Hochspannung – Spielkritik

Hochspannung herrscht am Spieltisch. Ähnlich wie bei Ligretto versuchen die Spieler, ihre Karten so schnell wie möglich abzuwerfen. Dazu muss man aber erst die Malaufgaben lösen. Ein typisches Spiel von Autorin Maureen Hiron, das Reaktion und einen Blick für das Wesentliche erfordert.

Hochspannung

Widmen wir uns zuerst ganz kurz den Spielkarten. In der Mitte steht eine Malrechnung, aussen in den Ecken findet man zwei Zahlen. Damit kennt man bereits die zwei Komponenten, auf die man achten muss. Hochspannung ist kein Spiel für ruhige Gemüter. Es kommt Hektik auf von A bis Z. Gesucht sind schnelle Rechner, aber auch schnelle Sucher der passenden Zahlen. Das Spielprinzip ist nämlich ganz einfach: Legt ein Spieler eine Karte mit der Aufgabe 3×8, so muss der nächste Spieler eine Karte mit den Eckzahlen 2 oder 4 legen, da das Resultat ja 24 gibt. Der schnellste Spieler legt seine passende Karte auf den Stapel, ruft laut das Resultat für eine schnelle Kontrolle und schon erhalten die Mitspieler eine neue Malaufgabe geliefert.

So geht es weiter. Es zählt allein die schnellste Reaktion auf die vorgelegte Malaufgabe. Entscheidend ist das Legen der Karte, nicht das Rufen des Resultates. Die Spieler starten mit vier Handkarten, restliche Karten liegen in einem persönlichen Stapel vor den Spielern aus. Während der Partie zieht man beliebig Karten nach. Die Übersicht sollte man dabei nie verlieren. Ist ein Spieler schnell genug, legt er auch mehrere Karten nacheinander, wenn die Zahlen passen.
In ganz seltenen Fällen sind keine passenden Karten mehr im Spiel. Dann zieht man die unterste Karte des Ablagestapels nach oben und weiter geht die Hetzerei.

Hochspannung

Wer seinen Stapel weggespielt hat, legt die letzte seiner Karten verdeckt auf den Stapel und beendet das Spiel.


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Fazit

Hochspannung ist ein äussert rasantes Spiel, das keine Zeit zum Atmen lässt. Wer keine hektischen Spiele mag, muss sich das Kartenspiel gar nicht ansehen. Hier zählen die Rechnungskünste und eine flinke Hand. Wer sich darauf einlässt, erlebt lustige, unterhaltsame und schadenfreudige Momente. Auge und Hand sollten eine Einheit bilden. Schnellrechner sehen kaum Land, wenn sie nicht gleichzeitig schnell die richtige Karte zücken. Maureen Hiron ist eine Spezialistin im Erfinden von Spielen bei denen Hirn und Hand gleichzeitig gefordert sind. Hochspannung knüpft nahtlos an die bisherigen Werke an. Ganz nebenbei übt man das Einmaleins. Hochspannung eignet sich also bestens für die Schule. Wer es noch ein wenig komplexer mag, mischt das Spiel mit Unter Spannung. Damit erhält man eine Mischung aus Mal- und Plusaufgaben und regt die Hirnzellen noch einmal kräftig an.

Alles über Hochspannung

Hochspannung| Autorin: Maureen Hiron | Illustration: Antje Stephan | Verlag: AMIGO

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 bis 6 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 10 Jahren
Benötigt: Augen für das Einmaleins
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: geht, aber eher langweilig
Beste Spielerzahl: 4-6 Spieler
Richtet sich an: Familien

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