Geister, Geister, Schatzsuchmeister! – Spielkritik

Geister, Geister, Schatzsuchmeister! – was für ein Titel für ein Familienspiel. Doch eigentlich erklärt er exakt den Inhalt des neuen Spiels aus dem Hause Mattel. Geister und Schatzsucher spielen um die wertvollsten Juwelen. Wer gewinnt wohl die Oberhand in diesem Geisterhaus?

Geister, Geister, Schatzsuchmeister 1Geister, Geister, Schatzsuchmeister! ist ein kooperatives Spiel. Alle gegen die Geister, und das in einem Haus, in dem es sowieso schon spukt. Nur mutige Schatzsucher wagen den Schritt ins Haus, durchsuchen die Zimmer nach den Juwelen und tragen sie im Rucksack bis vor die Tür.
Jeder Spieler bewegt eine Spielfigur durch die Räume des Geisterhauses. Mit dem Würfel bestimmt man die Anzahl der Schritte und muss, fast immer, eine Geisterkarte aufdecken. Sie zeigt an, in welchem Zimmer neue Gespenster auftauchen. Endet der Weg in einem Raum, in dem sich ein Geist befindet, kann er bekämpft werden. Es wird gewürfelt, bei einem Erfolg darf der Geist vom Spielplan entfernt werden.

Doch eigentlich agiert man in diesem Spiel nicht als Geisterjäger, sondern als Schatzsucher. 8 Juwelen soll man aus dem Haus holen, sie einzeln im Rucksack retten. Das funktioniert zu Beginn reibungslos. Mit der Zeit vermehren sich die Geister jedoch zusehends. Besonders gefährlich: Befinden sich 3 Geister in einem Raum, so wird er zur definitiven Spukzone erklärt. Ist dann auch noch ein Schatzsucher mit einem Juwel in so einem Zimmer, kann er nicht mehr entkommen. Er ist auf die Hilfe eines Mitspielers angewiesen. Nur gemeinsam können Spukzimmer geräumt werden – ebenfalls mit dem Würfel.

Geister, Geister, Schatzsuchmeister 2

Tragen die Schatzsucher alle Juwelen aus dem Haus, so gewinnen sie das Spiel. Dieses Ziel müssen sie aber erreichen, bevor es in 6 Zimmern spukt.
Der Schwierigkeitsgrad kann gesteigert werden, indem zusätzliche Karten ins Spiel kommen. Mit ihnen werden plötzlich Türen geschlossen und Durchgänge versperrt. Oder es erscheinen mehrere Geister gleichzeitig im Haus. Ganz harte Schatzsucher holen die Juwelen schön der Reihe nach aus dem Haus. Sie sind nämlich nummeriert und damit steigen die Anforderungen beträchtlich.

Fazit:
Geister, Geister, Schatzsuchmeister! ist ein tolles Familienspiel, gut auch als Einstieg in das Thema der kooperativen Spiele geeignet. Die Einstiegshürde ist klein, das Spielmaterial animiert die Schatzsucher zu immer neuen Partien. Es gilt in jedem Spielzug abzuwägen, ob man sich einen Schatz schnappt oder sich doch besser erst der Geisterjagd widmet. Denn zu viele Geister machen das Haus ziemlich ungemütlich und die Zeit knapp. Die Varianten fordern auch geübte Schatzsucher erneut heraus. Durch die Würfel und Karten kommt eine Prise Glück ins Spiel, das man durch geschickte Absprachen und flexible Planung auch wieder minimieren kann. Was bleibt übrig: Geister oder Schatz?

Geister, Geister, Schatzsuchmeister! | Autor: Brian Yu | Verlag: Mattel Games
Brettspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: ca. 30 Minuten | Ab 8 Jahren | Benötigt: Gemeinsame Planung bei der Schatzsuche | Wiederspielreiz: gross

Besten Dank an Mattel Games für ein Rezensionsexemplar von Geister, Geister, Schatzsuchmeister!

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich kann mich der Bewertung nur anschließen! Ich finde es eigentlich gut, dass sich Glück und Strategie abwechseln. Für junge Spieler, die gerne ihr Köpfchen einsetzen, empfehle ich auch Schnappt Hubi! Auch ein tolles Spiel!

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