Ghosts – Spielkritik

Es braucht nur eine kurze Einführung, um das Kartenspiel Ghosts zu starten. Wenn die Furcht zu gross wird, sammelt man Karten ein. Und das sollte man möglichst vermeiden. Ein schneller Kartenspass für die ganze Familie.

Ghosts

Der bekannte Spielautor Reiner Knizia hat mit Ghosts wieder ein kleines, schnelles Kartenspiel veröffentlicht. Sein L.A.M.A war bei AMIGO ein grosser Erfolg. Mit Ghosts muss man wieder regelmässig seine Karten loswerden. Doch hier ist vor allem Ausdauer gefragt. Wer nicht mehr bedienen kann, erhält einen Furcht-Chip. Und wie bei L.A.M.A. kann man die Dinger auch wieder wegspielen, wenn man seine Furcht besiegt. 6 Geistergruppen in unterschiedlichen Farben wuseln durch das Spiel. Das Artwork ist grossartig und erzeugt Stimmung. Auf allen Karten findet man einen, zwei oder drei Geister. Mit 5 Handkarten steigt man in die Partie. Jeder Spieler erhält noch 3 Furcht-Punkte als Start-Kapital. Ghosts ist eines dieser Kartenspiel, das man gut beim ersten Spielen erklären kann.

Der Startspieler legt eine Geisterkarte in die Mitte und zählt laut die Anzahl der Geister. Das ist zugleich die Furchtstufe, die niemals die 7 oder mehr erreichen darf. Nun gibt es drei kleine Kniffe, mit denen man den Mitspielern das Fürchten lehren kann. Legt man eine Karte der selben Farbe ab, bleibt die Furchtstufe gleich, dafür wechselt die Spielrichtung. Spielt man eine andere Farbe, zählt man laut weiter und erhöht die Furchtstufe. Vorsicht vor der 7! Mit einer der seltenen Nebelkarten passt man, die Furchtstufe bleibt gleich und die Karte legt man unter den Stapel.

Ghosts

Natürlich spielt man Ghosts reihum und versucht, die Mitspieler ins fürchterliche Elend zu stürzen. Nach kurzer Zeit wechseln die Spielrichtungen und die Karten fliegen nur so auf den Tisch. Kann jemand nicht mehr bedienen, weil die Furcht zu gross ist, schnappt er sich sämtliche Karten vom Ablagestapel und legt sie vor sich ab. Zudem erhält er einen Furcht-Chip. Als kleine Aufmunterung spielt er die erste Karte der nächsten Runde.

Ist der Nachziehstapel durchgespielt, endet ein Durchgang. Wer nun keinen Kartenstapel vor sich liegen hat, also nie Karten einsammeln musste, darf zur Belohnung drei Furcht-Chips abgeben. Gespielt werden drei Durchgänge. Wer am Ende die wenigsten Furcht-Punkte besitzt, gewinnt das Kartenspiel.

Ghosts

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Fazit

Reiner Knizia ist für sein buntes Spektrum an Spielen bekannt. Mit Ghosts ist es diesmal wieder ein schnelles, kurzweiliges Kartespiel mit einfachsten Regeln. Die Illustrationen von Roberto Freire finde ich sehr gelungen und passend zum Spiel. Wenn mir die gelben Geisterdamen mit ihren Sektgläsern zuprosten, läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Spielt man das Spiel nachts auf der Terrasse im Schummerlicht, dann… na, lassen wir das. Vieles basiert bei Ghosts natürlich auf dem Zufall und dem Kartenglück. Kann man reagieren? Hat man die passende Farbe auf der Hand? Dadurch kann man aber auch die Mitspieler in unangenehme Situationen bringen. Ziel ist es, dass jeder einmal Karten sammeln muss in einem Durchgang. Kann man nämlich drei Furcht-Punkte abgeben, ist das schon ziemlich viel und von grossem Vorteil. Wie erwähnt, Ghosts ist ein Spiel mit kurzer Anlaufzeit, bei dem man sich selber möglichst lange über Wasser hält und bei guter Gelegenheit die Mitspieler das Fürchten lehrt. Damit das Spiel ein wenig Fahrt aufnimmt, müssen aber mindestens drei Spieler am Tisch sitzen.

Alles über Ghosts

Ghosts | Autor: Reiner Knizia | Illustrationen: Roberto Freire | Verlag: AMIGO

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 – 6 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Furchtlose Geister
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: es geht
Beste Spielerzahl: ab 3 Personen
Richtet sich an: Familie

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