Hippo – Spielkritik

Eigentlich müsste man sich vor Nilpferden in Acht nehmen – nicht so bei Hippo. Das kleine, süsse Nilpferd tummelt sich selber noch mit Schwimmring in Bahn 7 des Schwimmbades und gewöhnt sich langsam ans Wasser. Zudem ist es sehr freundlich.

Mit 12 Schwimmringen starten die Spieler ins Wettschwimmen. Ziel ist es natürlich, die Ringe möglichst schnell loszuwerden. Dazu würfelt man Runde für Runde und legt einen oder mehrere Ringe ins Schwimmbecken. Die drei Spielwürfel bieten mehrere Möglichkeiten an. Im Idealfall versenkt man gleich drei Ringe, wenn man jede Zahl einzeln wertet. Doch auch eine Kombination der Würfel ( 2 und 1 / alle 3 zusammen) ist zulässig. In manchen Fällen ist es eher ein Frage des Platzes, wie man die Würfel verwenden will.

Anfangs spielt sich Hippo ganz leicht. Die Schwimmbahnen sind mit Zahlen von 1-12 nummeriert und bieten Platz für zwei bis drei Schwimmringe. Die eigenen Ringe setzt man von unten nach oben in die gewürfelten und gewählten Bahnen. Ist eine Bahn allerdings voll, schmeisst man den obersten Ring wieder raus und gibt ihn seinem Besitzer zurück. Damit ärgert man seine Mitspieler, sie sitzen wieder auf ihren eigenen Ringen. Einzig das Becken von Hippo (Nummer 7) Schwimmringe in unbegrenzter Anzahl auf. Wer dort seine Ringe ablegt, sieht sie nicht mehr wieder.

Bis jetzt scheint alles klar: Gegnerische Ringe rausschmeissen, eigene platzieren. Doch das Leben im überfüllten Schwimmbad ist nicht immer ganz so einfach. In ganz unmöglichen Situationen kommt man nicht drum rum, seinen eigenen Schwimmring rauszuschmeissen. Das ist bitter. Zur Strafe muss man dann die gesamte Bahn räumen und auch gegnerische Ringe einkassieren. Die platziert man später sofort wieder im Becken, um den Mitspielern nicht zu helfen.

Wer seine 12 Schwimmringe zuerst im Becken hat, gewinnt Hippo.

Fazit

Hippo ist das dritte Spiel im kleinen Helvetiq-Schachtelformat. Damit ist es bestens als Reisespiel oder Geschenk geeignet. Hippo ist ein kleines Würfel-Zockerspiel, bei dem man die Mitspieler immer im Auge behalten muss. Die gegnerischen Schwimmringe rauszuschmeissen gehört ebenso zum Spiel, wie die eigenen zu platzieren. Wer nur auf seinen eigenen Vorteil achtet, wird Hippo kaum gewinnen. Man freut sich, wenn man gleich drei Ringe ins Becken werfen kann, ob es wirklich sinnvoll ist, bleibt eine andere Frage. Doch trotz aller möglichen Kombinationen ist man den Würfeln hin und wieder ausgeliefert – gerade bei einem vollen Becken. Hippo ist die Kunst, die eigenen Schwimmringe so im Becken unterzubringen, dass man sie nicht selber wieder entfernen muss. Und wer das süsse Nilpferd bedienen kann, macht sicher nichts falsch. Hippo ist ein kurzweiliges, lockeres Würfelspiel, immer auf der Suche nach den besten Zahlenkombinationen. Zu dritt und zu viert spielt die Konkurrenz richtig schön mit.

Hippo | Autor: Martin Nedergaard Andersen | Verlag: Helvetiq
Würfelspiel für 2-4 Personen | Spieldauer: 15 Minuten | Ab 6 Jahren | Benötigt: Gute Würfel und Hippos Hilfe | Wiederspielreiz: gross

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