Glupschgeister – Spielkritik

Es sind Erinnerungen an die eigene Schulzeit: Wer hatte auch so ein Kind mit dicken Brillengläsern in seiner Klasse? Genau daran erinnern mich die Glupschgeister. Der Blick durch die dicken Gläser offenbart nicht jedes Geheimnis sofort, doch manchmal ist die Überraschung gross.

glupschgeister-1Auf einer grossen Drehscheibe tummeln sich die knuddeligen Fische mit den grossen, runden Augen. Sie werden mit einer weiteren Scheibe verdeckt. In die vorhandenen Gucklöcher steckt man Vergrösserungslinsen – und schon sieht die Unterwasserwelt ganz anders aus. Ein Spieler würfelt und dreht die Scheibe um die eben bestimmte Anzahl Positionen weiter. Im Sichtfenster erscheint einer der lustigen Fischfreunde. Er muss ab sofort gesucht werden, von allen Spielern gleichzeitig. Was dann geschieht, ist gespielte Komik. Alle drücken sich die Nasen an den Linsen platt, drehen die Köpfe hin und her und versuchen, den kleinen Glupschgeist zu finden. Mit einem Seestern markiert man das Gebiet, in dem man meint, DEN Glupschi zu sehen.

Nun folgt Teil 2, der nicht weniger wichtig ist für den Erfolg bei Glupschgeister. Der Reihe nach fischen die Spieler in ihrem Revier. Dabei dürfen sie die kleinen Glupschgeister verschieben und hervorklauben – sofern sie das in ihrem vorher gewählten Loch machen. Findet man tatsächlich den aktuell gesuchten Glupschgeist, nimmt man ihn ins eigene Versteck. Haben alle Spieler geangelt, geht das Spiel in die nächste Runde. Es wird wieder gewürfelt.

glupschgeister-2

Glupschgeister hat verschiedene spielerische Ebenen. Natürlich soll man gesuchte Fische möglichst schnell sehen. Danach muss man, auch mit dicken Fingern, geschickt angeln. Und nicht zuletzt kann man mit dem Verschieben der eigenen Fische vielleicht auch den Mitspielern den Fangspass verderben.

glupschgeister-3

Glupschgeister hat auch noch Varianten im Gepäck. Der Krakengeist kann unter die Fische geschmuggelt werden. Erscheint er im eigenen Seeloch, endet der Fischfang sofort. Erscheint er erst beim Hervorklauben, müssen bereits gefangene Fische wieder in den See geworfen werden.
Auch ein Spiel unter Zeitdruck ist möglich. Sucht nur noch ein Spieler nach dem richtigen Seeloch, zählt man laut bis 10. Hat er bis dann keine Wahl getroffen, geht er in dieser Runde leer aus.

Wer sein Glupschgeisterversteck zuerst gefüllt hat, gewinnt das Spiel.

Fazit:
Glupschgeister macht auf den ersten Blick schon vieles richtig: Die kleinen Fische sehen lustig aus, das Spiel ist schnell erklärt und der Aufbau mit der Drehscheibe und den Vergrösserungslinsen in der Spielschachtel animiert sofort zum Spiel. Die Umsetzung des Spiel wirkt überraschend und ist ausgezeichnet gelöst. Nun braucht man nur noch einen scharfen Blick, ein wenig Tempo und eine ruhige Hand – der Fang wird gelingen. Den Krakengeist möchte ich nicht mehr missen, er sorgt für das Salz im Spiel. Es soll ja nicht immer alles rund laufen. Glupschgeister ist ein richtig schönes Spiel, das Kinder ab 5 Jahren zu begeistern mag, aber auch die Eltern fasziniert. Denn durch die lustigen Vergrösserungslinsen sieht die Unterwasserwelt für alle anders aus.

Glupschgeister | Autoren: Jens-Peter Schliemann, Bernhard Weber | Verlag: Kosmos
Spiel für 2-4 Personen | Spieldauer. 20 Minuten | Ab 5 Jahren | Benötigt: Grosse Auge, kleine Finger | Wiederspielreiz: gross

» Mit dem Newsletter immer spielend mehr wissen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Pflichtfelder sind mit * markiert.