst viele Gauner einer Sorte hat und gleichzeitig auch noch unterschiedliche, der wird viele Punkte machen. Das kleine Kartenspiel braucht ein wenig Platz auf dem Spieltisch. In drei Reihen à 10 Karten liegen die Gauner bei Spielbeginn zufällig aus. Jeder Spieler startet mit wenigen Handkarten. In einem Spielzug darf man nun eine Gruppe der Gauner vom Rand einer Reihe auf die Hand nehmen. Hat der betreffende Gauner noch keine Gruppe gefunden, so kann er auch alleine eingefangen werden. Die anliegende Gruppe der Gauner kommt ins Gefängnis, sie werden separat ausgelegt. Vom Nachziehstapel legt man dafür eine neue Karte an die gewählte Reihe.

Gauner 2Nun darf man noch eine Gruppe gleicher Gauner vor sich auslegen, wenn man will. Diese Gauner sind wichtig. Man darf sie nur auslegen, wenn kein Mitspieler MEHR Karten der gleichen Sorte vor sich hat. Sie sichern am Rundenende das Anrecht auf die Gefangenen. Eine Spielrunde endet, wenn das Gefängnis voll ist und es Platz für neue Gangster braucht: Liegen 2 Karten mit 6 verschiedenen Gaunern aus oder 6 Karten von 2 Gaunern, endet die Runde sofort.
Jeder Spieler darf die Gauner zu sich nehmen, von denen er aktuell die Mehrheit besitzt. Man multipliziert bei den gewonnenen Gaunern nun die Anzahl Karten mit der Anzahl Sorten und erhält seine Punktezahl. So spielt man Gauner über 3 Runden und der Sieger steht fest.

Zwischenzeitlich können die Gauner auf dem Spielfeld ausgehen. Sind alle weg, wird neu aufgefüllt und weiter gespielt. Gauner können eben nie ausgehen.

Fazit:
Gauner ist ein kurzweiliges, einfaches Kartensammelspiel. Dabei sollte man nicht nur auf die eigenen Interessen achten. Schnell wird das zur Vorlage für die Mitspieler. Die Kunst des Spiels besteht darin, die Mehrheit einer Gaunersorte zu besitzen und gleichzeitig auch viele Gauner der selben Art ins Gefängnis zu bringen. Das gibt Punkte, die am Ende nötig sind. Der Zeitpunkt für das Auslegen der Karten ist ebenso wichtig, wie die Frage, ob man aufs richtige Pferd (also Gauner) gesetzt hat. So werden die Gauner mutig verschoben und erst nach der dritten Runde entscheidet sich, wer seine Karten gut eingeteilt hat. Dabei spielt sich das Kartenspiel flüssig und ist trotz des gefährlichen Themas für die ganze Familie geeignet.

Gauner | Autor: Florian Racky | Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag
Kartenspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 30 Minuten | Benötigt: Rechtzeitige Festnahme der passenden Gauner | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an den Nürnberger-Spielkarten-Verlag für ein Rezensionsexemplar von Gauner!

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