Gruselgrütze – Spielkritik

Hexe Hilde holt gerade ein paar weitere Zutaten für ihre Gruselgrütze. Nun sollen es die Spieler richten. Gemeinsam lassen sie das leckere Süppchen grün anlaufen und verfeinern das Hexenrezept bevor Hilde zurück ist.

Star des Spiels ist eindeutig der Zauberstreuer. Er ist gefüllt mit Zauberchips in vier Farben. Jede Farbe steht für eine Zutat, die in der Gruselgrütze dringend benötigt wird: Teufelschili, Zitterzitrone, Übelpilz und Vampirknoblauch. Alle Köche spielen gemeinsam und müssen die Grütze fertig zubereitet haben, bevor Hilde wieder am Kochtopf steht. Das haben die Spieler tatsächlich selber in der Hand. Der Zauberstreuer spuckt schön unregelmässig Farbchips aus. Nach wenigen Runden hat man den Dreh raus und bestimmt selber, ob viele oder wenige Chips fliegen. Der gute Koch zaubert das aus dem Handgelenk.

Die Dauer eines Spielzugs bestimmt ein Spieler selber. Er darf so lange Zutaten aus dem Streuer schütteln, wie er will. Drei Chips einer Farbe bringen die entsprechende Zutat in den Topf. Streut man allerdings zu lange und sammelt vier oder mehr Chips einer Farbe, explodiert das Reagenzglas und man sammelt wieder neu.
Hexe Hilde bewegt sich immer weiter Richtung Kochtopf. Gibt ein Spieler den Zauberstreuer rechtzeitig weiter, geht Hilde nur einen Schritt. Explodiert etwas in der Küche, marschiert sie schneller. Sie orientiert sich an den Farbteppichen in ihrem Hexenhaus und schreitet bis zur explodierten Farbe vorwärts. Es lohnt sich also, rechtzeitig aufzuhören.

Genau drei Zutaten jeder Sorte benötigt man für die berühmte Gruselgrütze. Wer danach weitere, nicht mehr benötigte Zutaten, kocht, legt sie zur Seite. Mit zwei überzähligen Zutaten und dem Glaskolben-Zaubertausch holt man sich nämlich ein beliebiges Lebensmittel nach Wahl.

Wenn die Gruselgrütze fertig ist, bevor Hilde auf dem Stuhl vor dem Kochtopf steht, gewinnen die Spieler das kooperative Spiel. Hat Hilde vorher den Hocker erreicht, sollte man sich unbedingt das Rezept noch einmal ansehen.
Wer es gern ein wenig schwieriger mag, lässt Hilde durch die Nebentür ins Haus. Nun bleibt viel weniger Zeit für die perfekte Gruselgrütze.

Fazit

Gruselgrütze ist ein sehr schönes Kinderspiel, das sich auch gemeinsam mit Erwachsenen gut spielen lässt. Der Zauberstreuer benötigt ein wenig Geschicklichkeit, die nachher durch gutes Timing abgelöst wird. Sämtliche Spieler agieren also auf dem gleichen Level, niemand wird im Spiel bevorteilt. Wer zu gierig ist, scheitert kläglich, denn die Hexe rennt zum Kochtopf. Zutaten müssen rechtzeitig gesichert werden, um dem nächsten Spieler bereits eine gute Vorlage zu liefern. Die Spannung beim Zauberstreuer ist gross und ein wenig Glück ist natürlich auch dabei. Hier zaubert man gerne gemeinsam am Kochtopf, auch wenn sich der Übelpilz schon grün verfärbt hat.

Gruselgrütze | Autorin: Kirsten Hiese | Verlag: Kosmos
Kinderspiel für 1-5 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 5 Jahren | Benötigt: Geschick und Mut zum Aufhören | Wiederspielreiz: gross

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  1. Pingback: Gruselgrütze – Total verSPIELt

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