Grizzly – Spielkritik

Der Wasserfall donnert die Spieleschachtel hinunter, die Lachse springen nach oben. Grizzly zelebriert den Lachsfang der Bären für die ganze Familie in einem schönen, fliessenden Spiel. Wie das Bärenleben eben so spielt.

Grizzly

Aus der Spieleschachtel zaubert Grizzly eine Landschaft mit Wasserfall, die Lachse und Bären gleichermassen glücklich machen würden. Wir nehmen die Rolle der Bären ein und die besuchen den Fluss nur aus einem Grund: Hunger! Von ihren sicheren Bärenfelsen aus starten sie die Jagd nach den geliebten Lachsen. In 5 Bahnen fliesst der Fluss, mit zwei und drei Spielern werden es weniger. Der Spielablauf bleibt immer gleich: Erst wird gewürfelt, dann legt man Wasser und Lachse nach, am Ende bewegen sich alle Bären der Reihe nach. Ganz einfach.

Mit den Würfeln kommt ein gewisser Zufallsfaktor ins Spiel. Die farbigen Würfel zeigen entweder Wasser, Fische oder gleich beides an. Die Farben bestimmen die Bahn, in der etwas passiert. Erst fliesst immer das Wasser. Würfelt man eine Wasserseite legt man, je nach Vorgabe, eines oder zwei Wasserplättchen nach. Damit verschiebt man den Fluss Richtung Wasserfall und die vordersten Teile purzeln nach unten – mit allem, was sich darauf befindet.
Die Würfel zeigen auch die Anzahl der Lachse an, die den Weg flussaufwärts gefunden haben. Diese Lachse verteilt man von vorne nach hinten auf die Plättchen. Näher am Wasserfall findet man meist mehr Fische, aber man bewegt sich so risikoreich an der Kante.

Grizzly

Am Ende ziehen die Bären dem Fluss entlang. Um ein Feld müssen sie sich verschieben. Sonst laufen sie so weit, bis sie einen Lachs erreichen. Hindernisse und andere Bären dürfen sie nicht überspringen.
Die gefangenen Lachse sammeln die Bären unter ihrem Marker. Das kann sich mit der Zeit ganz schön stapeln. Doch noch ist der Fang nicht im Trockenen. Erst wenn sie zurück auf den Bärenfelsen gelangen, haben sie die Lachse auf sicher.

Grizzly

Der Lachsfang hat so seine Risiken. Passt ein Bär nicht auf und er steht zu nahe am Abgrund, so nimmt er auch mal ein Bad. Der Bär startet danach wieder auf dem Bärenfelsen, aber sein Fang, den er bei sich getragen hat, ist weg.

Grizzly endet, wenn die Wasserplättchen eine Grenze erreicht haben oder wenn sich alle Lachse unterwegs befinden. Wer die meisten Lachse gefangen hat, gewinnt die Partie.


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Fazit

Grizzly ist so ein richtig schönes Familienspiel, das sich aus der Schachtel entfaltet. Der Wasserfall beginnt zu leben, die Wassermassen bewegen sich und die Lachse springen gegen den Strom – so wie in der Natur. Und Grizzly bietet familientaugliche Möglichkeiten an. Man bestimmt das Risiko selber, wie weit man sich nach vorne traut. Der Fang wird zwar grösser, die Absturzgefahr ebenfalls. Mit den Bären kann man Wege blockieren und seine Konkurrenten zu verwegenen Zügen treiben. Wartezeiten gibt es keine, da sich jeder Bär in jeder Runde bewegt und mit dem Wasserfall permanent alles im Fluss ist. Grizzly spielt sich spannend bis zum Schluss und ist ein schönes Einsteigerspiel für die Familie.

Alles über Grizzly

Grizzly| Autoren: Anna Oppolzer & Stefan Kloss| Illustration: Fiore GmbH | Verlag: AMIGO

Spielerzahl: Brettspiel für 2 bis 4 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 6 Jahren
Benötigt: Risikoreichen Fischfang am Abgrund
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3-4 Personen
Richtet sich an: Familie

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