Inspektor Nase – Spielkritik

Inspektor Nase löst jeden Fall. Doch wie macht er das nur? Nun, er kann sich Bilder einprägen wie kein anderer. Zudem gibt er Hinweise wie ein Meisterdetektiv. Da lässt man sich doch gerne vom grossen Meister auf die Sprünge helfen.

Inspektor Nase

Inspektor Nase ist ein kooperatives Spiel. Ein Spieler schlüpft in die Rolle des Inspektors und gibt seinen Mitarbeitern Hinweise. Die anderen Ermittler beraten und entscheiden gemeinsam. Beim Spiel über 5 Runden übernimmt sicher jeder einmal die Rolle des Inspektors und merkt, dass gute Hinweise gar nicht so einfach zu geben sind. 54 doppelseitig bedruckte Bildkarten und 8 Symbolwürfel liefern die Grundlage für die Ermittlungen. 5 zufällig ausgewählte Bildkarten legt man in eine Reihe. Inspektor Nase zieht eine Zahlenkarte, um zu erfahren, welche Karte in dieser Runde als Lösung im Zentrum steht. Danach darf er nicht mehr sprechen – dafür aber mehrmals bildliche Hinweise geben.

Inspektor Nase befragt 5 Symbolwürfel und lässt sie rollen. Eines der Würfelbilder muss er wählen, um einen passenden Hinweis für seine Lösungskarte zu geben. Die Auswahl trifft er selber. Ist die Form ähnlich? Passt die Grösse? Verwendet man das Ding am selben Ort? Einen irgendwie passenden Würfel legt er auf die Hinweiskarte.

Inspektor Nase
Hinweis Erde: Was würdet ihr aussortieren?

Nun raten die Mitspieler. Sie müssen eine der 5 Bildkarten aus dem Spiel nehmen, ohne die Lösungskarte zu erwischen. Wählen die Mitspieler die Lösungskarte, ist die Runde sofort beendet. Im besten Fall spielen alle so lange, bis nur noch eine Karte übrig bleibt – die Lösungskarte von Inspektor Nase. Denn der Inspektor legt mit den Hinweisen nach. Er würfelt nach jeder Karte neu und wählt ein neues Symbolbild. Die Bilder auf Würfel und Karten sind gut gewählt. Lineares Denken ist kaum möglich oder ganz bestimmt nicht über sämtliche Auswahlrunden.

Inspektor Nase

Eine neue Runde startet mit neuen Karten und einem neuen Inspektor. Nach 5 Spielrunden ist Schluss. Jede richtig aussortierte Karte ist am Ende einen Punkt wert. Das können also insgesamt 20 Punkte werden. Damit schafft man es mit einem perfekten Durchgang zum Meisterdetektiv.


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Fazit

Mit Inspektor Nase lernen die Kinder Hinweise zu geben. Das funktioniert wunderbar. Während man in der ersten Partie noch nach eindeutigen Symbolen sucht und sie nicht findet, beginnt man ab der zweiten Partie ein wenig weiter zu denken. Man orientiert sich nach Formen, Farben oder schliesst Dinge bewusst aus. Und manchmal hilft es sogar, den Inspektor zu beobachten, welche Symbole er nicht verwendet. Die Hinweise fallen äusserst unterschiedlich aus – je nach Vorlage eben. Irgendeinen Link findet man aber immer zum gesuchten Gegenstand. Ob das die Mitspieler auch so sehen? Das Spiel ist für Kinder interessant, für Erwachsene aber ebenso. Hier spielt man mit Assoziationen, versetzt sich in andere hinein und wechselt die Rollen, um am Ende gemeinsam möglichst gut dazustehen. Inspektor Nase ist für die ganze Familie spannend, immer mit einem Kribbeln im Bauch beim Entfernen einer weiteren Karte. Die Freude ist gross, wenn man es bis zum Ende schafft, aber eine Selbstverständlichkeit ist es nicht. Ein kurzes, knackiges Familienspiel mit grossem Rätselfaktor.

Alles über Inspektor Nase

Inspektor Nase | Autor: Reinhard Staupe | Illustration: Oliver Freudenreich | Verlag: Nürnberger-Spielkarten-Verlag

Spielerzahl: Kooperatives Kartenspiel für 2 – 5 Personen
Spieldauer: 20 Minuten
Altersangabe: ab 7 Jahren
Benötigt: Passende Hinweise
Wiederspielreiz: sehr gross

Geeignet für 2 Spieler: geht gut
Beste Spielerzahl: 2 – 5 Personen
Richtet sich an: Familie

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