Inseln toppen! – Spielkritik

Mit Inseln toppen! veröffentlichen die Drei Hasen in der Abendsonne einen Nachfolger von Länder toppen!. Spielerisch lernt man die Inselvielfalt der Welt kennen und vergrössert sein Wissen mit jeder Partie.

Inseln toppen!

Bei den Ländern konnte man noch mit einem gefährlichen Halbwissen brillieren, mit den Inseln wird das deutlich schwieriger. Selbst wenn man die Namen kennt, gerät man mit der Grösse der Inseln bereits ins Schleudern. Und nun dreht sich bei Inseln toppen! alles um die persönliche Einschätzung der Situation. In den Kategorien Fläche, höchste Erhebung, Temperatur, Niederschlag, Einwohner und Bevölkerungsdichte muss man sich für einen höchsten oder kleinsten Wert entscheiden, um seine Mitspieler zu schlagen. Denn nur so sammelt man Inselkarten für den Sieg. Durch die vielen Informationen auf den Karten lernt man ganz nebenbei von Runde zu Runde dazu.

Jeder Spieler legt einen Faltstreifen mit den Kategorien vor sich aus. Je nach Spielerzahl erhält man zufällige Inselkarten und Blindkarten ausgeteilt. Da eine Partie über mehrere Runden geht, sind nie alle Inseln gleichzeitig im Spiel, was das Einordnen natürlich ein wenig erschwert.

Die Informationen der Inselkarten studiert man kurz und verteilt seine Karten danach verdeckt an die 12 Positionen seines Faltstreifens. Oben den vermeintlich höchsten Wert der Kategorie, unten den vermeintlich tiefsten Wert. Bei einigen Kategorien kann man passen, indem man dort eine Blindkarte legt. So erkennen die Mitspieler nicht, an welcher Stelle man das Feld kampflos überlässt.

Nach dem Verteilen der Karten überprüft man die Werte aller Kategorien. Der höchste oder tiefste Wert schlägt die übrigen Karten. Wie bei einem Stichspiel sammelt man die gewonnenen Karten ein und erhält gleich die nächste Aufgabe. Nur mit einer guten Aufteilung in der eigenen Auslage erhält man am Ende Punkte zugesprochen.

Die erhaltenen Karten legt man nach Meereskategorie ab oder legt sie auf einen verdeckten Stapel. Erhält man 2 oder mehr Karten müssen beide Sammelgruppen berücksichtigt werden, die Meere und der verdeckte Stapel. In der Anzahl der Aufteilung ist man frei.

Mit neuen Karten beginnt die verdeckte Verteilung in den Kategorien erneut. Nach einer bestimmten Anzahl Runden ist der Kartenvorrat in der Auslage hoffentlich prall gefüllt. Für jede Karte im verdeckten Ablagestapel gibt es einen Punkt, in den offenen Meereskategorien punktet nur der Spieler mit den jeweils meisten Karten.


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Fazit

Wer sich für die Länder dieser Welt interessiert, der kommt an Länder toppen! nicht vorbei. Umso gespannter war ich auf Inseln toppen! Um es vorweg zu nehmen: Das Spielprinzip funktioniert auch mit den Inseln perfekt. Ein paar Anpassungen in den Kategorien und das Ding läuft. Wer hätte gedacht, dass es so viele Inseln gibt? Inseln toppen! liefert optimale Spielkarten. Informationen zur Lage, Hauptort oder Besitzernation sind für das Spiel nicht relevant, für den Lerneffekt aber schon. So kennt man sich nach wenigen Runden recht gut aus und sortiert die Inseln viel besser als noch zu Beginn. Das Sortieren macht die Spannung des Kartenspiels aus. Manchmal pokert man ein wenig und lässt die Inseln nicht in ihrer stärksten Kategorie antreten. Die grösste Verbesserung gegenüber dem Vorgängerspiel sind die Blindkarten. Nun kann man bewusst falsche Fährten legen. Statt eine Karte zu opfern, legt man eine Blindkarte an eine schwache Kategorie. Dadurch erhalten die Mitspieler bei einem Stich weniger Karten. Die Mischung aus Stich- und Sammelspiel funktioniert wunderbar auch in der Inselwelt und sorgt für den Spielspass, Lerneffekt inklusive.

Alles über Inseln toppen!

Inseln toppen! | Autor: Matthias Jünemann | Illustrationen: keine Angaben | Verlag: Drei Hasen in der Abendsonne

Spielerzahl: Kartenspiel für 2 – 5 Personen
Spieldauer: 30-40 Minuten
Altersangabe: ab 8 Jahren
Benötigt: Inseln für alle Kategorien
Wiederspielreiz: gross

Geeignet für 2 Spieler: gut
Beste Spielerzahl: 3 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie

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