Inside crime – Kobra – Spielkritik

Eigentlich wäre es eine perfekte Ausgrabungsreise gewesen. Ein Team aus Deutschland war in Ägypten erfolgreich unterwegs. Doch die ausgegrabene Statue ist bereits wieder verschwunden. Zudem wird ein Mitglied des Teams tot aufgefunden. Die Ermittlungen von Inside crime – Kobra beginnen.

Inside crime - Kobra

Inside Crime – Kobra ist eine spielerische Mischung aus Escape-Abenteuer, detektivischen Ermittlungen und rätselhaften Aufgaben. Der Schwerpunkt des Spiels liegt in der Detektivarbeit. Alles beginnt mit einem Schreiben eines ehemaligen Kurators des Ägyptischen Museums in Kairo. Der Verlust einer eben erst ausgegrabenen 4000jährigen Statue scheint den Mann mindestens ebenso zu beschäftigen, wie den plötzlichen Tod eines Mitglieds des Ausgrabungsteams. Mit den Untersuchungen der ägyptischen Polizei scheint er nicht ganz zufrieden zu sein. Also beauftragt er an dieser Stelle die Detektive, der Scharfsinn der Spieler gefragt.

Ein erster Knackpunkt ist schnell gefunden: Wo soll man beginnen? Anders wie bei bekannten Escape- oder Exit-Abenteuern gibt es keinen linearen Ablauf. Zumindest ist er nicht offensichtlich. Bei Inside Crime – Kobra gilt es zuerst einmal das gesamte Material zu sichten. Der ehemalige Kurator hat nicht gespart und alles in die Box geworfen, was irgendwie wichtig sein könnte. Hier findet man zahlreiche Informationen über das Ausgrabungsteam, den Ausgrabungsort und die verschwundene Statue, zudem offizielle Berichte der Polizei. Man verschafft sich einen Überblick, wertet die Informationen und folgt allen Anzeichen von Ungereimtheiten.

Inside crime - Kobra

Das sorgt für reichlich Betrieb am Spieltisch. Die Arbeitsintensität ist hoch. Abklärungen im Internet sind ein wichtiger Bestandteil der Ermittlungen. Man stösst auf grössere und kleinere Spuren, beschafft sich Informationen. Hin und wieder öffnet das Lösen eines Rätsels eine weitere Tür. Durch Teamwork und eine gute Arbeitsaufteilung kommt man voran und nimmt Witterung auf in der Angelegenheit Kobra.

Inside crime – Kobra ist wie eine Serie aufgebaut. Es gibt insgesamt 6 Boxen, in denen man sich Schritt für Schritt der ganzen Geschichte nähert. Jeder Teil setzt einen Schwerpunkt, eine wichtige Frage, die es zu beantworten gilt. Die Episoden können nicht einzeln gelöst werden, die Informationen aller Teile sind wichtig für das Endergebnis. Auf einem Notizblock notiert man sich wichtige Begebenheiten. Sie könnten später von Nutzen sein. So bleibt die Spannung bis zur letzten Episode bestehen und irgendwie spürt man das beim Lösen des ersten Teils bereits: Hier kratzt man erst an der Spitze der Pyramide.


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Fazit

Es ist ganz klar eine äusserst fesselnde Geschichte, in der man sich schon nach wenigen Minuten bewegt. Das beginnt beim Sichten des Materials von Inside crime – Kobra: Da gibt es Rätsel, kleine Versuche, Berichte, Zeitschriften – alles extra für die Kobra-Serie hergestellt. Hier hat jemand sein ganzes Herzblut in die Box geworfen, grossartig! Die Story ist vernetzt, viele Hinweise lassen sich im Internet holen, selbst solche, die gar nicht nötig wären. Das zeugt von grosser Recherche beim Erstellen des Spiels. An das Ermitteln muss man sich ein wenig gewöhnen. Doch es gibt einige Ansatzpunkte, denen man folgen kann. Diese erste Episode hat das Ermittlerteam total überzeugt. Alles lief rund, man freute sich über kleine Schritte und am Ende über die richtige Lösung. Auf der Webseite des Spiels lässt sich überprüfen, wie gut man war. Natürlich findet man dort auch Hilfestellung, wenn man bei einem Thema ansteht. Mit dieser Box erhält man an die 2 Stunden beste Unterhaltung, einen Kriminalfall, eingebettet in eine tolle Story. Und wie bei einer guten Serie freut man sich auf den nächsten Teil. So muss das sein!
Zu bestellen unter: www.insidecrime.de

Alles über Inside crime – Kobra

Inside crime – Kobra | Autor: Richard Bardl | Verlag: Eigenverlag

Spielerzahl: Detektivspiel für 2 – 5 Personen
Spieldauer: 90 – 120 Minuten
Altersangabe: ab 12 Jahren
Benötigt: Ermittlungen und Recherche
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: sehr gut
Beste Spielerzahl: 3 – 4 Personen
Richtet sich an: Kenner

2 Kommentare

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