In Windes Eule – Spielkritik

Jeder Zauberer hatte tierische Helfer und Begleiter. Doch wo sind die besten Orte für die Zaubertiere? Wer schnell Ordnung schafft und seine Tiere bestens verteilt, holt sich die Zauberpunkte für den Sieg. In diesem hektischen Spiel ist man In Windes Eule unterwegs.

In Windes Eule

In Windes Eule orientiert sich ein wenig an Ligretto. Auch hier soll man seine Karten möglichst schnell ablegen. Doch die Wertung lässt einen differenzierteren Blick auf das Spiel zu. Nicht nur das Tempo ist wichtig. Auch der Ablageort ist entscheidend. Daher gibt es 7 Landschaftsteile, die ganz unterschiedliche Anforderungen stellen: Die Burg, der Hafen, die Waldlichtung und 4 Dörfer sorgen für schnelle Gedankenzüge beim Legen der Karten. Jeder Spieler besitzt einen Stapel mit 24 Tierkarten und 7 Tierarten. Den mischt man zu Beginn gut durch und legt ihn verdeckt vor sich.

Die Legeregeln bestimmen den Spielablauf: Es wird immer nur mit einer Hand und einer Karte gespielt. Die Karte legt man schön gestapelt in die gewünschte Landschaft. Und jeder spielt in seinem eigenen Tempo. Ein schnelles Spiel wäre schön, doch die Karten müssen eben auch richtig platziert sein, um Erfolg zu haben.

In Windes Eule

So fordert In Windes Eule die Spieler gleich doppelt heraus. Flotte Finger sind nur mit einem guten Überblick erfolgreich. Denn am Ende geht es um Zauberpunkte und die erhält man nur, wenn man in den 7 Landschaftsteilen erfolgreich war mit seinen Zauberwesen.

In der zentral gelegenen Burg bringt man möglichst viele Tiere unter, egal welcher Art. Im Hafen bringt nur das erste Tier seiner Art einen Zauberpunkt. Daher müssen die Karten gestapelt werden, um die Reihenfolge nicht zu verändern. Auf der Waldlichtung bringt jede eigene Tierart einen Punkt, allerdings nur, wenn sie einzeln dort ausliegt.

In Windes Eule

In den vier Dörfern kontrolliert man erst, ob eine Rattenplage herrscht. Liegen mehr Ratten als Katzen in einem Dorf, gibt es keine Punkte zu gewinnen. Katzen besiegen allerdings die Ratten. Mehr Katzen als Ratten bringt den Katzenbesitzern Punkte. Zusätzlich bringt die häufigste Tierart im Dorf einen Punkt.

Wer alle Karten verteilt hat, ruft ein lautes „UHU!“ und beendet damit die Partie. Es folgt eine Auswertung. Alle Spieler erhalten Punkte. Gespielt werden 3 Durchgänge, die wie In Windes Eule vergehen. Wer die meisten Zauberpunkte sammelt, gewinnt.


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Fazit

In Windes Eule ist eine sehr schöne Ligretto-Weiterentwicklung. Eine schnelle Kartenverteilung ist wichtig, aber nicht alles entscheidend. Wer seine tierischen Helfer nicht optimal verteilt und die Tiere der Mitspieler im Blick behält, hat kaum Chancen auf viele Zauberpunkte. Hier ist kluges Karten legen gefragt. Da an allen Orten unterschiedliche Bedingungen herrschen, muss man sich genau überlegen, wo man seine tierischen Helfer einsetzen will. In den Dörfern kann man den Mitspielern ziemlich schaden, wenn man Ratten unterbringt. Damit das nicht ausartet, gibt es weniger Ratten und Katzen im Spiel. Während In Windes Eule zu zweit noch eher beschaulich abläuft, wird es in voller Besetzung hektisch. Sich die Tiere in allen Spielfarben zu merken, ist auch fast nicht möglich. Überraschungen sind hier vorprogrammiert. Umso mehr freut man sich, wenn ein Plan aufgeht und man viele Zauberpunkte ergattert. In diesem zauberhaften Spiel sind Tempo und Perfektion gefragt. Und das in einer sehr gelungenen Mischung.

Alles über In Windes Eule

In Windes Eule | Autoren: Alexey Konnov, Alexey Paltsev, Anatoly Shklyarov | Illustrationen: Alexander Jung | Verlag: Zoch

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 – 4 Personen
Spieldauer: 15 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Den schnellen Überblick
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Familie

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