Help! – Spielkritik

Es kommt knallig und ein wenig Retro daher, das Kartenspiel Help! Die Zahlen sind in zackigen Sprechblasen gezeichnet und so hört man die Hilferufe schon vor der ersten Partie. Denn hier muss einander geholfen werden, sonst droht das schnelle Aus.

Help!

Zu Help! gehören viele Zahlenkarten mit den Werten von 1 bis 11, dazu noch einige Sonderkarten. Die Punkte notieren die Spieler ebenfalls mit einer Karte, die man ganz schnell seitlich dreht. Sobald jemand drei Punkte erreicht, endet das Spiel. Doch bis dahin muss man mit den eigenen Karten klug taktieren und sich auf den einen oder anderen Hilfseinsatz vorbereiten. Alle Spieler arbeiten an derselben Kartenreihe, die verschwindet, sobald die 6. Karte angelegt wird. Dann startet man wieder frisch mit einer neuen Reihe. Mit 4 Handkarten geht man ins Spiel. In jedem Zug muss man eine Karte anlegen oder ausspielen, danach zieht man eine neue Karte nach.

Wer die niedrigste Zahl besitzt, beginnt die Partie. An die Kartenreihe müssen die Spieler eine Karte anlegen, die grösser als die vorhergehende ist. Gelingt das nicht, ruft man Help! und aktiviert den Spieler, der zuvor eine Karte gelegt hat. Er wird zur Hilfe verpflichtet und muss im Tausch eine passende Karte zur Verfügung stellen. Kann er das nicht, verlieren beide Spieler die Partie und alle übrigen erhalten einen Punkt. Es versteht sich von selbst, dass man nur um Hilfe bittet, wenn man selber keine passende Karte besitzt.

Help!

Die Kartenreihe muss also jederzeit eine aufsteigende Reihenfolge besitzen. Mit der 6. Karte putzt man die Reihe weg. Der nächste Spieler startet mit einem neuen Wert. Sonderkarten bringen bei Help! ein wenig Pfiff ins Spiel. Ein Joker gilt als beliebige Zahl und kann auch in eine Reihe eingeschoben werden. Mit einer Switch-Karte ersetzt man eine Karte in der Reihe. Die neu eingefügte Karte muss natürlich ebenfalls passen. Die Zap-Karte entfernt die letzte Karte der Reihenfolge.
Speziell ist die No!-Karte. Mit ihr setzt man eine Runde aus. In dieser Zeit verrichtet man auch keine Helferdienste.

Help!

Hilfe zu rufen ist keine Schande, doch man muss sich bewusst sein, dass man immer eine Karte zur Hilfe in der Hinterhand haben sollte, um nicht selber plötzlich auszuscheiden. Können der aktive Spieler und sein Helfer nicht mehr anlegen, ist die Runde für beide verloren. In einem selteneren Fall setzen alle Spieler mit einer No!-Karte aus und können nicht helfen. Damit endet die Partie ebenfalls. In dieser hilfesuchenden Angelegenheit erhält man alleine einen Punkt. Man lässt schliesslich niemanden hilflos zurück.
Mit 3 Punkten steht der Sieger fest. Es kann auch mehrere Gewinner geben bei Help!


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Fazit

Help! spielt sich kurz und knackig. Eine Spielrunde dauert nicht lang und ein Hauch von 6 nimmt! liegt in der Luft. Doch hier legt man die Karten nur an eine Reihe an. Zudem sorgen die Sonderkarten bei Help! für ein wenig Wirbel. Und schliesslich steckt man ständig in einem Dilemma. Natürlich möchte man die Mitspieler in eine unmögliche Situation treiben. Doch die rufen schnell um Hilfe. Hat man dann keine passende Lösung anzubieten, fliegt man ebenfalls raus. Help! ist eine permanente Gratwanderung, Angriff mit Verteidigung, ein dosiertes Ärgern der Mitspieler. Die Spielrunden dauern meist nicht lange, die wenigen Sonderkarten sind übersichtlich, der Rettungsanker mit dem Hilferuf ist der besondere Kniff des Kartenspiels. Ein kurzweiliges Familienspiel, für das man aber eher eine grössere Spielrunde haben sollte.

Alles über Help!

Help! | Autorin: Kim Vandenbroucke | Illustrationen: Christine Hoffmeyer | Verlag: AMIGO

Spielerzahl: Kartenspiel für 3 – 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Langen Atem mit Hilfekarten
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: kein Spiel für 2
Beste Spielerzahl: 3 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie

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