Gigi Gacker – Spielkritik

Aus dem grossen Hühner- und Würmer-Universum des Zoch Verlags kommt das neue, flotte Kartenspiel Gigi Gacker. Nur die Würmer bringen am Ende Punkte und davon möchte man natürlich die dicksten besitzen. Das passende Gebot holt die besten Würmer.

Gigi Gacker

Würde man allein die kleine Spielschachtel betrachten, könnte man Gigi Gacker schnell zuordnen. Auch thematisch passt das Spiel wie die Faust aufs Auge zum Zoch Verlag. Natürlich spielen die Illustrationen von Doris Matthäus ebenfalls eine grosse Rolle, dass der Wiedererkennungswert so gross ist. Wir befinden uns auf dem Bauernhof im Nirgendwo. Da gibt es Wurmkarten (von 1-8), Junghuhnkarten (von 3-7) und Gluckenkarten (ohne Zahlenwert). Die Traktorkarte dient der Reihenfolge bei einem Gleichstand, sie wandert im Kreis herum. Als Startkarten erhalten alle einen Stapel mit Junghuhnkarten, erkennbar an den Farben auf der Vorderseite. Man nimmt sie auf die Hand. Die Wurm- und Gluckenkarten mischt man gut durch. Einige Karten verschwinden für die aktuelle Spielrunde in der Schachtel, so dass man nie genau weiss, was das Spiel bringt. Der Nachziehstapel kommt nun verdeckt auf den Tisch.

Der Rundenablauf erfolgt immer gleich. Erst deckt man Karten vom Nachziehstapel auf, in der Anzahl der am Spiel beteiligten Personen. Diese Karten legt man schön in eine Reihe neben den Stapel. Nun wählen alle eine ihrer Handkarte und geben ein Gebot ab. Diese Karte legt man verdeckt vor sich aus. Nach dem Aufdecken der Karten verteilt man die ausliegenden Wurmkarten in der Reihe. Wer den höchsten Wert gelegt hat, nimmt sich die erste Karte neben dem Stapel, der zweithöchste Wert die zweite usw. Bei einem Gleichstand entscheidet die Nähe zur Traktorkarte.

Gigi Gacker

Die so gewonnene Wurm- oder Gluckenkarte kommt auf die Hand. Die Karte, mit der man eben geboten hat, wandert auf einen eigenen Ablagestapel. Mit neuen Karten in der Auslage geht es in die nächste Runde, in der man nun auch seine gewonnenen Wurmkarten einsetzen könnte, um zu bieten.

Gluckenkarten bringen keinen sofortigen Nutzen. Am Ende einer Runde kann man mit ihnen aber zwei beliebige Karten aus seinem eigenen Ablagestapel auf die Hand ziehen – ein verlockendes Angebot.

Insgesamt 9 Runden dauert eine Partie Gigi Gacker. Am Ende der 9. Runde kann man noch einmal eine Gluckenkarte einlösen. Danach zählen nur noch die Wurmkarten auf der Hand. Alles, was sich im Ablagestapel befindet ist wertlos, auch Junghühner und Gluckenkarten zählen am Ende nichts. Wer seine Karten mit geschickten Geboten mit Würmern austauschen kann, gewinnt das Spiel.

Gigi Gacker

Im Spiel zu zweit spielt ein Robohuhn mit, das zufällig eine dritte Karten ins Spiel bringt. Dadurch spielt sich Gigi Gacker, wie wenn man zu dritt wäre.


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Fazit zu Gigi Gacker

Das klingt alles ganz einfach und so spielt sich das flotte Kartenspiel auch. Man macht ein Gebot und hofft, die beste Wurmkarte zu ergattern. Die Verteilung erfolgt nach einer exakten Reihenfolge, es bleibt die Frage, ob man auch an der gewünschten Position dieser Wurmnahrungskette steht. An dieser Stelle setzt das Gedankenspiel ein. Was möchten die anderen? Grundsätzlich sollte man seine Handkarten einmal austauschen. Die Junghühnerkarten müssen weg, Wurmkarten sollen her. Das kann man auch über einen kleinen Umweg bewerkstelligen, indem man gewonnene Würmer beim Bieten einsetzt und später mit einer Gluckenkarte wieder zurück auf die Hand holt. Der einfache Ablauf bei Gigi Gacker bietet doch den einen oder anderen Kniff. Beim Modus zu zweit stört das Robohuhn überhaupt nicht. Es agiert genau gleich, wie wenn eine zusätzliche Person am Tisch sitzt. Man weiss ja auch sonst nie, was geboten wird. Das einfache Kartenspiel ist ein schönes Absackerspiel, ein Spiel für zwischendurch. Die 9 Runden sind im Nu durchgespielt. Dass das Spiel im Hühneruniversum von Zoch spielt, ist umso schöner.

Fakten zu Gigi Gacker

Autor: Robert Brouwer | Illustrationen: Doris Matthäus | Verlag: Zoch

Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Dicke Würmer
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 3 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie

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